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OTS-MeldungExzellenzinitiative/Wissenschaftsfonds FWF/Eva-Maria Holzleitner/Emerging Fields/Christof Gattringer

35 Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte in Österreich

FWF fördert sechs neue Emerging-Fields-Konsortien mit Fokus auf Durchbruchsforschung

9. März 2026 um 11:41
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Der österreichische Wissenschaftsfonds investiert massiv in zukunftsweisende Forschung und schafft neue Denkräume für wissenschaftliche Pionierarbeit.

Österreichs Forschungslandschaft erhält einen bedeutenden Schub: Im Rahmen der Exzellenzinitiative excellent=austria investiert der österreichische Wissenschaftsfonds FWF 35 Millionen Euro in sechs neue Emerging-Fields-Konsortien. Diese innovativen Forschungsprojekte sind an renommierten Standorten in Innsbruck, Klosterneuburg, Linz und Wien angesiedelt und sollen wissenschaftliche Durchbrüche in völlig neuen Bereichen ermöglichen.

Förderung von Pionierforschung mit Paradigmenwechsel-Potenzial

Die ausgewählten Projekte zeichnen sich durch ihre neuartigen Ansätze aus und konnten eine internationale FWF-Jury mit ihrem außergewöhnlichen Innovationspotenzial überzeugen. "Als Wissenschaftsministerin ist es mir ein zentrales Anliegen, dass Spitzenforschung immer auch neue Denkräume eröffnet", erklärt Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung. "Mit der Förderung von Emerging Fields wollen wir wissenschaftliche, hochinnovative Pionierarbeit ermöglichen, die Disziplinengrenzen überwindet."

Besonders bemerkenswert ist, dass bei der Hälfte der diesjährigen Konsortien Frauen als Koordinatorinnen die Führung übernehmen – ein wichtiges Signal für die Gleichberechtigung in der österreichischen Forschungslandschaft.

Vielfältige Forschungsbereiche mit gesellschaftlicher Relevanz

Die sechs neuen Emerging Fields decken ein breites Spektrum ab und widmen sich hochaktuellen Forschungsfeldern: von Design und Kunst über Krebsforschung und Mathematik bis hin zu Umweltforschung, Molekularbiologie und Verhaltensforschung. FWF-Präsident Christof Gattringer betont die Bedeutung dieser Vielfalt: "Die großen wissenschaftlichen Durchbrüche beginnen oft mit einer Idee, die noch niemand zuvor verfolgt hat. Genau dafür schaffen wir mit den Emerging Fields den nötigen Freiraum."

Die Bandbreite der Projekte reicht von neuen Strategien im Kampf gegen Krebs über Forschung gegen Plastikstaub in der Luft bis hin zur Selbstbestimmung in der Kunst. Diese thematische Vielfalt spiegelt die interdisziplinäre Ausrichtung der Initiative wider und zeigt das Potenzial für bahnbrechende Erkenntnisse auf.

Österreichweite Kooperation stärkt Forschungsstandort

An den sechs neuen Emerging Fields arbeiten Forschende aus elf Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten zusammen. Diese breite institutionelle Vernetzung stärkt nicht nur die Qualität der Forschung, sondern auch den Wissenschaftsstandort Österreich insgesamt.

Die Universität Wien ist an vier der neuen Konsortien beteiligt, die Technische Universität Wien an drei und die Veterinärmedizinische Universität Wien an zwei Konsortien. Weitere wichtige Partner sind die BOKU University, das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das IMP – Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), die Kunstuniversität Linz, die Medizinische Universität Wien, die St. Anna Kinderkrebsforschung sowie die Universität Innsbruck.

Langfristige Forschungsstrukturen entstehen

In jedem Konsortium arbeiten Teams von bis zu 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über einen Zeitraum von fünf Jahren zusammen. Diese längerfristige Planungssicherheit ermöglicht es den Forschenden, auch risikoreichere und zeitaufwändige Ansätze zu verfolgen. Nach drei Jahren ist eine Zwischenbegutachtung vorgesehen, um den Fortschritt zu evaluieren und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Strenges Auswahlverfahren sichert Qualität

Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgte nach einem mehrstufigen, international anerkannten Verfahren. Von ursprünglich 37 eingereichten Anträgen schafften es nur die innovativsten in die Endauswahl. Die internationale, multidisziplinäre Jury unter der Leitung von Aileen Fyfe von der University of St Andrews in Schottland bewertete zunächst das Potenzial der Projekte anhand dreiseitiger Synopsen.

Nur jene Anträge, die den angestrebten hohen Innovationsgrad erfüllten, wurden international begutachtet und dem FWF-Kuratorium vorgelegt. Dieses erstellte auf Basis der Gutachten eine Shortlist mit neun Konsortien, die ihre Forschungsvorhaben in einem Hearing der Jury präsentierten. Die endgültigen Förderentscheidungen traf das Kuratorium des FWF basierend auf den Empfehlungen der internationalen Jury.

Exzellenzinitiative excellent=austria zeigt Wirkung

Mit den sechs neuen Konsortien erhöht sich die Gesamtzahl der Emerging Fields auf elf. Diese Entwicklung zeigt den Erfolg der Exzellenzinitiative excellent=austria, die darauf abzielt, die Spitzenforschung an österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten zu stärken.

Die Initiative schafft nicht nur attraktive Rahmenbedingungen für eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen, sondern gibt Forschenden auch den nötigen Freiraum, um vielversprechende und innovative Ansätze zu verfolgen. Dabei wird bewusst ein höheres Risiko in Kauf genommen, da gerade bei bahnbrechenden Forschungsvorhaben der Ausgang ungewiss ist.

Langfristige Auswirkungen auf Gesellschaft erwartet

Die geförderten Projekte haben das Potenzial, in ihren jeweiligen Forschungsfeldern Paradigmenwechsel auszulösen. "So schaffen wir die Voraussetzungen, damit besonders innovative Ideen realisiert werden können, die langfristig der Gesellschaft zugutekommen", erklärt FWF-Präsident Gattringer die strategische Ausrichtung der Förderung.

Diese langfristige Perspektive ist besonders wichtig in Zeiten globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheitskrisen oder sozialer Transformationen. Die interdisziplinäre Ausrichtung der Emerging Fields ermöglicht es, komplexe Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln anzugehen und innovative Lösungsansätze zu entwickeln.

Österreichischer Wissenschaftsfonds als Motor der Innovation

Der FWF etabliert sich mit dieser Initiative weiter als Österreichs führende Organisation zur Förderung der Grundlagenforschung und künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung. Durch das internationale Peer-Review-Verfahren werden jene Forschenden und Ideen gefördert, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Qualität wegweisend sind.

Die gewonnenen Erkenntnisse stärken nicht nur Österreich als Forschungsnation, sondern legen auch eine breite Basis, um zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen besser begegnen zu können. Die themenoffene Förderung ermöglicht es dabei, auch unkonventionelle Ansätze zu unterstützen, die möglicherweise zu unerwarteten Durchbrüchen führen.

Mit der Investition von 35 Millionen Euro in die sechs neuen Emerging-Fields-Konsortien setzt Österreich ein starkes Signal für die Bedeutung von Spitzenforschung und Innovation. Die Initiative zeigt, dass das Land bereit ist, in die Zukunft seiner Wissenschaftslandschaft zu investieren und dabei auch risikoreichere Projekte zu unterstützen, die das Potenzial für bahnbrechende Erkenntnisse haben.

Schlagworte

#FWF#Forschung#Wissenschaft#Austria#Innovation#Emerging Fields

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