Seit 75 Jahren schreibt das AußenwirtschaftsCenter Lissabon der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Was als kleiner Knotenpunkt für österreichische Unternehmen begann, hat sich zu einem unverzichtbaren Netzwerk entwickelt, das heimische Betriebe dabei unterstütz
Seit 75 Jahren schreibt das AußenwirtschaftsCenter Lissabon der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Was als kleiner Knotenpunkt für österreichische Unternehmen begann, hat sich zu einem unverzichtbaren Netzwerk entwickelt, das heimische Betriebe dabei unterstützt, den portugiesischen Markt zu erobern und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Portugal zu stärken.
Die Zahlen sprechen für sich: In den letzten zehn Jahren haben österreichische Exporteure ihre Ausfuhren nach Portugal um beeindruckende 84 Prozent gesteigert, was einem Gesamtwert von rund 580 Millionen Euro entspricht. Diese beeindruckende Entwicklung ist nicht nur ein Indikator für das Potenzial, das der portugiesische Markt bietet, sondern auch für die effektive Arbeit des AußenwirtschaftsCenters in Lissabon.
Portugal hat sich in den letzten Jahren zu einem der am schnellsten wachsenden Tech-Hubs Europas entwickelt. Die Hauptstadt Lissabon ist bekannt für ihre dynamische Start-up-Szene und beherbergt Veranstaltungen wie den renommierten ‚Web Summit‘. Diese Faktoren machen Portugal zu einem attraktiven Standort für österreichische Unternehmen, die innovative Technologien und Dienstleistungen anbieten. Laut dem WKÖ-Wirtschaftsdelegierten in Lissabon, Günther Schabhüttl, nutzen österreichische Unternehmen diesen Aufschwung intensiv, was die starke Präsenz von über 500 Teilnehmern am ‚Web Summit‘ im vergangenen Jahr eindrucksvoll belegt.
Die geografische Lage Portugals macht es zu einem idealen Sprungbrett für österreichische Firmen, die neue Märkte in Afrika und Südamerika erschließen möchten. Traditionell ist Portugal ein Knotenpunkt für den Handel mit diesen Regionen, was durch gemeinsame historische Bande und Handelsbeziehungen weiter begünstigt wird. Das macht das AußenwirtschaftsCenter Lissabon zu einem strategischen Partner für österreichische Unternehmen, die über den europäischen Markt hinaus expandieren wollen.
Unter den Exportschlagern Österreichs in Portugal finden sich Maschinen und mechanische Geräte, elektrische Maschinen sowie Zugmaschinen und Kraftwagen. Diese Produkte sind dicht gefolgt von pharmazeutischen Erzeugnissen und Kunststoffen. Laut Analysen des International Trade Center (ITC) besteht ein zusätzlich nutzbares Exportpotenzial von rund 350 Millionen Euro, insbesondere in den Bereichen Maschinenbau und Automotive.
Die jüngste Wirtschaftsdelegationsreise „Women only“ von „Frau in der Wirtschaft“ führte die Teilnehmerinnen zu einigen der innovativsten Hotspots Portugals. Die Unicorn Factory Lisboa, eine Vorzeigeinitiative zur Unterstützung von Gründerinnen und Gründern, und der Beato Innovation District, ein Zentrum für Start-ups und neue Technologien, standen im Mittelpunkt der Reise. Diese Orte sind nicht nur ein Beweis für die Innovationskraft Portugals, sondern bieten auch österreichischen Unternehmerinnen die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen und wertvolle Netzwerke aufzubauen.
Die zukünftigen Aussichten für österreichische Unternehmen in Portugal sind vielversprechend. Mit einem weiterhin wachsenden Tech-Sektor und der strategischen Bedeutung als Brücke zu anderen Märkten bleibt Portugal ein attraktiver Standort für österreichische Investitionen. Die WKÖ plant, ihre Unterstützung für österreichische Unternehmen weiter auszubauen, um ihnen den Zugang zu diesen Märkten zu erleichtern und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Portugal weiter zu vertiefen.
Die Bedeutung dieser Beziehungen wird auch durch die Aussage von WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz unterstrichen, die betont, dass das AußenwirtschaftsCenter Lissabon zahlreiche rot-weiß-rote Erfolgsgeschichten aktiv mitgestaltet. Diese Erfolgsgeschichten sind ein Beweis für die enge Verbindung und die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, die auch in Zukunft weiter gefördert werden soll.