Am 21. Juli 2025 hat der Österreichische Cannabis Bundesverband (ÖCB) eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Der Start des monopolisierten CBD-Verkaufs in Trafiken könnte das Ende für rund 500 Fachgeschäfte in Österreich bedeuten, die über 1.000 Menschen beschäftigen. Der Obmann des ÖCB, Klaus Hü
Am 21. Juli 2025 hat der Österreichische Cannabis Bundesverband (ÖCB) eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Der Start des monopolisierten CBD-Verkaufs in Trafiken könnte das Ende für rund 500 Fachgeschäfte in Österreich bedeuten, die über 1.000 Menschen beschäftigen. Der Obmann des ÖCB, Klaus Hübner, betont die Gefahr: „Statt Zusammenarbeit wie in anderen EU-Ländern setzt die Regierung auf Verdrängung – und riskiert Jobs, Beratung und Steuereinnahmen. Wir wollen Koexistenz, nicht Konfrontation.“
Der ÖCB kritisiert, dass Trafiken nicht über das notwendige Fachwissen verfügen, um Konsumenten adäquat zu beraten. „Fachgeschäfte beraten seit Jahren mit Know-how zu Qualität, Konsum und Anwendung – in Trafiken fehlt dieses Wissen. Trafikanten verkaufen Tabakwaren – aber kein Wissen über Hanf. Wer Cannabis nur als Rauchware versteht, hat nichts verstanden – und gefährdet den verantwortungsvollen Umgang mit dem Produkt“, so Hübner.
Die bisherige CBD-Branche hat stark auf regionale und nachhaltige Landwirtschaft gesetzt. Das neue System, das auf Massenproduktion aus monopolgeschützten Gärtnerei-Fabriken setzt, könnte diese Bemühungen zunichtemachen. „Es zerstört regionale Betriebe und drängt kleine Produzenten aus dem Markt“, warnt der ÖCB.
Die vermeintlichen Steuervorteile durch den Trafikverkauf könnten sich als Illusion erweisen. Der ÖCB sieht hunderte Millionen Euro an Umsatz und Steuerleistung der CBD-Branche in Gefahr, geopfert für ein paar Millionen zusätzlich im Monopolvertrieb.
Der ÖCB kündigt an, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. „Der Verfassungsgerichtshof hat 2015 das Trafik-Monopol bei E-Zigaretten für verfassungswidrig erklärt. Genau das droht nun bei CBD. Wir sind bereit, bis zum Höchstgericht zu gehen, um auch diesen Monopol-Spuk zu beenden“, so Hübner.
Diese Situation erinnert an die Auseinandersetzungen um das E-Zigaretten-Monopol, das letztlich für verfassungswidrig erklärt wurde. Ähnliche rechtliche Auseinandersetzungen könnten nun folgen, was zu einer erneuten Prüfung des Monopols führen könnte.
In anderen EU-Ländern hat man bereits erfolgreich Modelle implementiert, die sowohl Fachgeschäfte als auch Trafiken berücksichtigen. Diese Modelle könnten als Vorbild für Österreich dienen, um ein faires Miteinander zu gewährleisten.
Die Einführung des CBD-Monopols in Trafiken könnte weitreichende Auswirkungen auf die österreichischen Konsumenten haben. Der Verlust von Fachberatung bedeutet für viele Verbraucher, dass sie sich selbst über die Anwendung und Qualität von CBD-Produkten informieren müssen. Dies könnte zu einem unsachgemäßen Gebrauch und Missverständnissen führen.
Ein Experte kommentierte: „Die Konsumenten sind die Leidtragenden. Ohne fundierte Beratung laufen sie Gefahr, Produkte falsch zu verwenden oder minderwertige Ware zu kaufen.“
Wie wird sich die Situation entwickeln? Sollte das Monopol aufrechterhalten werden, könnte dies das Ende für viele CBD-Fachgeschäfte bedeuten. Die Folge wäre eine Monopolisierung des Marktes, die langfristig die Vielfalt und Qualität der Produkte beeinträchtigen könnte.
Der ÖCB bleibt jedoch optimistisch und kämpferisch. „Wir werden nicht aufgeben, bis wir ein faires und gerechtes System für alle Beteiligten erreicht haben“, so ein Sprecher des Bundesverbands.
Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen können Sie die Pressemitteilung des ÖCB hier einsehen.