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Neue Akkutriebzüge für Niederösterreichs Regionalbahnen

Sieben moderne FLIRT Akku-Züge ab 2028 auf Kamptal- und Erlauftalbahn

12. März 2026 um 10:41
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63 Millionen Euro Investition: Moderne Akkutriebzüge ersetzen alte Dieselfahrzeuge auf niederösterreichischen Regionalbahnen ab 2028.

Niederösterreichs Regionalbahnen bekommen einen deutlichen Modernisierungsschub: Ab dem Fahrplan 2028/2029 werden sieben neue Akkutriebzüge des Typs FLIRT Akku auf den Strecken zwischen St. Pölten und Horn sowie auf der Erlauftalbahn eingesetzt. Die Finanzierung der 63 Millionen Euro teuren Investition haben Mobilitätsminister Peter Hanke, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Udo Landbauer gemeinsam sichergestellt.

Moderne Technologie ersetzt veraltete Dieselzüge

Die neuen Akkutriebzüge werden über einen Rahmenvertrag von den ÖBB bei Stadler Rail bestellt und stellen eine erhebliche Verbesserung gegenüber den bisher eingesetzten Dieseltriebwagen dar. Bis zu 40 Jahre alte, nicht barrierefreie Fahrzeuge werden durch moderne, umweltfreundliche Züge ersetzt, die über Klimaautomatik, barrierefreie Einstiege und zeitgemäße Ausstattung verfügen.

Insgesamt werden bis 2029 sogar 23 neue Akkutriebzüge in Niederösterreich im Einsatz sein. Bereits ab 2028 startet der schrittweise Einsatz von 16 Akkutriebzügen auf der Kamptal- und der Kremserbahn zwischen St. Pölten und Horn.

Deutliche Umweltverbesserung durch Elektroantrieb

Der Wechsel von Diesel- auf Akkuantrieb bringt erhebliche ökologische Vorteile mit sich. Mobilitätsminister Peter Hanke betont die klimapolitische Bedeutung der Investition: "Der Betrieb mit Akku-Zügen anstelle von Dieseltriebwagen reduziert den CO2-Ausstoß pro Jahr um rund 1.200 Tonnen und spart eine halbe Million Liter Diesel ein."

Diese Maßnahme fügt sich in die österreichweite Strategie zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors ein und trägt zur Erreichung der Klimaziele bei. Gleichzeitig wird die Lärmbelastung für Anrainerinnen und Anrainer deutlich reduziert, da Elektroantriebe wesentlich leiser sind als Dieselmotoren.

Finanzierung durch Bund und Land

Die Fahrzeuginvestition von rund 63 Millionen Euro erfolgt durch die ÖBB-Personenverkehr AG. Bei der Finanzierung der Verkehrsdienste übernimmt der Bund rund 70 Prozent der Kosten, das Land Niederösterreich trägt etwa 30 Prozent. Diese Aufteilung entspricht dem bewährten System der öffentlichen Verkehrsfinanzierung in Österreich.

Hanke sieht in der gemeinsamen Finanzierung einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge: "Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Land Niederösterreich diese wichtige Finanzierung auf den Weg bringen konnten. Das Mobilitätsministerium leistet damit einen relevanten Beitrag, die Daseinsvorsorge im ländlichen Gebiet in Niederösterreich sicherzustellen."

Vorteile für Pendlerinnen und Pendler

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hebt die Bedeutung für Berufspendler hervor: "Gerade für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das mehr Komfort, mehr Verlässlichkeit und eine zeitgemäße Verbindung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz." Die neuen Züge bieten erheblich verbesserte Fahrbedingungen gegenüber den alten Dieselgarnituren.

Verkehrslandesrat Udo Landbauer betont die regionale Bedeutung: "Mit der Erweiterung der Akku-Zug-Flotte bekennen wir uns ganz klar zu unseren Regionalbahnen. Wir setzen damit einen weiteren Meilenstein für einen modernen öffentlichen Verkehr für die gesamte Region und steigern so die Lebensqualität unserer Landsleute maßgeblich."

Technische Ausstattung der neuen Züge

Die FLIRT Akku-Züge bieten moderne Ausstattungsmerkmale, die den heutigen Ansprüchen an öffentliche Verkehrsmittel entsprechen:

  • 160 Sitzplätze für komfortables Reisen
  • 12 Fahrradstellplätze für multimodale Mobilität
  • 63 Meter Zuglänge für ausreichend Kapazität
  • Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h
  • Klimaautomatik für ganzjährigen Komfort
  • Barrierefreie Einstiege für alle Fahrgäste
  • Ergonomische Komfortsitze
  • Steckdosen an den Sitzplätzen
  • Modernes Fahrgastinformationssystem

Stärkung des Tourismus

Die neuen Bahnverbindungen sollen auch dem Tourismus in der Region zugutekommen. Mikl-Leitner erklärt: "Gleichzeitig stärken wir damit auch den Tourismus im Kamptal, Krems und dem Erlauftal, denn attraktive Bahnverbindungen machen unsere Ausflugs- und Urlaubsregionen noch besser erreichbar."

Besonders das Kamptal als Weinbauregion und das Erlauftal als Naherholungsgebiet profitieren von der verbesserten Anbindung. Touristen können künftig bequem und umweltfreundlich diese Regionen erreichen, was zur nachhaltigen touristischen Entwicklung beiträgt.

Meilenstein für den ländlichen Raum

Die Investition in moderne Akkutriebzüge ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum. Landbauer sieht darin einen Paradigmenwechsel: "Mit dem Einsatz der bis 2029 insgesamt 23 neuen Akkutrieb-Züge, katapultieren wir den Nahverkehr in Niederösterreich in eine neue Ära."

Diese Modernisierung trägt dazu bei, die Attraktivität ländlicher Regionen als Wohn- und Arbeitsstandort zu erhalten und zu steigern. Gute öffentliche Verkehrsverbindungen sind ein wichtiger Standortfaktor für Familien und Unternehmen.

Ausblick auf die Zukunft

Die Beschaffung der sieben zusätzlichen Akkutriebzüge ist ein weiterer Baustein in der Modernisierung des österreichischen Bahnverkehrs. Sie zeigt, dass auch kleinere Regionalstrecken von der technologischen Entwicklung profitieren und nicht nur die Hauptverbindungen im Fokus stehen.

Mit dem Fahrplanwechsel 2028/2029 werden Fahrgäste auf den niederösterreichischen Regionalbahnen einen deutlichen Qualitätssprung erleben. Die Kombination aus modernem Komfort, Umweltfreundlichkeit und verbesserter Zuverlässigkeit macht den öffentlichen Verkehr zu einer noch attraktiveren Alternative zum Individualverkehr.

Schlagworte

#Akkutriebzüge#Niederösterreich#Regionalbahn#Mobilität#ÖBB

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