Wien (OTS) – „Francesca Ferlaino ist eine herausragende
Wissenschafterin und
inspirierende Persönlichkeit, die mit ihrer exzellenten Forschung in
der Quantenphysik zur internationalen Spitze zählt. Zugleich ermutigt
sie als Rolemodel Frauen, ihren Weg in den Naturwissenschaften
konsequent zu gehen. Mit dem von ihr gegründeten Netzwerk
“atom:innen” stärkt sie Vernetzung, Austausch und Zusammenhalt von
Frauen in der Quantenphysik. Darüber hinaus ist Ferlaino eine
begnadete Wissenschaftskommunikatorin, die es schafft, komplexe
Forschung verständlich zu machen und zu zeigen, warum sie für unseren
Alltag relevant ist. Ich gratuliere Francesca Ferlaino herzlich zur
Wahl zur Wissenschafterin des Jahres durch den Klub der Bildungs- und
Wissenschaftsjournalist:Innen“, betont Wissenschaftsministerin Eva-
Maria Holzleitner.
Die 49-jährige gebürtige Neapolitanerin promovierte 2004 an der
Universität Florenz und dem dortigen European Laboratory for Non-
Linear Spectroscopy (LENS). 2006 kam sie als Gastwissenschafterin an
die Universität Innsbruck und baute dort ihre eigene Forschungsgruppe
am Institut für Experimentalphysik auf. Dort ist sie heute
Professorin für Atomphysik mit dem Spezialgebiet ultrakalte
Quantengase. Seit 2014 ist Ferlaino wissenschaftliche Direktorin am
Innsbrucker Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI)
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), in der sie
auch Mitglied ist. Ferlaino wurde vielfach ausgezeichnet: 2009
erhielt sie den START-Preis, Österreichs höchste Auszeichnung für
Nachwuchswissenschafter, und 2010 einen ERC Starting Grant.
Ferlaino ist die zwölfte Frau, der der Klub der Bildungs- und
Wissenschaftsjournalist:innen den Titel „Wissenschafterin des Jahres“
verleiht, nach der Pionierin, der Transplantationschirurgin
Hildegunde Piza der Universität Innsbruck (2000), der Klimaforscherin
Helga Kromb-Kolb (2005), der Archäologin Sabine Ladstätter (2011),
der Gletscherforscherin Andrea Fischer (2023) oder zuletzt der
Sozioökonomin Sigrid Stagl (2024).
Die Kür zur Wissenschafterin bzw. Wissenschafter des Jahres gibt
es seit 1994. Seither zeichnet der Klub der Bildungs- und
Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten jedes Jahr jene
Forscherin bzw. jenen Forscher aus, die bzw. der sich „besonders um
die leicht verständliche Vermittlung ihrer Arbeit verdient gemacht
und damit auch das Image der österreichischen Forschung in der
breiten Öffentlichkeit gehoben“ hat.