Wien (OTS) – Der Vorstoß von Bildungsminister Christoph Wiederkehr,
MA, bundesweit
einheitliche Mindeststandards für Kindergärten und Horte gesetzlich
zu verankern, ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt zur
Stärkung der Qualität in der Elementarpädagogik. KIWI – Kinder in
Wien als zweitgrößter Kindergarten- und Hortbetreiber in der
Bundeshauptstadt begrüßt diese Initiative ausdrücklich.

Seit Jahren weist KIWI – Kinder in Wien darauf hin, dass die
derzeitigen unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern – etwa
bei Gruppengrößen, Betreuungsschlüsseln, Qualifikationen und
Berufsprofilen – zu massiven Ungleichheiten führen. Diese
Unterschiede gehen zulasten der Kinder, der Eltern und vor allem der
pädagogischen Fachkräfte.

„Ein bundeseinheitlicher Mindeststandard schafft endlich
Klarheit, Vergleichbarkeit und Qualitätssicherheit – und ist auch ein
entscheidender Hebel im Kampf gegen den akuten Personalmangel“,
betont Thomas-Peter Gerold-Siegl, MBA, wirtschaftlicher Leiter und
Geschäftsführer von KIWI – Kinder in Wien.

Zwtl.: Unterschiedliche Bezahlung inakzeptabel

Mit Nachdruck fordert KIWI – Kinder in Wien im Zuge dieser Reform
eine bundesweit einheitliche, gerechte und gleiche Bezahlung für alle
Beschäftigten in der Elementarpädagogik – unabhängig vom Bundesland
oder Träger. „Es braucht bundesweit gleiche Bezahlung sowohl für
pädagogische Fachkräfte als auch für Assistent*innen. Wer Qualität
will, muss faire Bezahlung sicherstellen“, sagt Mag.a Gudrun Kern,
pädagogische Leiterin und Geschäftsführerin von KIWI.

Zeit für Qualität braucht gesetzliche Absicherung – und
qualitätsvolle Bildung bzw. Betreuung endet nicht mit der Anwesenheit
der Kinder. KIWI – Kinder in Wien fordert daher:

– eine gesetzlich verankerte Vorbereitungszeit,

– bezahlte Elternarbeitszeit für Elterngespräche, Dokumentation und
Kooperation sowie

– eine Senkung der Kinderdienststunden, um Überlastung zu vermeiden
und pädagogische Qualität nachhaltig zu sichern.

Diese Maßnahmen sind zentrale Voraussetzungen für gute
Bildungsarbeit, gesunde Arbeitsbedingungen und langfristige
Personalbindung.

Zwtl.: Qualität braucht Finanzierung

Alle Verbesserungen – sowohl bei der österreichweiten
Qualitätsvereinheitlichung als auch bei den Arbeitsbedingungen der
Mitarbeitenden – müssen durch ausreichende öffentliche Fördermittel
finanziert werden.

„Wer höhere Standards fordert, muss auch bereit sein, diese zu
finanzieren. Andernfalls besteht die Gefahr, dass entweder die
Qualität leidet oder Eltern noch stärker finanziell belastet werden.
Das darf nicht der Weg sein“ , stellen die KIWI-Geschäftsführenden
Mag.a Gudrun Kern und Thomas-Peter Gerold-Siegl, MBA klar.

Zwtl.: Gemeinsame Verantwortung für Kinder

KIWI – Kinder in Wien unterstützt den Ansatz einer starken
bundesgesetzlichen Rahmensetzung mit gleichzeitiger Verantwortung der
Länder und Gemeinden in der Umsetzung. Kinder sind keine
Verhandlungssache zwischen Gebietskörperschaften – sie haben ein
Recht auf gleiche Bildungs- und Betreuungschancen, unabhängig von
ihrem Wohnort. KIWI steht bereit, seine langjährige praktische
Expertise aktiv in den weiteren Reformprozess einzubringen – im
Interesse der Kinder, der Familien und der Pädagog*innen.

Kinder in Wien (KIWI ) ist ein privater Trägerverein, der derzeit
an 91 Standorten in Wien Kindergärten und Horte betreibt. KIWI hat
aktuell rund 1.700 Mitarbeiter*innen, die in 371 Kindergarten- und
Hortgruppen um die 8.000 Kinder im Alter von einem Jahr bis zehn
Jahre auf ihrem Bildungsweg begleiten.

Link: www.kinderinwien.at