RTL-Sendung "DSDS" - 7 Fragen zur Glaubwürdigkeit !

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Veröffentlicht am: 08.05.2007 18:23
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


(Presseportal Pressefeuer) - Mark Medlock (28) ist Deutschlands neuer Superstar. 78,02 Prozent der Zuschauer wählten den arbeitslosen Hessen am vergangenen Samstag zur Nummer 1 der vierten DSDS-Staffel. Der bekennende Schwule hat sich damit gegen 28.596 Konkurrenten durchgesetzt. Zweiter wurde Mama´s Liebling Martin “Blue Eyes“ Stosch, der deutlich hinter dem Sieger des Wettbewerbs zurückblieb.

Muss man sich fragen warum?
Eigentlich nicht. Wir tun´s dennoch.

Punkt 1: Martin Stosch hatte die wesentlich größere Fanbase, und weshalb diese notorischen „Handy-Quäler“ der Medlock´schen Fangemeinde nun am Ende doch unterlagen, ist zumindest fraglich.

Punkt 2: Martin Stosch hatte im alles entscheidenden 3. Durchgang den wesentlich schlechteren Titel „vorgesetzt“ bekommen. Wollten die Macher ihm damit bewusst einen schlechteren Stand gegenüber seinem Konkurrenten Mark Medlock verschaffen? Der nämlich hatte mit dem Song „Now or Never“ die wesentlich einprägsamere Melodie, den aus Sicht des Laien wesentlich besseren Song. War auch dies reines Kalkül, um Medlock eine bessere Chance auf den Sieg zu verschaffen?

Punkt 3: Lisa Bund musste die Show verlassen, weil „angeblich“ zu wenig Leute für Sie anriefen. Sie verlor gegen Martin Stosch, was heißen muss, dass Martin Stosch mehr Fans als Lisa Bund hat. Das aber ist höchst merkwürdig, sprechen die Zahlen doch eine andere Spreche. So zeigt Google zum Suchbegriff: „Lisa Bund“ ganze 792.000 Einträge auf rund 700 Seiten im Netz. Martin Stosch hingegen kommt nur auf 586.000 Einträge in nicht einmal 600 Seiten. Hat er deshalb weniger Fans?

Bei „Google-Bilder“ steht der Unterschied gar 2040 Bilder (Martin Stosch) zu 2710 Bildern (Lisa Bund). Sicher nicht repräsentativ diese Erhebung, aber zumindest ein Indiz dafür, dass Lisa Bund gegen Martin Stosch den deutlich besseren Stand hatte. War Sie eine zu große Konkurrenz für Medlock im Finale? Musste Sie deshalb die Show bereits im Halbfinale verlassen? Und wenn ja, wer dreht da hinter den Kulissen an den Knöpfen, respektive am Ted-Ergebnis?

Punkt 4: Mit Mark Medlock kann man mehr Platten verkaufen. Grund: Lisa Bund, der deutsche Kelly Clarkson-Verschnitt, ist aus Sicht der Macher weniger attraktiv, weil eine Kelly Clarkson gibt es ja schon, warum also in eine 2. Kelly Clarkson investieren? Nehmen wir doch lieber jemanden wie Medlock, der eine Marktlücke füllt. Zitat Dieter Bohlen: „...Den kann man als Konkurrenz zu Xavier Naidoo aufbauen [...] Wir hoffen das die Platte in ganz Europa rauskommt“.

Ein Vorhaben das mit Martin Stosch undenkbar gewesen wäre. Zu austauschbar, zu wenig Personality in Stimme und Aura. Zu wenig Eigenständiges. Zudem darf man nicht vergessen, dass unsere „Superstars“ im Ausland völlige No-Names sind, und sie dort quasi bei Null anfangen. Nicht auszuschließen, dass dies in das Kalkül der DSDS-Macher in Punkto „Medlock“ mit einfloss.

Punkt 5: Wenn Medlock der bessere Kandidat für ein europaweites Marketing ist, dann sollte eigentlich klar sein, welchen Sieger die Macher sich gewünscht hatten. Die Frage ist dann nur noch, wie man den Zuschauer auf einen Medlock´schen Sieg trimmt. Hängt es doch von diesen externen Stimmen ab wer weiter kommt und wer die Show verlassen muss. Und wenn man angesichts notarieller Anwesenheit schon nicht am Ergebnis drehen kann, ( Gegenteiliges bleibt wohl unbeweisbar), muss man nur noch einen Weg finden wenigstens das Publikum und die Zuschauer auf Medlock einzuschwören. Vielleicht ja damit: Man gibt dem Medlock einfach den besseren Song und die Jury stimmt am Ende in der Prognose-Sitzung ebenfalls für Medlock. Das Licht, die Atmo und das ganze Drumherum während des Auftritts fokussiert sich voll auf Medlock (siehe gleißendes Licht, Bühnenbild, etc. pp.). Mit feinen Tricks wird dem Zuschauer suggeriert Medlock sei bereits Sieger. So wird ein künftige Sieger beispielsweise auch niemals als Nr. 1 in der Reihenfolge der Auftritte antreten, sondern immer an zweiter Position, also nach dem vermeintlichen Herausforderer. Psychologisch hat dies den Effekt, dass der Zuschauer sich dem 2. Kandidaten, in dem Fall Medlock, wesentlich näher fühlt als dem 1. Kandidaten (Stosch). Wer bei RTL hat diese Reihenfolge der Auftritte festgelegt? Waren es die gleichen Leute die Mark als Sieger sehen wollten?
Dieter Bohlen: „Nur der Sieger der Show bekommt die volle Aufmerksamkeit, den vollen Support. Ohne dem Sieg wäre es für Medlock deutlich schwerer geworden im Gespräch zu bleiben.“

Wem Bohlen favorisierte wissen wir ja.

Punkt 6: Im Finale wurden deutlich weniger Stosch-Fans in die Halle gelassen als Medlock-Fans. Warum wohl? Sollte der Beifall für Martin etwa geringer ausfallen als bei Medlock? Bei Medlock gab es Zugabe-Rufe, bei Martin kaum, weil nicht hörbar. Lag es an der fehlenden Menge Zuschauer die Stosch zur Seite standen? Sollte er damit von vornherein in die Verlierer-Ecke gedrängt werden?

Punkt 7: Der Sieg von Mark Medlock könnte bereits vor dem Ende des Finales beschlossene Sache gewesen sein. Zitat Dieter Bohlen: „Bei Martin ... das sind alles Teenies, die sind zu wankelmütig, da kommt heute Tokio Hotel, morgen „Shanghai Zimmer“ und übermorgen „Tötensen-Wer weiß-Was!“. Das kann einfach auch ganz schnell vorbei sein. Nur bei Mark, da ist die Zielgruppe etwas älterer, dankbarer, da kann man evtl. auch ein zweites oder drittes Album verkaufen.“

Was ja im Interesse der Macher ist, weil die dann mehr Geld verdienen. Jedenfalls mehr als mit Martin „Schlaftablette“ Stosch.

Fazit: Gut möglich, dass Mark Medlock die meisten Anrufe am vergangenen Samstag hatte, und dass die Teenie-Fraktion nicht stark genug war um der Massen Medlock´schen Lagers Herr zu werden. Wie Medlock aber in diese Position erst kommen konnte, könnte man auch als Ergebnis erfolgreichen Taktierens bezeichnen. Den Zuschauer mit psychologischen Tricks und konventionellen Seh-Gewohnheiten so weit wie es nur geht manipulieren, das könnte der Plan gewesen sein. Fragt sich nur, ob eine solche Verschwörung nun tatsächlich auch stattgefunden hat, oder ob dies Alles eher ins Reich der Fabeln gehört.

Im Fernsehen geht es in erster Linie um Quote und Werbeverkäufe. RTL konnte zuletzt 37.000 EUR pro halbe Minute vom Werbetreibenden verlangen. Plus die Einnahmen aus den Sonderrufnummern (0.50€/min). Wie glaubhaft ist es dann, das bei einer Multi-Millionen-Dollar-Produktion auch nur irgendetwas dem Zufall überlassen wird? Das der Mob von der Straße tatsächlich allein entscheiden kann mit wem sich RTL und Dieter Bohlen die nächsten paar Monate das Wohnzimmer teilen? Wer also hat diesen Superstar gewählt? Das Volk oder die Macher hinter RTL? Im Falle Letzteren gäbe es vermutlich nur 2 oder 3 Leute, die in eine solche gigantische Manipulation eingeweiht wären. Der Rest, einschließlich der Jury, bliebe wahrscheinlich ahnungslos. Und so bleibt allenfalls abzuwarten, ob ein solches brisantes Geheimnis, wenn es denn existiert, nicht doch noch irgendwann das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

DSDS - Traum oder Alptraum?

Mark Medlock, dem Sieger der aktuellen 4. Staffel kann dies Alles freilich „Wurscht“ sein. Er jedenfalls fands „zum abspritzen geil“ und dass er sein Mikro unmittelbar nach diesen, aus konservativer Sicht möglicherweise entgleisenden Worten, schon mal für 30 Sekunden zwischen die Beine klemmte, zeigt das er das PR-Business inzwischen schon bestens verstanden hat.

Der Rest der Teilnehmer wird wohl wie gehabt zum Spielball der Mächtigen der Branche. Die Nummer 2 und 3 des Contests haben vorerst keine Chance auf eine Fortsetzung der zuletzt glorreichen Publicity. Denn alles konzentriert sich jetzt erst einmal auf den Sieger. „Nur der bekommt den vollen Support“. Die Verlierer könnten dann freilich noch bei Sat1 und Pro7 anklopfen, nur promoten die erfahrungsgemäß keine RTL-Stars. Insofern wird es für die Verlierer nun deutlich schwerer, was die Fortsetzung ihrer Karriere anbelangt. Auch weil das Wegbrechen der Medienpräsenz dem Konsumenten in erster Linie den Eindruck vermittelt, sein Liebling sei inzwischen in der Versenkung verschwunden. Schade eigentlich für Riesen-Talente wie Lisa Bund, der nun das DSDS-Image eine lange Zeit anhaften wird, und die genau aus diesem Grunde wahrscheinlich in nächster Zeit auch keinen nennenswerten Durchbruch erfahren wird.

Zudem ist es doch höchst merkwürdig, warum die Protagonisten der früheren DSDS Staffeln immer wieder und so kontinuierlich in der Versenkung verschwinden. Steckt da etwa System hinter? Was wurde aus Vanessa Jean Dedmon, Mike Leon Grosch, Tobias Regner, Elli Erl, Küblböck & Co.? Warum hört man von denen nichts mehr oder im besten Fall nur sehr wenig? Warum müssen Einige von denen heute über die Dörfer tingeln und in drittklassigen Karaoke-Shows auftreten? Vielleicht weil es ein ungeschriebenes Medien-Gesetz gibt, das verbietet, dass „solche“ Stars dauerhaft nach oben kommen. Warum und weshalb würde den Rahmen dieses Artikels hier sprengen. Eines jedoch sollte klar sein, wer bei DSDS unterliegt, schaufelt sich in der Regel sein eigenes Grab, welches tief in der Schublade des Vergessens ankert, und zwar für lange, lange Zeit. |||||||||||| Eugene van Diek

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