Balakirew mit Jonas Lohrmann

Dessau

Am 25. Januar 2020 gewann Jonas Lohrmann als einziger beim Regionalwettbewerb von “Jugend musiziert” in Köthen (Anhalt) den Ersten Preis. Eine Woche nach seinem Wertungsvorspiel nahm Jonas Lohrmann beim traditionellen Preisträgerkonzert von “Jugend musiziert” teil. Er spielte dort seine Toccata von Mili Alexejewitsch Balakirew und erhielt sehr großen Beifall.

Am 17. Juni 2020 spielte der bald 16-jährige Nachwuchspianist erneut seine Toccata erstmals nach dem Corona breakdown vor Publikum. Richtig schlecht wird die Toccata von Mili Alexejewitsch Balakirew nie gespielt. Dafür ist es zu schwer. Viele Pianisten kommen mit diesem Werk technisch klar. Aber darin erschöpfen sich die meisten Aufführungen auch schon.
Jonas Lohrmann ist da bereits einen Schritt weiter. Der bald 16-jährige streichelt den Tiger, als sei es ein Kätzchen. Auch kurz vor Schluss bleibt er der souveräne Dompteur der Musik. Das Erstaunliche ist, wie Jonas dieses Werk interpretiert hat. Er gibt sich nicht mit dem Pathos und der großen Geste zufrieden. Er spielt damit. Auch bei Kraftstellen überrascht eine unglaublich differenzierte Klangkultur. Da dröhnt nichts. Bei ihm fällt das Werk auch nicht nach dem ersten Satz ab. Und die phänomenale Technik steht auch nicht im Vordergrund: Sie ist Mittel zum künstlerischen Zweck. Eine frische, lebendige Interpretation, an dem der Nachwuchspianist offensichtlich selbst die allergrößte Freude hat, die sich wiederum aufs Publikum im gut gefüllten Saal überträgt. Nach der Toccata folge minutenlang Beifall und ein Zugabestück von Edvard Grieg, das er eigentlich beim I. Internationalen Grieg Klavierwettbewerb in Leipzig vorgetragen hätte.

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hedikraft32@gmail.com, musicstars.co

Bildernachweis

Jonas Lohrmann übt in dem Georg Philipp Telemann Konservatorium - Magdeburg, 2020

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