Häuser zum Leben setzen mit vielfältigem Programm ein Zeichen für weibliche Stärke in jedem Lebensalter
Über 4.000 Frauen prägen täglich die Wiener Seniorenbetreuung. Zum Weltfrauentag zeigen die Häuser zum Leben: Frauenpower kennt kein Alter.
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März rücken die Häuser zum Leben eine bemerkenswerte Tatsache in den Fokus: Über 4.000 Frauen gestalten täglich das Leben der Wiener Senior*innen mit. Sie führen, pflegen, organisieren, beraten und begleiten – und beweisen damit eindrucksvoll, dass Frauenpower kein Verfallsdatum kennt.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als 70 Prozent der rund 5.100 Mitarbeiter*innen in den Häusern zum Leben sind Frauen. Besonders beeindruckend ist der hohe Frauenanteil in Führungspositionen – über 60 Prozent der Führungskräfte sind weiblich. "Frauen prägen die Häuser zum Leben auf allen Ebenen – als Führungskräfte, Pflegeexpertinnen, Lehrlinge, Ehrenamtliche und Bewohnerinnen. Gleichstellung ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag", betont Christian Hennefeind, Geschäftsführer der Häuser zum Leben.
Diese Haltung zeigt sich auch in der Nachwuchsförderung: Über 60 Prozent der Lehrlinge in den Häusern zum Leben sind junge Frauen. Damit wird nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft der Wiener Seniorenbetreuung maßgeblich von Frauen geprägt.
Ein besonderes Highlight der frauenfördernden Initiativen ist das Projekt "Fashion Reloaded powered by Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien". Hier entstehen durch kreatives Upcycling aus alten Kleidungsstücken individuelle Outfits – inspiriert von gelebten Biografien der Teilnehmerinnen. Der große Moment wartet im September 2026: Bei der Vienna Fashion Week werden die Seniorinnen ihre selbst gestalteten Outfits persönlich am Laufsteg präsentieren.
"Wenn eine 80-jährige Frau selbstbewusst über den Laufsteg geht, dann ist das kein modisches Statement – es ist ein gesellschaftspolitisches", erklärt Madlena Komitova, Bereichsleiterin der Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien. Diese Initiative zeigt beispielhaft, wie Selbstbewusstsein und Kreativität im Alter gefördert werden können.
Die Aktivitäten rund um den Weltfrauentag haben einen ernsten Hintergrund: Frauen sind im Alter überdurchschnittlich häufig von Einsamkeit betroffen. Gründe dafür sind unter anderem die höhere Lebenserwartung, unterbrochene Erwerbsbiografien oder der Verlust des Partners. "Wir schaffen Räume, in denen Frauen sich gegenseitig stärken, ihre Geschichten teilen und neue Perspektiven entwickeln. Denn Frauen verdienen Sichtbarkeit – in jedem Alter", so Komitova.
Die Häuser zum Leben begegnen dieser Herausforderung mit einem breiten Jahresprogramm, generationenübergreifenden Initiativen und niederschwelligen Begegnungsangeboten. Selbstbestimmung, Solidarität und Sichtbarkeit stehen dabei im Mittelpunkt und setzen ein deutliches Zeichen gegen soziale Isolation.
Von 2. bis 8. März beteiligen sich die Häuser zum Leben und die Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien mit einer breiten Palette an Aktivitäten an der Wiener Frauenwoche. Das Programm ist darauf ausgelegt, Frauen zu vernetzen, zu stärken und sichtbar zu machen.
Den Auftakt macht der FrauenSalon am 3. März im Klub+ All in Neubau, wo Frauen Raum für Austausch und gemeinsames Nachdenken über Alltagsthemen finden. Der Frauen-Frühstückssalon am 6. März am selben Ort bietet eine gemütliche Atmosphäre für Begegnungen und Gespräche.
Besonders spannend wird das Erzählcafé "Frausein – früher und heute" am 5. März im Klub+ All in Ottakring. Hier teilen Frauen ihre Lebenserfahrungen und geben Einblicke in den Wandel weiblicher Lebenswelten über die Generationen hinweg.
Das Thema Migration aus weiblicher Sicht steht am 5. März im Klub Erlaaer Straße 131 auf dem Programm. Bei "Migration weiblich gedacht" stehen Fragen von Zugehörigkeit, Teilhabe und Selbstbestimmung zwischen Herkunft und Zukunft im Mittelpunkt. Hier kommen Erfahrungen und Perspektiven von Frauen mit Migrationshintergrund zur Sprache.
Neben den Diskussionsformaten bietet das Programm auch praktische Angebote: Workshops zur Frauengesundheit stärken das Wissen, eine Pilates-Körperreise fördert Kraft und Wohlbefinden. Kunstschaffende präsentieren ihre Werke und zeigen die kreative Vielfalt weiblichen Schaffens.
Der feierliche Höhepunkt der Aktivitäten ist das Offene Rathaus anlässlich des Internationalen Frauentags am 7. März. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucher*innen ein umfangreiches Programm – offen, vielfältig und generationenübergreifend. Diese Veranstaltung unterstreicht den inklusiven Ansatz der Initiative: Alle Menschen sind willkommen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.
"Die Aktivitäten rund um den Weltfrauentag sind eine ideale Gelegenheit, unsere vielfältigen Angebote kennenzulernen – von kreativen Workshops bis zu gesellschaftspolitischen Diskussionen. Diese Woche macht Frauen in all ihren Facetten sichtbar und stärkt das Miteinander weit über den 8. März hinaus", lädt Komitova interessierte Frauen zur Teilnahme ein.
Tatsächlich verstehen die Häuser zum Leben den Weltfrauentag nicht als einmalige Aktion, sondern als Teil einer kontinuierlichen Strategie zur Stärkung weiblicher Teilhabe und Sichtbarkeit. Das ganze Jahr über werden in den 30 Pensionist*innen-Wohnhäusern in 21 Wiener Gemeindebezirken Programme angeboten, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind.
Die Häuser zum Leben sind mit ihren 30 Standorten der größte Anbieter von Senior*innenbetreuung in Österreich und bieten die meisten Pflege- und Wohnplätze im Land. Zusätzlich besuchen täglich tausende Menschen die wienweiten Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien, die ebenfalls von den Häusern zum Leben betrieben werden.
Die Finanzierung erfolgt durch den Fonds Soziales Wien (FSW) aus Mitteln der Stadt Wien, was die hohe gesellschaftliche Bedeutung dieser Einrichtungen unterstreicht. Die aktuellen Initiativen zum Weltfrauentag zeigen, dass diese Investition nicht nur in Gebäude und Infrastruktur fließt, sondern auch in innovative Programme zur sozialen Teilhabe und Lebensqualität der Wiener Senior*innen.
Die Aktivitäten der Häuser zum Leben zum Weltfrauentag 2026 setzen ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen: Sie machen deutlich, dass weibliche Stärke, Kreativität und Lebenserfahrung in jedem Alter wertvoll sind und gefördert werden müssen. In einer alternden Gesellschaft wie der österreichischen gewinnt diese Botschaft zusätzlich an Bedeutung.
Das Programm rund um den 8. März zeigt exemplarisch, wie moderne Seniorenbetreuung aussehen kann: nicht nur pflegerisch und medizinisch kompetent, sondern auch kulturell bereichernd, gesellschaftspolitisch relevant und generationenübergreifend verbindend. Die Häuser zum Leben beweisen damit, dass sie ihrem Namen alle Ehre machen – sie schaffen tatsächlich Häuser, in denen Menschen leben, nicht nur versorgt werden.