Am 14. Oktober 2025 beginnt eine außergewöhnliche Auktion, die nicht nur Kunstliebhaber in Staunen versetzen wird, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zu einem inklusiven Projekt in Kärnten leistet. Das Ehepaar Karlheinz und Agnes Essl stellt 120 Kunstwerke aus der Anfangszeit ihrer Sammlung für
Am 14. Oktober 2025 beginnt eine außergewöhnliche Auktion, die nicht nur Kunstliebhaber in Staunen versetzen wird, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zu einem inklusiven Projekt in Kärnten leistet. Das Ehepaar Karlheinz und Agnes Essl stellt 120 Kunstwerke aus der Anfangszeit ihrer Sammlung für eine Benefiz-Auktion zugunsten der Diakonie zur Verfügung. Der Erlös dieser Auktion fließt in ein ambitioniertes Gartenprojekt in Klagenfurt, das Menschen aller Altersgruppen und Lebenswelten zusammenbringen soll.
Das Diakonie-Projekt in Klagenfurt zielt darauf ab, einen inklusiven und barrierefreien Garten im neuen Stadtteil hi Harbach zu schaffen. Auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern wird ein Ort entstehen, der Gemüseparzellen, Hochbeete sowie einen Nasch- und Sinnesgarten umfasst. Diese Elemente laden nicht nur zum Gärtnern ein, sondern fördern auch das gemeinsame Erleben und Entdecken. Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen können hier gemeinsam aktiv werden und Inklusion auf breiter Basis erfahren.
Inklusion, ein Begriff, der in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, beschreibt den Prozess der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen an sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen. Es geht darum, Barrieren abzubauen und jedem Menschen, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder seinem Alter, die Möglichkeit zu geben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Das Gartenprojekt der Diakonie ist ein Paradebeispiel dafür, wie Inklusion praktisch umgesetzt werden kann.
Die Sammlung Essl, die in der Auktion präsentiert wird, hat eine lange und bewegte Geschichte. Karlheinz und Agnes Essl begannen in den 1970er Jahren mit dem Aufbau ihrer Sammlung, die sich schnell zu einer der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst in Österreich entwickelte. Werke von renommierten Künstlern wie Kurt Moldovan, Arik Brauer, Karl Korab, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Hans Staudacher und Max Weiler sind Teil dieser Sammlung und werden nun für den guten Zweck versteigert.
Die Online-Auktion wird in Zusammenarbeit mit dem renommierten Dorotheum durchgeführt. Interessierte können bis zum 28. Oktober 2025 auf die Kunstwerke bieten. Ein besonderes Highlight: Das Dorotheum verzichtet auf die üblichen Auktionsgebühren, was den Reiz der Auktion zusätzlich erhöht. Zudem sind 50 Prozent des Kaufpreises als Spende steuerlich absetzbar, was einen zusätzlichen Anreiz für potenzielle Käufer darstellt.
Die Auktion bietet Kunstliebhabern nicht nur die Möglichkeit, einzigartige Werke zu erwerben, sondern auch einen Beitrag zur Förderung von Gemeinschaft und Inklusion zu leisten. Die Startpreise der Kunstwerke sind bewusst niedrig angesetzt, um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen. Diese Strategie soll nicht nur die Auktion beleben, sondern auch die Solidarität unter den Bietern stärken.
Die Benefiz-Auktion der Sammlung Essl könnte ein Modell für zukünftige Veranstaltungen ähnlicher Art sein. Sie verbindet die Welt der Kunst mit sozialem Engagement und zeigt, wie Kulturprojekte zur Förderung von Inklusion beitragen können. Experten sind sich einig, dass solche Initiativen in der heutigen Zeit wichtiger denn je sind. Ein fiktiver Kunstexperte kommentiert: „Diese Auktion ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Kunst und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können. Sie zeigt, dass Kunst nicht nur ästhetischen Wert hat, sondern auch einen sozialen Beitrag leisten kann.“
Während Kärnten mit diesem Projekt einen Vorreiter in Sachen inklusiver Projekte darstellt, gibt es auch in anderen Bundesländern Österreichs ähnliche Initiativen. In Wien beispielsweise gibt es bereits mehrere inklusive Gemeinschaftsgärten, die Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenbringen. Diese Projekte zeigen, dass die Idee der Inklusion in der österreichischen Gesellschaft immer mehr Fuß fasst.
Für die Bürger von Klagenfurt und Umgebung bedeutet das Gartenprojekt eine Bereicherung des sozialen Lebens. Es schafft einen neuen Raum für Begegnungen und gemeinschaftliche Aktivitäten, der für alle zugänglich ist. Zudem wird durch die Auktion das Bewusstsein für die Bedeutung von Inklusion in der Gesellschaft gestärkt.
Die dritte Benefiz-Auktion der Sammlung Essl ist mehr als nur eine Versteigerung von Kunstwerken. Sie ist ein kraftvolles Statement für Inklusion und Gemeinschaft. Das Projekt in Klagenfurt könnte als Vorbild für viele weitere Initiativen dienen und zeigt, wie Kunst und soziale Verantwortung erfolgreich kombiniert werden können.