Wien (OTS) – Arnulf Rainer ist heute verstorben.

Mit ihm verliert Österreich eine der bedeutendsten Stimmen der
Kunst nach 1945 und einen der radikalsten Erneuerer der
internationalen Nachkriegskunst. 1978 vertritt Rainer Österreich bei
der Biennale, dreimal wird sein Werk auf der documenta gezeigt, seit
1981 lehrt er an der Akademie der bildenden Kunst in Wien. Große
Ausstellungen in den bedeutendsten Museen in New York, Amsterdam,
Paris oder München unterstreichen früh Rainers überragende Bedeutung.

Ich kannte Arnulf Rainer seit mehr als 40 Jahren persönlich und
hatte das große Privileg, über Jahrzehnte hinweg mehrere
Retrospektiven und Sonderausstellungen zu seinem Werk realisieren zu
dürfen.

So kompromisslos und intransigent er in seiner Kunst und seinem
Denken war, so warmherzig, großzügig und zugewandt war er als Mensch.

Sein Werk war und ist für Generationen von Künstlern und
Künstlerinnen Maßstab – weit über die Grenzen Österreichs hinaus:
Arnulf Rainer prägt bis heute unser Verständnis für Radikalität und
existenzielle Tiefe in der Kunst nach 1945.

Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder
Generaldirektor der Albertina em. und seit September 2025
Geschäftsführer des WIENER AKTIONISMUS MUSEUMS