Wien (OTS) – Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt seit Monaten
kontinuierlich
an – auch im Dezember 2025. „Statt Sparmaßnahmen braucht es jetzt
zielgerichtete Investitionen in eine aktive Arbeitsmarktpolitik”,
sagt Helene Schuberth, ÖGB Bundesgeschäftsführerin.

(Weiter-)Qualifizierung ist dabei das Um und Auf. „Wer heute
nicht ausbildet und weiterbildet, zahlt morgen doppelt – mit
steigender Arbeitslosigkeit, Produktionsausfällen, Überlastung der
Beschäftigten und wachsender Ungleichheit“, so Schuberth. Es brauche
ein Recht auf Qualifizierung mit sozialer Absicherung sowie gezielte
Angebote für ältere Arbeitnehmer:innen und Menschen ohne formalen
Abschluss.

Der österreichische Arbeitsmarkt steht vor einem Wendepunkt.
Kurzfristig wirkt die Lage stabil, langfristig steuern wir jedoch auf
massive Engpässe zu. „In den nächsten Jahren gehen viele erfahrene
Arbeitnehmer:innen in Pension. Wenn wir jetzt nicht handeln, fehlen
uns morgen zehntausende Fachkräfte“, warnt die ÖGB
Bundesgeschäftsführerin.

Der ÖGB fordert von der Politik einen klaren Kurswechsel: Aktive
Arbeitsmarktpolitik muss als zentrale Zukunftsinvestition verstanden
werden. „Gute Arbeit, faire Bedingungen und lebenslanges Lernen
entscheiden jetzt darüber, ob wir den Fachkräftebedarf der Zukunft
bewältigen – oder vor einem arbeitsmarktpolitischen Desaster stehen“,
so Schuberth abschließend.