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EVN verkauft WTE Wassertechnik an STRABAG für 100 Mio. Euro

Strategischer Fokus auf Kerngeschäft: Österreichischer Energiekonzern schließt Verkauf der internationalen Wassertechnik-Sparte ab

5. März 2026 um 14:12
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Der niederösterreichische Energiekonzern EVN hat den Verkauf seiner WTE Wassertechnik GmbH an die STRABAG für 100 Millionen Euro abgeschlossen.

Der niederösterreichische Energiekonzern EVN AG hat den bereits Ende 2024 angekündigten Verkauf der WTE Wassertechnik GmbH erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Signing der Transaktionsdokumente im Juni 2025 ist nun auch das Closing erfolgt, nachdem alle erforderlichen Genehmigungen und Zustimmungen vorlagen.

100 Millionen Euro für internationale Wassertechnik-Sparte

Die Transaktion umfasst den kompletten Verkauf sämtlicher Anteile an der WTE Wassertechnik GmbH an die STRABAG AG für einen Kaufpreis von 100 Millionen Euro. In der WTE waren wesentliche Teile des internationalen Projektgeschäfts der EVN gebündelt, insbesondere im Bereich der Wassertechnologie und -aufbereitung.

Die verkaufte Sparte umfasst sowohl bedeutende Teile des Europageschäfts als auch die gesamten Geschäftstätigkeiten der WTE im strategisch wichtigen Markt des Nahen Ostens. Damit gibt die EVN einen wichtigen, aber nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensbereich ab.

Strategische Fokussierung auf das Kerngeschäft

Der Verkauf steht im Einklang mit der "Strategie 2030" der EVN und unterstreicht die konsequente Fokussierung des Unternehmens auf sein Kerngeschäft. Die EVN konzentriert sich primär auf die Bereiche Energieerzeugung, Energieverteilung und Wasserversorgung in Österreich und ausgewählten internationalen Märkten.

"Diese Transaktion unterstützt unsere strategische Ausrichtung und ermöglicht es uns, unsere Ressourcen noch gezielter auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren", so die Begründung des Managements. Mit dem Verkaufserlös von 100 Millionen Euro stärkt die EVN ihre finanzielle Position für weitere strategische Investitionen.

Komplexer Transaktionsprozess erfolgreich abgeschlossen

Der Verkaufsprozess erstreckte sich über mehr als ein Jahr. Bereits im Dezember 2024 hatten sich EVN und STRABAG über die grundlegenden Eckpunkte der Transaktion verständigt. Das Signing der detaillierten Transaktionsdokumente erfolgte dann im Juni 2025.

Für das nun erfolgte Closing mussten verschiedene regulatorische Hürden genommen werden. Dazu gehörten Genehmigungen von Behörden sowie Zustimmungen von Dritten, etwa von Kunden oder Vertragspartnern der WTE. Dass alle diese Bedingungen erfüllt werden konnten, unterstreicht die solide Vorbereitung und Durchführung der Transaktion.

STRABAG erweitert Wassertechnik-Portfolio

Für die STRABAG AG stellt der Erwerb der WTE eine strategische Erweiterung ihres Portfolios im Bereich der Wassertechnologie dar. Das österreichische Bauunternehmen kann damit seine Kompetenzen in der Wasseraufbereitung und -technik erheblich ausbauen und international verstärken.

Besonders wertvoll dürfte für STRABAG das Know-how der WTE im internationalen Projektgeschäft sein. Die Expertise in Europa und im Nahen Osten eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten und ergänzt das bestehende Leistungsspektrum der STRABAG im Bereich Infrastruktur und Umwelttechnik optimal.

EVN fokussiert sich auf Energiewende

Mit dem Verkauf der WTE kann sich die EVN noch stärker auf ihre Rolle bei der Energiewende konzentrieren. Das Unternehmen ist einer der führenden Energieversorger in Niederösterreich und Österreich und investiert massiv in erneuerbare Energien und moderne Netzinfrastruktur.

Die freigesetzten Ressourcen durch den WTE-Verkauf können nun in den Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken, die Modernisierung der Stromnetze oder die Entwicklung neuer Energielösungen fließen. Dies entspricht den ambitionierten Klimazielen Österreichs und der EU.

Positive Signale für beide Unternehmen

Der erfolgreiche Abschluss der Transaktion sendet positive Signale an die Kapitalmärkte. Für die EVN, deren Aktien an der Wiener Börse im ATX gehandelt werden, bestätigt der Deal die Fähigkeit des Managements, strategische Entscheidungen konsequent umzusetzen.

Die EVN mit Sitz in Maria Enzersdorf kann mit dem Verkaufserlös ihre Bilanz stärken und gleichzeitig ihre strategische Ausrichtung schärfen. Analysten bewerten solche Fokussierungsmaßnahmen in der Regel positiv, da sie zu einer klareren Positionierung und effizienteren Ressourcenallokation führen.

Ausblick auf weitere Entwicklungen

Der WTE-Verkauf dürfte nicht die letzte strategische Maßnahme der EVN im Rahmen ihrer "Strategie 2030" sein. Das Unternehmen prüft kontinuierlich sein Portfolio und könnte weitere Bereiche identifizieren, die nicht zum Kerngeschäft gehören.

Gleichzeitig eröffnen sich durch die gestärkte Finanzposition neue Akquisitionsmöglichkeiten in strategisch wichtigen Bereichen wie erneuerbaren Energien oder digitalen Energielösungen. Die EVN positioniert sich damit für die Herausforderungen der Energiewende und die sich wandelnden Marktbedingungen.

Schlagworte

#EVN#STRABAG#WTE#Wassertechnik#Verkauf#Energiebranche#Strategie2030#Maria Enzersdorf#Transaktion

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