Es ist ein beeindruckendes Bild: 100 Segelschiffe, die gemeinsam die kroatische Adria durchqueren, an Bord 1.000 Menschen aus 30 Nationen. Doch diese Flotte ist mehr als nur ein maritimes Spektakel. Es handelt sich um die friedensflotte mirno more, das weltweit größte Segelprojekt für sozial oder wirtschaftlich benachteiligte Kinder und Jugendliche. Vom 13. bis 20. September 2025 setzen sie ein starkes Zeichen für Frieden und Zusammenhalt.
Eine bewegende Geschichte des Zusammenhalts
Die Ursprünge der friedensflotte mirno more reichen zurück bis ins Jahr 1994, als das Projekt mit nur drei Schiffen ins Leben gerufen wurde, um junge Geflüchtete aus den ehemaligen jugoslawischen Gebieten zusammenzubringen. Damals, kurz nach den verheerenden Balkankriegen, war die Vision klar: ein friedliches Miteinander fördern und Vorurteile abbauen. Heute, 30 Jahre später, ist diese Vision lebendiger denn je.
„In einer Welt, die oft von Konflikten und Ungleichheit geprägt ist, zeigt unsere Flotte, dass ein friedliches Miteinander möglich ist“, erklärt ein Sprecher des Vereins. Jedes Jahr ermöglicht das Projekt 1.000 Kindern und Jugendlichen eine erlebnispädagogische Woche, in der Integration, Inklusion und Solidarität gelebt werden.
Integration und Inklusion auf hoher See
Teilnehmer aus aller Welt, darunter Kriegswaisen, Kinder mit Fluchterfahrung und Menschen mit Behinderungen, kommen zusammen, um eine Woche lang das Leben auf einem Segelschiff zu teilen. Gemeinsam kochen, Segelmanöver durchführen und den Alltag an Bord meistern – all das schweißt zusammen und zeigt, wie wichtig Zusammenhalt ist.
Für viele der jungen Teilnehmer ist die Flottenwoche eine Möglichkeit, den Sorgen des Alltags zu entfliehen und neue Freundschaften zu schließen. „Es ist berührend zu sehen, wie die Kinder wachsen und neuen Mut schöpfen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Vereins.
Die Bedeutung von Frieden in einer unruhigen Welt
In diesem Jahr fällt das Projekt mit dem 30. Jahrestag des Kriegsendes in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina zusammen. Doch während Europa auf eine friedliche Vergangenheit zurückblickt, sieht die Realität in anderen Teilen der Welt oft anders aus. Vor allem für benachteiligte junge Menschen ist es wichtig, sich intensiv mit Chancengleichheit und einem friedlichen Miteinander auseinanderzusetzen.
„Frieden ist ein Thema, das nie an Bedeutung verliert“, betont ein Experte für internationale Beziehungen. „Gerade in Zeiten globaler Krisen ist es entscheidend, dass junge Menschen lernen, wie wichtig Toleranz und Integration sind.“
Ein internationales Netzwerk des Friedens
Die Teilnahme an der friedensflotte mirno more ist international. Schiffe von Organisationen und Vereinen aus Österreich, Deutschland, der Slowakei, Slowenien, der Ukraine und den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens nehmen teil. Aus Österreich sind unter anderem Kinder und Jugendliche der MA 11 Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Wien, der SOS-Kinderdörfer und der Caritas dabei.
„Die internationale Zusammenarbeit zeigt, dass Frieden keine Grenzen kennt“, erklärt ein Organisationsmitglied. „Es ist ein starkes Zeichen, dass Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammenkommen, um gemeinsam für eine bessere Zukunft zu segeln.“
Erlebnispädagogik als Schlüssel zum Erfolg
Die friedensflotte mirno more setzt auf Erlebnispädagogik, um den Teilnehmern wichtige Werte zu vermitteln. In der kroatischen Adria erleben die jungen Menschen Abenteuer, die sie zusammenschweißen und ihnen Selbstvertrauen geben. Von Poreč bis Split segeln die Schiffe, bevor sie sich in Rogoznica treffen, um gemeinsam an einer Rätsel-Segelrallye teilzunehmen und den Sonnenuntergang bei einem Strandpicknick zu genießen.
„Die Erlebnisse auf See sind einzigartig und prägen die Kinder nachhaltig“, erklärt ein Pädagoge, der die Flotte begleitet. „Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und aufeinander zu achten.“
Ein emotionaler Höhepunkt: Das Friedensfest
Ein besonderes Highlight der Woche ist das Friedensfest, bei dem die Teilnehmer selbst Auftritte für die Bühne vorbereiten. Die via Funk koordinierte Formationsfahrt am Donnerstag, bei der alle 100 Schiffe in der Bucht von Split zeitgleich die Segel setzen, ist ein bewegender Abschluss der gemeinsamen Zeit.
„Es ist ein überwältigendes Gefühl, Teil dieser großen Gemeinschaft zu sein“, beschreibt ein Teilnehmer seine Eindrücke. „Die Flotte zeigt, dass wir gemeinsam stark sind und dass Frieden möglich ist.“
Ein Blick in die Zukunft
Die friedensflotte mirno more plant bereits die nächsten Jahre und hofft, noch mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen. „Unser Ziel ist es, die Flotte weiter auszubauen und noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, an diesem einzigartigen Projekt teilzunehmen“, so ein Organisator.
Mit der Unterstützung von Sponsoren und Partnern, die das Projekt finanziell und mit Sach- sowie Dienstleistungsspenden unterstützen, sieht die Zukunft vielversprechend aus. „Wir sind dankbar für jede Unterstützung, die uns hilft, unsere Vision von einem friedlichen Miteinander zu verwirklichen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.
Ein Aufruf zur Unterstützung
Interessierte können die friedensflotte mirno more auf verschiedene Weise unterstützen, sei es durch Spenden oder ehrenamtliche Mitarbeit. „Jede Hilfe zählt und trägt dazu bei, unsere Mission fortzusetzen“, betont der Verein.
Für alle, die sich selbst ein Bild machen möchten, gibt es die Möglichkeit, die Flotte online zu verfolgen. Täglich werden aktuelle Fotos der Flottenwoche auf der Website und den Social-Media-Kanälen der friedensflotte veröffentlicht.
Besuchen Sie die friedensflotte mirno more online: www.mirnomore.org
Folgen Sie der @friedensflottemirnomore auf Instagram, Facebook, LinkedIn und YouTube.
Spendenkonto: IBAN AT843225000001203710 | BIC RLNWATWWGT
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Für anderweitige Unterstützung wenden Sie sich bitte an den Vorstandsvorsitzenden Andreas Bauer (andreas.bauer@mirnomore.org, +43 699 172 271 66).