Sonderausstellung: Wallfahrt Mariahilf in Mondsee

Veröffentlicht von: Museum Mondseeland
Veröffentlicht am: 19.04.2007 17:39
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


(Presseportal Pressefeuer) - Am 3. Juni 2007 wird die Sonderausstellung im Museum Mondseeland eröffnet, die an eine bedeutende Form der Marienverehrung und Volksfrömmigkeit erinnert.

Am 3. Juni ist es fast auf den Tag genau 301 Jahre her, dass das Mariahilfbild mit einer feierlicher Prozession in die neue Mariahilf- Kirche übertragen wurde. Am Fest Maria Heimsuchung 1706 (2. Juni) ließ Abt Amand Göbl das Gnadenbild, das er von seinem Bruder aus Innsbruck erhalten hatte, in den neu gebauten Altar von Meinrad Guggenbichler einsetzen.

Ursprünglich war die Kirche dem hl. Ulrich geweiht. In den Zeiten des Spanischen Erbfolgekrieges gelobte Abt Amand Göbl eine Kapelle zu Ehren Marias zu errichten, wenn Land und Kloster von fremden Truppen verschont würden. Das Mondseeland blieb vom Krieg unberührt und so ließ der Abt die alte Ulrichskirche in eine Mariahilfkirche umbauen. Der Mondseer Bildhauer Meinrad Guggenbichler schuf die Altäre und die Kanzel. Am 2. Juli 1706 wurde ein Mariahilfbild aus der Abteikapelle feierlich in die Kirche übertragen und in der Mitte des Altares angebracht.

Die Wallfahrt auf den Mariahilfberg in Mondsee wuchs rasch zu solcher Größe an, dass die jährlichen Opfergeldeinnahmen ein Drittel jener von St. Wolfgang im 17. Jahrhundert erreichten. Es entstanden Sagen und Legenden über die Kirche und das Gnadenbild. Die Pilger sangen Marienlieder, die von der Mondseer Mariahilfkirche erzählten. Die Verehrung der Mariahilf- Bilder hatte von Passau ihren Ausgang genommen und wuchs zu ähnlicher Popularität an, wie später Lourdes und Fatima. Der Ruf "Maria hilf!" wurde in Stoßgebeten und Litaneien, in persönlicher Not und liturgischen Andachten oft gebetet. Die Anrufung der Hilfe Mariens sollte in der Türkennot von 1683 auch politische Dimension erhalten. So gab das christliche Befreiungsheer beim Entsatz von Wien für den Tag der Entscheidungsschlacht als Kampfruf die Devise aus: "Maria Hilf!" Noch heute sind in den meisten Kirchen im bayrisch- österreichischen Raum Mariahilf- Bilder zu finden.

Da das Vorjahr mit den Feierlichkeiten „500 Jahre Mondseeland bei Österreich“ ausgefüllt war, wird an das Jubiläum zum 300-jährigen Bestehen der Mariahilf- Wallfahrt in Mondsee erst heuer in Form einer feierlichen Vesper und einer Sonderausstellung erinnert. Dabei wird die Geschichte der Mariahilf- Bewegung von der Schlacht bei Lepanto (1571) an ebenso thematisiert wie die Geschichte der alten Ulrichskirche, der Umbau und die Ausstattung der Wallfahrtskirche, die Geschichte der Mondseer Wallfahrt und des Gnadenbildes. Die Ausstellung wird vom Leiter des Museum Mondseeland, Mag. Anton Reisinger, gestaltet und ist vom 3. Juni bis 28. Oktober in der gotischen Klosterbibliothek im Museum Mondseeland zu sehen.


Museum Mondseeland, Wredeplatz (Eingang neben der Basilika), 5310 Mondsee

Sonntag, 3.Juni 2007, 19.00 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung im Rahmen einer feierlichen Vesper in der Basilika Mondsee.
Einführende Worte von Mag. Anton Reisinger,
anschließend Besichtigung der Ausstellung

Öffnungszeiten:
3. Juni bis 24. Juni 2006 Di – So 10.00 bis 17.00 Uhr
26. Juni bis 2. September 2006 Di – So 10.00 bis 18.00 Uhr
4. September bis 1. Oktober 2006 Di – So 10.00 bis 17.00 Uhr
2. Oktober – 28. Oktober 2006 Sa, So u. Feiertag 10.00 bis 17.00 Uhr

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