Wien - Eine Nachricht, die die literarische Welt Österreichs in helle Aufregung versetzt: Eva Menasse, die gefeierte Schriftstellerin, wird mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2025 ausgezeichnet. Diese Ehrung ist nicht nur eine Anerkennung ihrer lit
Wien - Eine Nachricht, die die literarische Welt Österreichs in helle Aufregung versetzt: Eva Menasse, die gefeierte Schriftstellerin, wird mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2025 ausgezeichnet. Diese Ehrung ist nicht nur eine Anerkennung ihrer literarischen Meisterwerke, sondern auch eine Würdigung ihres unermüdlichen Engagements für Meinungsfreiheit und offenen Diskurs.
Der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels ist die höchste Auszeichnung, die der Verband zu vergeben hat. Seit seiner Einführung im Jahr 1990 ehrt dieser Preis Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für Toleranz und kulturelle Vielfalt eingesetzt haben. Mit einer Dotierung von 10.000 Euro ist er nicht nur ein finanzieller Anreiz, sondern auch ein bedeutendes Symbol für den Frieden in Europa.
Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, ist längst keine Unbekannte mehr. Ihr literarisches Debüt „Vienna“ aus dem Jahr 2005 war der Beginn einer beeindruckenden Karriere, die sie zu einer der führenden Stimmen der deutschsprachigen Literatur gemacht hat. Menasse verbindet in ihren Werken persönliche Biografien mit kollektiven Erinnerungen und schafft es, komplexe gesellschaftliche Prozesse literarisch anspruchsvoll darzustellen.
Ihre Romane, darunter „Quasikristalle“ und „Dunkelblum“, zeigen ihre herausragende Fähigkeit, gesellschaftliche Themen in den Fokus zu rücken. Ihr letztes Werk, „Dunkelblum“, ein Bestseller, der in neun Sprachen übersetzt wurde, behandelt das kollektive Schweigen um Kriegsverbrechen und ist ein eindrucksvolles Beispiel für ihren literarischen Mut.
Doch Menasses Engagement endet nicht bei der Literatur. Sie hat sich auch auf politischer Ebene einen Namen gemacht. 2022 gründete sie den PEN Berlin, einen Ableger der internationalen Schriftstellervereinigung, und setzte sich als dessen erste Vorsitzende für Meinungsfreiheit und Toleranz ein. Diese Haltung macht sie zu einer wichtigen öffentlichen Intellektuellen in Zeiten wachsender Polarisierung und aggressiver Diskurse.
Seit der ersten Vergabe des Preises an Milo Dor im Jahr 1990 wurden zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten ausgezeichnet. Namen wie Viktor Frankl, Inge Merkel, und Simon Wiesenthal zeigen die hohe Bedeutung des Preises. Jüngere Preisträger wie Navid Kermani und Ilija Trojanow stehen für die fortwährende Relevanz der Themen, die der Preis behandelt.
Die Preisverleihung wird im Rahmen der Europäischen Literaturtage am 23. November 2025 in Krems/Stein an der Donau stattfinden. In der stimmungsvollen Atmosphäre der Minoritenkirche wird Menasse die Ehrung entgegennehmen und damit in die Fußstapfen ihrer illustren Vorgänger treten.
In einer Welt, die zunehmend von Spaltung und Intoleranz geprägt ist, sind Stimmen wie die von Eva Menasse wichtiger denn je. Ihr Einsatz für Toleranz und Meinungsfreiheit ist ein leuchtendes Beispiel für das, was möglich ist, wenn man sich unermüdlich für eine bessere Gesellschaft einsetzt. Ihre Auszeichnung ist eine Ermutigung für all jene, die sich für eine offene, pluralistische Gesellschaft einsetzen.
Wird diese Auszeichnung Eva Menasse dazu ermutigen, noch weiter zu gehen? Experten sind sich einig, dass sie gerade erst begonnen hat. „Menasse ist eine Stimme der Vernunft in einer Welt, die oft von Lärm und Missverständnissen geprägt ist“, sagt ein Literaturkritiker. Ihre zukünftigen Werke werden mit Spannung erwartet, denn sie wird zweifellos weiterhin die Themen ansprechen, die uns alle bewegen.
Der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels ist mehr als nur eine Auszeichnung für literarische Leistungen. Er ist ein Zeichen der Hoffnung und ein Aufruf zu mehr Toleranz und Verständnis in einer Welt, die dies dringend benötigt.