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Frauen erobern die freiberufliche Selbständigkeit

Neue Ära der Gleichstellung in Österreichs freien Berufen

5. März 2026 um 09:51
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Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die freiberufliche Selbständigkeit und prägen die digitale Zukunft Österreichs mit.

Österreichs freiberufliche Landschaft erlebt einen bemerkenswerten Wandel: Immer mehr Frauen entscheiden sich für den Weg in die Selbständigkeit und prägen damit maßgeblich die Zukunft der freien Berufe. Zum Internationalen Frauentag unterstreicht die Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs (BUKO) diese positive Entwicklung und zeigt auf, wie sich die berufliche Gleichstellung in verschiedenen Branchen weiterentwickelt.

Frauen als Trägerinnen von Vertrauen und Kompetenz

Die Statistik spricht eine klare Sprache: In den klassischen freien Berufen etablieren sich Frauen zunehmend als erfolgreiche Unternehmerinnen. Als Apothekerinnen, Ärztinnen verschiedener Fachrichtungen, Notarinnen, Rechts- und Patentanwältinnen, Steuerberaterinnen, Wirtschaftsprüferinnen sowie Architektinnen und Zivilingenieurinnen übernehmen sie Verantwortung und werden zu wichtigen Säulen der österreichischen Wirtschaft.

Diese Frauen bringen nicht nur fachliche Expertise mit, sondern verkörpern auch die Grundwerte der freien Berufe: Vertrauen, Verschwiegenheit und hohe Kompetenz. Sie schaffen nachhaltige Arbeitsplätze, entwickeln innovative Lösungen und tragen erheblich zum österreichischen Steueraufkommen bei.

Digitalisierung wird weiblicher

Besonders bemerkenswert ist der Trend in den Bereichen Innovation und Technologie. Die digitale Welt wird zunehmend weiblicher, wie Dr. Daniel Alge, Präsident der BUKO, betont: "Auch die digitale Welt wird immer weiblicher!" Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur in der steigenden Anzahl von Frauen in technischen Berufen, sondern auch in der Art, wie sie digitale Lösungen entwickeln und umsetzen.

Die Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine besondere Rolle. Sie bietet die Chance, Diversität zu fördern und diskriminierende Strukturen aufzubrechen – vorausgesetzt, sie wird bewusst und inklusiv gestaltet. Hier setzen die freien Berufe gezielt an und entwickeln Programme, die Frauen den Zugang zu Bildung und Technik erleichtern.

Konkrete Maßnahmen für mehr Gleichstellung

Die Berufsstände arbeiten konsequent daran, bessere Rahmenbedingungen für Frauen zu schaffen. Dabei konzentrieren sie sich auf mehrere Kernbereiche:

Netzwerk und Sichtbarkeit

  • Verbesserter Zugang zu beruflichen Netzwerken
  • Erhöhung der Sichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen
  • Förderung des Austauschs zwischen etablierten und aufstrebenden Unternehmerinnen

Finanzierung und Förderung

  • Bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründerinnen
  • Spezielle Förderprogramme für weibliche Selbständige
  • Unterstützung bei der Unternehmensentwicklung

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

  • Entwicklung flexibler Arbeitsmodelle
  • Unterstützung bei der Kinderbetreuung
  • Förderung einer ausgewogenen Work-Life-Balance

Mentoring als Schlüssel zum Erfolg

Ein besonders erfolgreicher Ansatz sind gezielte Mentoring-Programme. Diese unterstützen Frauen dabei, berufliche Hürden zu überwinden und ihre Ziele zu verwirklichen. Erfahrene Unternehmerinnen geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiter und schaffen so ein nachhaltiges Unterstützungsnetzwerk.

Diese Programme haben sich als besonders wertvoll erwiesen, da sie nicht nur fachliche Unterstützung bieten, sondern auch den Aufbau von Selbstvertrauen und unternehmerischen Fähigkeiten fördern.

KI als Chance für mehr Diversität

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz sehen die freien Berufe eine besondere Chance. "KI bietet die Möglichkeit, Diversität zu fördern und diskriminierende Strukturen aufzubrechen", erklärt BUKO-Präsident Alge. Dies gelingt jedoch nur, wenn KI-Systeme bewusst und inklusiv gestaltet werden.

Dazu gehört nicht nur die Entwicklung diskriminierungsfreier Algorithmen, sondern auch die aktive Beteiligung von Frauen an der Gestaltung der digitalen Zukunft. Die freien Berufe setzen hier auf Bildung und Weiterqualifikation, um Frauen die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln.

Keine Toleranz für Diskriminierung

Die Kammern der freien Berufe setzen ein klares Zeichen: Es gibt keinen Platz für Diskriminierung, Ungleichbehandlung oder Pay-Gaps. Stattdessen werden aktiv neue Rahmenbedingungen geschaffen, die auch für die digitale Welt gelten.

Diese Haltung spiegelt sich in konkreten Maßnahmen wider, die darauf abzielen, strukturelle Benachteiligungen zu beseitigen und echte Chancengleichheit zu schaffen.

Politischer Auftrag zur Weiterentwicklung

Der Internationale Frauentag dient nicht nur als Anlass zum Feiern der Erfolge selbständiger Frauen, sondern auch als Aufruf an Politik und Gesellschaft. "Der Frauentag bietet Anlass, die Erfolge selbstständiger Frauen zu feiern und zugleich politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen rasch weiterzuentwickeln", betont Dr. Alge.

Dabei geht es um mehr als symbolische Gesten. Gefordert sind konkrete Maßnahmen, die echte Chancengleichheit in allen Berufsfeldern zur Realität machen. Dies umfasst sowohl gesetzliche Änderungen als auch gesellschaftliche Bewusstseinsveränderungen.

Ausblick auf eine gleichberechtigte Zukunft

Die Entwicklung zeigt: Die freiberufliche Selbständigkeit wird nicht nur weiblicher, sondern auch gleichberechtigter. Frauen übernehmen zunehmend Führungsrollen und gestalten die Zukunft ihrer Branchen aktiv mit.

Besonders in der digitalen Transformation spielen sie eine Schlüsselrolle. Sie bringen neue Perspektiven ein, entwickeln innovative Lösungen und tragen dazu bei, dass die Digitalisierung inklusiver und vielfältiger wird.

Der Weg zu vollständiger Gleichstellung ist noch nicht abgeschlossen, aber die Fortschritte sind deutlich sichtbar. Mit gezielten Programmen, strukturellen Veränderungen und dem Engagement aller Beteiligten wird die Vision einer gleichberechtigten beruflichen Zukunft Schritt für Schritt Realität.

Die Botschaft zum Internationalen Frauentag ist klar: Die Zukunft der freien Berufe in Österreich ist weiblich, digital und gleichberechtigt. Es liegt an uns allen, diese positive Entwicklung weiter zu fördern und zu unterstützen.

Schlagworte

#Frauentag#Freie Berufe#Selbständigkeit#Gleichstellung#Digitalisierung#KI#BUKO#Mentoring

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