Die Steiermark, bekannt als das grüne Herz Österreichs, setzt erneut ein Zeichen im Tourismus und Sportbereich. Am 5. September 2025 wurde verkündet, dass die Erlebnisregion Graz einen neuen Schwerpunkt im Bereich Mountainbiking legt. Diese Initiative verspricht nicht nur Adrenalin und Abenteuer, so
Die Steiermark, bekannt als das grüne Herz Österreichs, setzt erneut ein Zeichen im Tourismus und Sportbereich. Am 5. September 2025 wurde verkündet, dass die Erlebnisregion Graz einen neuen Schwerpunkt im Bereich Mountainbiking legt. Diese Initiative verspricht nicht nur Adrenalin und Abenteuer, sondern auch wirtschaftlichen Aufschwung und nachhaltigen Tourismus. Die Region, die bereits über ein beeindruckendes Netz von 2.500 Kilometern Radwegen und 175 Mountainbike- sowie Gravelrouten verfügt, erweitert ihr Angebot mit neun neuen Mountainbike-Touren in der malerischen Lipizzanerheimat.
Die Steiermark hat sich schon lange als Hotspot für Radfahrer etabliert. Mit 55 Trails in drei verschiedenen Bike-Parks und fünf weiteren Angeboten mit Liftunterstützung sowie zahlreichen Pumptracks bietet sie eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Doch was macht die neuen Strecken in der Lipizzanerheimat so besonders? Diese Region, bekannt für ihre sanften Hügel, dichten Wälder und alpinen Gelände, bietet ideale Voraussetzungen für Mountainbike-Erlebnisse. Die ersten beiden Touren, die 'Altes Almhaus Tour' und die 'Brendlalm Tour', sind bereits eröffnet und bieten nicht nur sportliche Herausforderungen, sondern auch atemberaubende Panoramen und kulinarische Genüsse bei regionalen Einkehrmöglichkeiten.
Der Trend zum Radfahren hat in den letzten Jahren, insbesondere durch den E-Bike-Boom, stark zugenommen. Die Steiermark hat diesen Trend früh erkannt und gezielt in den Ausbau ihrer Radinfrastruktur investiert. Bereits vor drei Jahren begannen die ersten Gespräche zur Umsetzung des neuen MTB-Schwerpunkts in der Lipizzanerheimat. Unterstützt durch die LEADER Region Lipizzanerheimat, eine Initiative zur Förderung ländlicher Räume, wurden die Pläne konkretisiert und nun in die Tat umgesetzt. Dieses Projekt wird nicht nur von der regionalen Tourismusbranche getragen, sondern erhält auch finanzielle Unterstützung durch Bundes-, Landes- und EU-Mittel.
Die Realisierung dieses Projekts ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Die Gemeinden der Lipizzanerheimat, der Verein Crazy Cross Biker, der für Planung und Beschilderung verantwortlich ist, und Experten des Landes Steiermark haben gemeinsam an diesem Vorhaben gearbeitet. Ein besonderer Dank gilt den Bürgermeistern der Region, die das Projekt aktiv begleiten und unterstützen. Markus Pekoll, der MTB-Koordinator des Landes, betont die Wichtigkeit einer klaren Beschilderung und digitalen Steuerung, um eine gezielte Besucherlenkung zu gewährleisten und unkontrollierte Nutzung von Wander- und Forstwegen zu verhindern.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Tirol oder Salzburg, die ebenfalls auf Tourismus und Sport setzen, hebt sich die Steiermark durch ihre einzigartige Kombination aus städtischem und natürlichem Charme ab. Während Tirol vor allem für seine alpinen Skigebiete bekannt ist, bietet die Steiermark ein ganzjähriges Angebot, das sowohl im Winter als auch im Sommer zahlreiche Besucher anzieht. Der Fokus auf nachhaltigen Tourismus und die Einbindung lokaler Gastronomie und Kultur machen die Region besonders attraktiv.
Für die lokale Bevölkerung bedeutet dieses Projekt nicht nur eine Steigerung der touristischen Attraktivität, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Die neuen Touren ziehen nicht nur Mountainbike-Enthusiasten an, sondern fördern auch die lokale Wirtschaft durch erhöhte Besucherzahlen in Hotels, Restaurants und Geschäften. Zudem schafft das Projekt Arbeitsplätze in der Region, sei es durch den Bau und die Instandhaltung der Strecken oder durch die Angebotserweiterung in der Gastronomie und im Einzelhandel.
Die Zukunftsaussichten für die Erlebnisregion Graz sind vielversprechend. Bis 2027 sollen alle neun geplanten Touren in der Lipizzanerheimat fertiggestellt sein. Diese Erweiterung wird die Region nicht nur für einheimische Radfahrer, sondern auch für internationale Gäste noch attraktiver machen. Der nachhaltige Ausbau des Tourismusangebots und die Förderung umweltfreundlicher Freizeitaktivitäten sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Tourismusstrategie.
Experten sehen in diesem Projekt ein enormes Potenzial für die Steiermark. „Die Kombination aus gut ausgebauten Strecken, klarer Beschilderung und digitaler Steuerung setzt neue Maßstäbe im Mountainbike-Tourismus. Es ist ein Vorbild für andere Regionen, die ähnliche Projekte planen“, erklärt ein Tourismusberater.
Das neue Mountainbike-Projekt in der Erlebnisregion Graz ist ein Paradebeispiel für erfolgreiche regionale Entwicklung. Es zeigt, wie durch Zusammenarbeit, Innovation und Engagement sowohl die touristische Attraktivität gesteigert als auch nachhaltige wirtschaftliche Impulse gesetzt werden können. Die Steiermark beweist erneut, dass sie nicht nur das grüne Herz Österreichs ist, sondern auch das sportliche Herz, das für Abenteuer und Naturerlebnisse schlägt.