Gesundheitsministerium stockt kostenloses Impfprogramm auf
Das Gesundheitsministerium liefert früher als geplant 250.000 zusätzliche Gürtelrose-Impfdosen nach. Die hohe Nachfrage zeigt das Interesse an Prävention.
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) kündigt die nächste Lieferung von Gürtelrose-Impfstoffen früher als erwartet an. Bis Anfang April werden insgesamt 250.000 zusätzliche Dosen des Herpes-Zoster-Impfstoffs schrittweise für ganz Österreich bereitgestellt. Seit letzter Woche können niedergelassene, impfende Einrichtungen den Impfstoff wieder über den e-Impfshop der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) bestellen. Die Impfreferentinnen und Impfreferenten der Ärztekammern wurden darüber bereits vorab informiert.
„Die Nachfrage nach der Gürtelrose-Impfung ist seit dem Start des kostenlosen Programms enorm hoch. Das zeigt, wie groß das Interesse an Prävention ist. Früher hat diese Impfung für Patientinnen und Patienten rund 500 Euro gekostet – dass sie heute kostenlos verfügbar ist, ist ein wichtiger Schritt gegen Zweiklassenmedizin“, betont Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig.
„Der Gürtelrose-Impfstoff wird international produziert und am Weltmarkt eingekauft. Österreich bestellt laufend nach, ist aber von den verfügbaren Produktionsmengen abhängig. Gleichzeitig haben wir die Verantwortung, mit dem Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher sorgsam umzugehen. Wichtig ist: Wer eine Impfung möchte, bekommt sie“, so Königsberger-Ludwig.
Seit letzter Woche können niedergelassene, impfende Einrichtungen den Impfstoff wieder über den e-Impfshop der Bundesbeschaffung GmbH bestellen. Die Impfreferentinnen und Impfreferenten der Ärztekammern wurden bereits vorab über die Verfügbarkeit informiert.
Durch die Lieferung in Tranchen kann es vorübergehend zu unterschiedlichen Verfügbarkeiten bei impfenden Einrichtungen kommen. Für die zweite Dosis besteht jedoch ausreichend zeitlicher Spielraum: Sie wird üblicherweise nach etwa sechs Monaten verabreicht, kann aber auch deutlich später erfolgen. Damit möglichst viele Ordinationen und Impfstellen rasch Impfstoff erhalten, gibt es zu Beginn eine garantierte Bestellmenge pro impfender Einrichtung. Unter diese Kategorie fallen alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Ambulatorien, Arbeitsmediziner:innen, arbeitsmedizinische Zentren sowie Krankenhäuser, Reha- und Kuranstalten. Diese garantierten Mengen stehen etwa eine Woche im e-Impfshop zur Verfügung. Danach werden – sofern noch Mengen vorhanden sind – weitere Kontingente mit Bestelllimits freigegeben. Größere impfende Einrichtungen der Bundesländer und der Sozialversicherung erhalten weiterhin größere Kontingente.
„Gürtelrose ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die für Betroffene auch chronische Schmerzzustände zur Folge haben kann. Die Einführung des Gratis-Impfprogramms ist daher ein wichtiger Schritt hin zu mehr Prävention – und die große Nachfrage zeigt, wie wichtig dieses Angebot für die Menschen ist. Es freut mich sehr, dass von den zusätzlichen Impfdosen nun noch mehr Menschen profitieren können. Denn eines ist klar: Der Schutz vor Schmerz darf niemals eine Frage des Geldbeutels sein“, ergänzt die Gesundheitslandesrätin aus Tirol, Cornelia Hagele.
„Jede Impfung ist ein klares Zeichen für Prävention und Gesundheitsvorsorge. Als Sozialversicherung ist es unser Auftrag, den Zugang zu wirksamen Impfungen zu erleichtern und das Bewusstsein dafür weiter zu fördern. Die Aufstockung der Gürtelrose-Impfdosen bringt nicht nur Vorteile für die Versicherten selbst, sondern auch für das gesamte Gesundheitssystem. Impfungen sind das beste Mittel zur Prävention von Krankheiten und medizinisch notwendigen Behandlungen, die oft eine Belastung für die Betroffenen, aber auch das gesamte System darstellen“, betont Peter McDonald, Kuriensprecher der Sozialversicherung in der Bundes-Zielsteuerungskommission.
„Die Gürtelrose-Impfung ist ein wichtiger Schritt in der Prävention und wird von der Bevölkerung stark nachgefragt. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind dabei eine tragende Säule, weil sie ihre Patientinnen und Patienten beraten und die Impfungen verlässlich durchführen“, sagt der Chefarzt der ÖGK, Dr. Andreas Krauter.
Seit dem Start des erweiterten öffentlichen Impfprogramms im November 2025 wurden bereits rund 400.000 Dosen der Gürtelrose-Impfung sowie rund 400.000 Dosen der Pneumokokken-Impfung für impfende Einrichtungen in ganz Österreich bereitgestellt. Der Großteil dieser Impfstoffe wurde bereits ausgeliefert und verimpft.
Die nächsten größeren Lieferungen von Gürtelrose-Impfstoffen sind spätestens im Sommer vorgesehen. Das öffentliche Impfprogramm läuft bis 2028 und bleibt für die Bevölkerung kostenlos.
Alle Informationen zu den aktuellen Impfangeboten sowie eine Suche nach impfenden Einrichtungen finden Sie unter: impfen.gv.at