Am 11. September 2025 wurde eine Nachricht veröffentlicht, die die österreichische Wirtschaftswelt in Aufregung versetzte: HUMANA Österreich wurde vom Austrian Wirtschaftsservice (aws) als Verified Social Enterprise (VSE) ausgezeichnet. Doch was verbirgt sich hinter dieser Auszeichnung, und warum ist sie so bedeutend?
Ein Siegel für soziale Verantwortung
Das VSE-Label wird nicht leichtfertig vergeben. Es erfordert eine strenge Prüfung durch ein unabhängiges Gremium und ist für drei Jahre gültig. Unternehmen, die dieses Label tragen, müssen neben wirtschaftlichem Erfolg auch klare soziale und ökologische Ziele verfolgen. Doch was bedeutet das konkret?
Die Bedeutung des VSE-Labels
Das VSE-Label schafft Transparenz und Glaubwürdigkeit. Es stärkt das Vertrauen bei Partnern und Investoren, erleichtert den Zugang zu Förderungen und Kooperationen und sorgt durch die Listung in offiziellen Registern für mehr Sichtbarkeit. Für HUMANA bedeutet diese Auszeichnung, dass ihre Arbeit für Mensch und Natur als glaubwürdig und wirksam anerkannt wird.
Ein Experte aus der Branche erklärt: „Das VSE-Label ist wie ein Gütesiegel für soziale Verantwortung. Es zeigt, dass ein Unternehmen nicht nur auf Gewinnmaximierung aus ist, sondern auch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet.“
Transparenz im Mittelpunkt
HUMANA Österreich legt großen Wert auf eine nachvollziehbare Verwendung von Mitteln. Der jährlich veröffentlichte Fortschrittsbericht 2024 dokumentiert detailliert, wie durch Kleidersammlung, Second Hand Shops und Partnerschaften Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Sozialprojekte erwirtschaftet wurden.
- 7.995 Tonnen Kleidung wurden 2024 gesammelt, was einem Marktanteil von rund 20 % der österreichischen Alttextilsammlung entspricht.
- Im Sortierprozess wird Kleidung gezielt für Wiederverwendung, Recycling und Abfallvermeidung aufbereitet; rund zwei Drittel können wiederverwendet werden.
- Über eine Million Stücke wurden 2024 in HUMANA-Filialen weiterverkauft – exakt 1.041.167. Das ist ein neuer Rekord, der rund 625 Tonnen CO₂ einsparte, was dem Jahresstromverbrauch von etwa 500 Haushalten entspricht.
- Durch die Kleidersammlung konnten 24.000 Tonnen CO₂ eingespart werden – so viel wie der Jahresausstoß von rund 3.000 Österreichern.
Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, welchen Beitrag HUMANA zur Nachhaltigkeit leistet.
Sozialer Zweck im Zentrum
Der Gewinn der HUMANA-Kleidersammlung und der Second Hand Shops fließt konsequent in Entwicklungsprojekte im Globalen Süden und soziale Initiativen in Österreich. Ein Beispiel aus 2024 ist das Projekt „I CAN“ in Malawi, das mit Unterstützung der Stadt Wien jungen Menschen mit Behinderung Zugang zu Berufsausbildung ermöglicht. Ebenso unterstützt HUMANA Österreich das Programm „Preschools of the Future“ in Südafrika, bei dem junge Arbeitslose – vor allem Frauen – zu Fachkräften für frühkindliche Bildung ausgebildet werden.
Ein Insider betont: „Diese Projekte sind nicht nur Wohltätigkeit, sondern Investitionen in die Zukunft. Sie bieten Menschen Chancen, die sie sonst nicht hätten.“
Ein Blick in die Zukunft
Was bedeutet diese Auszeichnung für die Zukunft von HUMANA? Die Auszeichnung als Verified Social Enterprise könnte HUMANA neue Türen öffnen. Mehr Förderungen, mehr Partnerschaften und eine noch stärkere Positionierung als Vorreiter in der nachhaltigen Wirtschaft sind denkbar. Doch es gibt auch Herausforderungen. Der Druck, die hohen Standards zu halten, ist groß.
Ein Branchenkenner sagt: „Die Auszeichnung ist ein großer Erfolg, aber sie bringt auch Verantwortung mit sich. HUMANA muss weiterhin transparent arbeiten und ihre sozialen und ökologischen Ziele konsequent verfolgen.“
Fazit
Die Auszeichnung von HUMANA Österreich als Verified Social Enterprise ist ein bedeutender Schritt. Sie zeigt, dass soziales Engagement und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. HUMANA ist ein Vorbild für viele Unternehmen, die sich ebenfalls um mehr Nachhaltigkeit bemühen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie HUMANA diese Auszeichnung nutzt, um noch mehr positive Veränderungen zu bewirken.
Weitere Informationen über den Fortschrittsbericht 2024 finden Sie hier. Details zum Verified Social Enterprise Label gibt es hier.