Neue Studie zeigt: KI-Investitionen zahlen sich bereits nach kurzer Zeit aus
Digitalisierung wirkt nachhaltig auf Unternehmenserfolg. Österreichische Firmen nutzen KI überdurchschnittlich - mit messbaren Erfolgen.
Die Digitalisierung österreichischer Unternehmen zeigt deutliche Erfolge: Unternehmen, die als "digitale Champions" gelten, verzeichnen ein um 6,2 Prozentpunkte höheres Umsatzwachstum als ihre weniger digitalisierten Konkurrenten. Dies geht aus der aktuellen Studie "Die digitale Dividende" hervor, die von Accenture, der Industriellenvereinigung (IV) und dem Institut Economica seit fünf Jahren durchgeführt wird.
Neben dem höheren Umsatzwachstum weisen digitale Champions auch ein um 1,2 Prozentpunkte stärkeres Beschäftigungswachstum und eine um 6,1 Prozentpunkte höhere Produktivitätssteigerung auf als Unternehmen, die bei der Digitalisierung noch hinterherhinken. "Die digitale Dividende wirkt nachhaltig auf Umsatz, Beschäftigung und Produktivität", sagt Michael Zettel, Country Managing Director Accenture Österreich.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Digitalisierungslandschaft in Österreich: Während 2021 nur etwa 2 bis 3 Prozent der heimischen Unternehmen die höchste Digitalisierungsstufe erreicht hatten, sind es heute bereits mehr als 5 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der digitalen Nachzügler von 73 Prozent auf 65 Prozent.
Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz positioniert sich Österreich im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld. Während EU-weit 20 Prozent der Unternehmen KI nutzen, sind es in Österreich 30 Prozent. Spitzenreiter sind Dänemark mit 42 Prozent und Finnland mit 38 Prozent.
"Digitale Champions setzen innovative Technologien schneller ein. Sie bauen ihren Technologievorsprung stets weiter aus. Der Nutzungsunterschied bei GenAI liegt bei rund 12 Prozent", betont Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, Leiter des Instituts für Wirtschaftsforschung Economica und Professor an der Seeburg Castle University.
Die Unterschiede zwischen digitalen Champions und Nachzüglern zeigen sich in verschiedenen Technologiebereichen deutlich:
39 Prozent der befragten Unternehmen geben einen positiven Return on Investment für KI-Investitionen an, sagt Philipp Krabb, Leiter Research bei Accenture Österreich.
Der aktuellen Befragung zufolge werden durch die KI-Nutzung heute durchschnittlich 1,25 Stunden pro Arbeitstag eingespart. 58 Prozent der Unternehmen, die KI einsetzen, berichten von einer höheren Qualität der Arbeit. Gleichzeitig sinkt die Fehlerquote. "Ein AI-Einsatz ermöglicht ein zusätzliches Drittel der eigenen Arbeitskraft", erklärt Krabb.
Die Analyse zeigt, dass österreichische Unternehmen vorrangig interne Prozesse digitalisieren, während die Schnittstellen zum Markt vergleichsweise weniger digitalisiert sind. Die Verteilung der Prozessautomatisierung sieht folgendermaßen aus:
57 Prozent der Befragten haben laut Studie KI im Einsatz oder planen es für die nähere Zukunft. Verwaltung, Vertrieb, Verkauf & Logistik sowie Kunden- und Marktkommunikation werden als starke Einsatzgebiete genannt, so Philipp Krabb.
Obwohl große Unternehmen derzeit stärker digitale Technologien nutzen als KMU, betont Christian Helmenstein: "Jeder kann digitaler Champion werden – egal ob groß, klein, Industrie, Handwerk oder Dienstleistung. Die Chancen gilt es zu ergreifen."
Accenture, die Industriellenvereinigung (IV) und Economica analysieren seit fünf Jahren mit der Studie "Die digitale Dividende" den Status quo der Digitalisierung der heimischen Unternehmen. Weitere Details sind in der Studie nachzulesen.