Halligbewohner fordern mehr Maßnahmen zur CO2-Reduzierung

Veröffentlicht von: Biosphäre Die Halligen
Veröffentlicht am: 20.02.2007 16:11
Rubrik: Urlaub & Reise


(Presseportal Pressefeuer) - Tönning, 20. Februar 2007 – Die Bewohner der norddeutschen Halligen fordern von Europäischer Union und Bundesregierung die geplanten Maßnahmen zur CO2-Reduzierung zügig umzusetzen. Die vorgeschlagene Umstellung der KFZ-Steuer sei nur ein Anfang, es müssten weitreichende Auflagen für den Klimaschutz sowie Abgaben für jeglichen Energieverbrauch nach der Menge der ausgestoßenen Schadstoffe geben, teilte die Geschäftsstelle Biosphäre Halligen des Amtes Pellworm mit. Die Entwicklung und Förderung schadstoffarmer Autos wie z. B. Wagen mit Hybridantrieb solle mit der Schadstoffabgabe gefördert werden.

Als "Atolle von Deutschland" wären die Halligen von dem befürchteten Anstieg des Meeresspiegels infolge der globalen Erwärmung aufgrund ihrer ungeschützten Lage wohl erstes Opfer des Klimawandels in Europa. Die Halligen, von denen einige autofrei sind, fordern deshalb aktive Maßnahmen, die zur CO2-Reduzierung beitragen. Mit den "deutschen Atollen" ist ein weltweit einzigartiges Phänomen bedroht.

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Seit Oktober 2004 gehören die fünf bewohnten Halligen Langeneß, Oland, Hooge, Nordstrandischmoor und Gröde zum „Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen“, kurz: „Biosphäre Halligen“. Damit sind sie Teil eines weltweiten Netzes von UNESCO-Modellregionen, in denen das Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft entwickelt und erprobt wird. Zu den Zielen gehören der Schutz der Natur, eine nachhaltige umweltgerechte Landnutzung, die Förderung der sozialen Entwicklung sowie Bildung, Forschung und Umweltbeobachtung. In der Biosphäre Halligen werden verschiedene Projekte zur Umsetzung einer nachhaltigen Regionalentwicklung verwirklicht, z. B. neue Tourismuskonzepte und die Förderung der regionalen Identität durch Schulprojekte.
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