Über 200 Patienten bereits im neuen Therapiezentrum chronischer Schmerz behandelt
Das neue Therapiezentrum für chronische Schmerzen im Rabenhof versorgt bereits über 200 Patienten mit modernsten Behandlungsmethoden auf e-Card.
Chronische Schmerzen betreffen in Österreich rund 1,5 Millionen Menschen – allein in Wien gibt es einen enormen ungedeckten Behandlungsbedarf. Seit November 2024 gibt es jedoch eine neue Anlaufstelle für Betroffene: Das Therapiezentrum chronischer Schmerz (TCS) im Rabenhof, eine ambulante Versorgungseinheit des Herz-Jesu Krankenhauses, zieht nach 100 Tagen eine positive Zwischenbilanz.
Die Zahlen sprechen für sich: Über 200 Patientinnen und Patienten mit anhaltenden Schmerzen konnten bereits neu versorgt werden. Bis Ende des Jahres sollen es sogar bis zu 750 Patientinnen und Patienten sein, die von dem innovativen Behandlungskonzept profitieren können.
"Mit dem Therapiezentrum chronischer Schmerz im Rabenhof setzen wir neue Maßstäbe in der Versorgung von Menschen mit langanhaltenden Schmerzen in Wien", betont Prim. Dr. Manfred Greher, Ärztlicher Direktor des Herz Jesu Krankenhauses und Leiter des TCS.
Was das TCS von anderen Einrichtungen unterscheidet, ist der ganzheitliche Ansatz und vor allem die Zeit, die sich die Experten für jeden einzelnen Patienten nehmen. Chronische Schmerzen sind komplex und erfordern eine sorgfältige Abklärung als Basis für eine wirksame Behandlung.
Im TCS steht der Mensch mit seiner individuellen Schmerzgeschichte im Zentrum. Für das ärztliche Erstgespräch und die anschließende psychologische Begutachtung stehen allein zwei Stunden pro Patient zur Verfügung – ein Luxus, den sich viele andere Einrichtungen aufgrund des Zeitdrucks nicht leisten können.
Das Erfolgsrezept des TCS liegt in der engen Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Ärztinnen und Ärzte, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Psychologinnen und Psychologen, Diätologinnen und Diätologen sowie Physio- und Ergotherapeutinnen arbeiten hier Hand in Hand.
Diese multimodale Schmerztherapie geht weit über die reine medizinische Behandlung hinaus und umfasst auch psychologische Betreuung, Entspannungsverfahren, Biofeedback und Akupunktur. Besonders innovativ sind die virtual-reality-basierten Therapien, die neue Wege in der Schmerzbehandlung eröffnen.
Ein entscheidender Vorteil für die Patientinnen und Patienten: Alle Behandlungen im TCS erfolgen auf e-Card und werden von den Krankenkassen sowie von der Stadt Wien mitfinanziert. Dies macht die modernsten Schmerztherapie-Methoden auch für Menschen mit geringerem Einkommen zugänglich – ein wichtiger Schritt zur Demokratisierung der Gesundheitsversorgung.
Die Terminvergabe erfolgt unkompliziert über die Gesundheitshotline 1450, die an 365 Tagen rund um die Uhr erreichbar ist. Somit können Betroffene jederzeit einen Termin vereinbaren, ohne lange Wartezeiten oder komplizierte Anmeldeprozeduren.
Alle im TCS angewandten Behandlungsmethoden entsprechen den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und haben ein klares Ziel: Menschen mit chronischen Schmerzen sollen wieder ein selbstbestimmtes Leben führen können. Die Therapieansätze werden kontinuierlich an die neuesten Forschungsergebnisse angepasst.
Chronische Schmerzen können das Leben der Betroffenen stark einschränken und zu sozialer Isolation, Depressionen und Arbeitsunfähigkeit führen. Das ganzheitliche Behandlungskonzept des TCS zielt darauf ab, nicht nur die Schmerzen zu lindern, sondern auch die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.
Die Eröffnung des TCS war dringend notwendig: Allein in Wien besteht ein hoher ungedeckter Behandlungsbedarf für Menschen mit chronischen Schmerzen. Viele Betroffene mussten bisher lange Wartezeiten in Kauf nehmen oder auf private Behandlungen ausweichen.
Mit dem neuen Zentrum im Rabenhof schließt das Herz-Jesu Krankenhaus – ein Krankenhaus der Vinzenz Gruppe Wien – eine wichtige Versorgungslücke. Die Einrichtung ergänzt das bestehende Angebot der orthopädischen Fachklinik, die bereits über hohe Expertise in den Bereichen Rheumatologie, Osteologie und Schmerztherapie verfügt.
Das TCS ist ein weiteres Beispiel für die innovative Ausrichtung der Vinzenz Gruppe, eines der größten gemeinnützigen Gesundheits- und Sozialunternehmen Österreichs. Mit rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleitet die Organisation Menschen in allen Lebensphasen – von der Prävention über den klinischen Bereich bis hin zu Pflege und Rehabilitation.
Die 1995 von Ordensfrauen gegründete Vinzenz Gruppe verbindet christliche Werte mit modernem Innovationsgeist und entwickelt die Gesundheitsversorgung Österreichs ganzheitlich weiter. Das TCS fügt sich nahtlos in diese Philosophie ein und zeigt, wie traditionelle Werte mit modernster Medizin kombiniert werden können.
Die ersten 100 Tage des TCS haben gezeigt, dass das Konzept aufgeht. Die hohe Nachfrage und die positiven Rückmeldungen der Patientinnen und Patienten bestätigen den Bedarf für eine spezialisierte Schmerztherapie in Wien.
Das Herz-Jesu Krankenhaus plant, das Angebot weiter auszubauen und kontinuierlich zu verbessern. Dabei stehen immer die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt – getreu dem Motto der Vinzenz Gruppe: "Gesundheit kommt von Herzen".
Für Betroffene, die unter chronischen Schmerzen leiden, bietet das TCS damit neue Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität. Die Kombination aus modernster Medizin, ausreichend Zeit für jeden Patienten und der Verfügbarkeit als Kassenleistung macht das Zentrum zu einer wichtigen Errungenschaft für die Wiener Gesundheitsversorgung.