Wien (OTS) – 397 Menschen sind im abgelaufenen Jahr 2025 auf
Österreichs Straßen
tödlich verunglückt. Das sind um 46 oder 13,1 Prozent mehr als im
Jahr 2024 (351 Getötete) und liegt in etwa auf dem Niveau von 2023.
Langfristig bedeutet dies die fünftniedrigste Opferzahl seit Beginn
der Aufzeichnungen im Innenministerium im Jahr 1950. Nur in den
Jahren 2020 bis 2022 und 2024 lag die Zahl ebenfalls unter 400 und
sind noch weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

397 Verkehrstote sind weniger als ein Siebtel der Todesopfer vom
Jahr 1972, dem Jahr mit den bisher meisten Todesopfern (2.948). Im
Vergleich dazu hat sich die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in
Österreich seit 1972 von 2,5 Millionen auf 7,4 Millionen im Jahr 2025
nahezu verdreifacht.

Jeder schwere Verkehrsunfall ist mit viel Leid für die Opfer und
deren Angehörige verbunden, deshalb ist größtmögliche
Verkehrssicherheit ein wichtiges Anliegen der Bundespolizei. Neben
der zielgerichteten Überwachung und Kontrolle sind Prävention und
Bewusstseinsbildung wesentliche Mittel der Exekutive zur Verhinderung
von Unfällen.

Bundesländer und Verkehrsbeteiligung

Im Burgenland gab es im abgelaufenen Jahr 19 Verkehrstote (2024:
15), in Kärnten 35 (30), in Niederösterreich 108 (84), in
Oberösterreich 73 (72), in Salzburg 24 (28), in der Steiermark 65 (63
), in Tirol 44 (32), in Vorarlberg 14 (7) und in Wien 15 (20).

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen 2025 verloren 164 Pkw-Insassen
ihr Leben, 81 Motorradfahrer (davon 22 mit Leichtmotorrädern), 65
Radfahrer (davon 31 mit Elektro-Fahrrädern), 53 Fußgänger, 11 Lkw-
Insassen (davon 9 im Klein-Lkw), 8 Lenker von Zug- und
Arbeitsmaschinen, 7 Mopedfahrer, 6 Lenker von E-Scootern und 2
sonstige Beteiligte.

Gegenüber dem Vorjahr gibt es eine Verdoppelung der Zahl der
getöteten Radfahrer und E-Bike-Lenker (2024: 32; 2025: 65) und
langfristig die höchste Opferzahl seit dem Jahr 2002 (80 getötete
Radfahrer). In diesem Detailbereich gab es heuer bereits vermehrt
straßenpolizeiliche Schwerpunktaktionen, in Abstimmung mit den
jeweils örtlich zuständigen Verkehrsbehörden.

Unfallursachen

Die Ursachen der tödlichen Verkehrsunfälle teilen sich auf in
Unachtsamkeit/Ablenkung (30,5 Prozent), nicht angepasste
Fahrgeschwindigkeit (25,3 Prozent), Vorrangverletzung (16,6 Prozent),
Fehlverhalten von Fußgängern (6,3 Prozent), gesundheitliche
Beeinträchtigungen (4,5 Prozent), Missachtung von Geboten/Verboten (
3,9 Prozent), Überholen (3,7 Prozent) und sonstige Ursachen (2,4
Prozent). Alkohol, Drogen oder Medikamente waren bei 26 oder 6,8
Prozent der tödlichen Unfälle gegeben.

Gegenüber 2024 gab es bei den wichtigsten Ursachen leichte
Anstiege. Bei den Ursachen Überholen, Alkohol, Drogen oder
Medikamente und gesundheitliche Beeinträchtigungen wurden hingegen
Rückgänge registriert.

149 oder 39,1 Prozent aller tödlichen Unfälle (381) sind
Alleinunfälle, es war also nur ein Fahrzeug am Unfall beteiligt.

Straßenarten und Ortsgebiet/Freiland

45 Verkehrstote gab es auf Autobahnen und Schnellstraßen; das
bedeutet einen Anteil von 11,3 Prozent an allen Verkehrstoten und
einen Anstieg um 13 Getötete gegenüber 2024 (32). Der Großteil der
tödlichen Unfälle ereignet sich auf den ehemaligen Bundesstraßen (147
Getötete), gefolgt von Landesstraßen (114) und sonstigen Straßen (91)
. 294 Verkehrsteilnehmer (74,1 Prozent) kamen im Jahr 2025 im
Freiland ums Leben, 103 oder 25,9 Prozent im Ortsgebiet.

Unfälle mit beteiligten Minderjährigen

Acht Kinder im Alter bis 14 Jahre kamen im Straßenverkehr 2025
ums Leben, davon drei als Radfahrer, je zwei als Fußgänger und Pkw-
Insassen und ein Kind mit einem E-Scooter. 2024 verunglückten vier
und 2023 sieben Kinder tödlich. Ein Kind im Alter von sieben Jahren
kam 2025 bei einem Schulwegunfall ums Leben.

Schwerster Unfall

Der schwerste Verkehrsunfall des vergangenen Jahres ereignete
sich am 1. April 2025 auf der A2 Südautobahn im Bezirk Neunkirchen,
Niederösterreich. Bei einem Auffahrunfall eines Pkw-Lenkers auf einen
Sattelzug wurden fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine getötet.