Vier Monate alter Hund mit Beinbruch im 23. Bezirk entdeckt - Besitzer unbekannt
Im TierQuarTier Wien wird derzeit der verletzte Welpe Atsu betreut. Der junge Hund wurde schwer verletzt aufgefunden - die Behörden bitten um Hinweise.
Ein weiterer Fall von Tierleid erschüttert Wien: Der vier Monate alte Welpe Atsu wurde schwer verletzt neben einem Müllraum im 23. Wiener Bezirk aufgefunden. Eine aufmerksame Passantin entdeckte das verletzte Tier und brachte es umgehend in eine Tierklinik, wo sich das Ausmaß der Verletzungen zeigte.
Die tierärztliche Untersuchung offenbarte das tragische Ausmaß: Atsu erlitt einen Bruch des Unterschenkels, der nur durch eine massive Gewalteinwirkung entstanden sein kann. "Solche Fälle gehen uns immer sehr nahe", erklärt Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTiers Wien. "Gerade bei einem so jungen Welpen ist es aber besonders tragisch, weil er sich mitten in einer wichtigen Prägephase befindet."
Ob der Welpe angefahren wurde oder ihm bewusst Gewalt angetan wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Fest steht jedoch, dass ein derartiger Bruch nicht ohne erhebliche Krafteinwirkung entstehen kann. Dies wirft beunruhigende Fragen über die Umstände auf, unter denen Atsu zu Schaden kam.
Bei der Untersuchung stellten die Tierärzte fest, dass Atsu zwar einen Mikrochip trägt, dieser jedoch nicht ordnungsgemäß registriert war. Dadurch konnte kein Besitzer ermittelt werden, und bislang hat sich auch niemand nach dem jungen Hund erkundigt. Diese Situation verdeutlicht ein weit verbreitetes Problem im österreichischen Tierschutz.
Das TierQuarTier Wien nutzt diesen Fall, um auf eine wichtige gesetzliche Regelung aufmerksam zu machen: In Österreich müssen Hunde verpflichtend gechippt und in der Heimtierdatenbank registriert werden. Der nur wenige Millimeter große Mikrochip wird unter die Haut gesetzt und enthält einen individuellen Zifferncode. Erst durch die Registrierung wird dieser Code mit den Daten des Tieres und der Halter verknüpft.
Diese Verpflichtung gilt nicht nur für Hunde, sondern auch für Zuchtkatzen. Wichtig zu wissen: Auch unkastrierte Freigängerkatzen gelten rechtlich als Zuchtkatzen und müssen daher ebenfalls registriert werden.
Atsu wurde unmittelbar nach der Diagnose operiert. Der komplizierte Bruch wurde chirurgisch versorgt und stabilisiert. Die Operation verlief erfolgreich, auch die erste Nachkontrolle stimmt die behandelnden Tierärzte vorsichtig optimistisch.
Für den jungen Hund beginnt nun eine längere Heilungsphase. Sein Bein ist ruhiggestellt, er erhält Schmerzmittel und Antibiotika, und der Verband wird regelmäßig kontrolliert. Besonders herausfordernd ist diese notwendige Ruhephase für einen vier Monate alten Welpen, der sich eigentlich in der wichtigsten Entwicklungsphase seines Lebens befindet.
"In diesem Alter sollten Hunde eigentlich Sicherheit, Vertrauen und positive Erfahrungen sammeln und nicht solche Verletzungen erleiden", betont Benda die Tragik der Situation. Statt neugierig seine Umwelt zu entdecken und zu spielen, muss Atsu nun Schmerzen ertragen und sich schonen.
Das Veterinäramt der Stadt Wien und das TierQuarTier bitten die Bevölkerung eindringlich um Mithilfe. Personen, die Atsu erkennen oder Hinweise zu seiner Herkunft und Vorgeschichte geben können, werden dringend ersucht, sich zu melden. Möglicherweise erkennt jemand den Welpen auf den veröffentlichten Fotos wieder.
Hinweise nimmt das Fundservice für Haustiere der Stadt Wien unter der Telefonnummer 01/4000-8060 entgegen. Die Behörden hoffen, durch Zeugenhinweise Licht in die Umstände zu bringen, die zu Atsus Verletzungen geführt haben.
Die Wiener Behörden weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren gesetzlich strengstens verboten ist. Verstöße werden mit Geldstrafen von bis zu 7.500 Euro geahndet. Diese hohen Strafen sollen abschreckend wirken und Tiere vor dem Schicksal bewahren, das Atsu erlitten hat.
Im TierQuarTier Wien wird Atsu derzeit rund um die Uhr medizinisch betreut und liebevoll umsorgt. Die erfahrenen Tierpfleger tun alles, um dem jungen Hund die bestmögliche Betreuung zu gewährleisten und ihm trotz seiner traumatischen Erfahrungen Vertrauen zu Menschen zu vermitteln.
Sobald Atsu vollständig genesen ist, soll für ihn ein liebevolles, dauerhaftes Zuhause gefunden werden. Trotz seiner schlimmen Erfahrungen zeigt der junge Hund bereits wieder Lebensfreude und Vertrauen zu seinen Pflegern – ein hoffnungsvolles Zeichen für seine Zukunft.
Das TierQuarTier Wien gilt als eines der modernsten Tierheime Europas und entspricht den höchsten Standards zeitgemäßer Tierbetreuung. Die Einrichtung hat den Tierschutz in Wien auf eine völlig neue Ebene gehoben und bietet Tieren in Not ein temporäres Zuhause mit professioneller Betreuung.
Alle Tiere werden während ihres Aufenthaltes bestens medizinisch versorgt, professionell gepflegt und betreut, während sie auf ihr neues, artgerechtes Zuhause warten. Fälle wie der von Atsu zeigen, wie wichtig diese Arbeit ist und welchen Unterschied eine moderne, gut ausgestattete Einrichtung im Leben verletzter und traumatisierter Tiere machen kann.
Atsus Fall ist leider kein Einzelfall. In den vergangenen Monaten wurden im TierQuarTier wiederholt Tiere aufgenommen, die verletzt aufgefunden wurden. Diese Entwicklung bereitet den Tierschützern große Sorge und unterstreicht die Notwendigkeit, das Bewusstsein für Tierschutz in der Gesellschaft weiter zu stärken.
Jeder Fall von Tierleid ist einer zu viel, besonders wenn es sich um so junge und hilflose Tiere wie Atsu handelt. Die Hoffnung der Tierschützer liegt darauf, dass durch Aufklärung und entsprechende rechtliche Maßnahmen solche Fälle in Zukunft verhindert werden können.