David Schalkos Erfolgsserie mit Robert Palfrader und Nicholas Ofczarek
Nach 14 Jahren kehrt die ORF-Kultserie "Braunschlag" als zweiteiliges Special zurück - mit dem kompletten Originalcast und einer verrückten Zeitreise ins Jahr 1986.
Es ist eine der meistgeliebten österreichischen Serien der letzten Jahre: "Braunschlag" von Regisseur und Drehbuchautor David Schalko begeisterte 2012 das Publikum mit seiner skurrilen Mischung aus schwarzem Humor und gesellschaftskritischen Untertönen. Nach 14 Jahren kehrt die fiktive Waldviertler Gemeinde nun zurück - und das auf spektakuläre Weise.
Am Freitag, 20. März 2026, und Samstag, 21. März 2026, jeweils um 20.15 Uhr in ORF 1, läuft "Braunschlag 1986" - eine Fortsetzung der Kultserie in Form eines zweiteiligen Specials. Jeder Teil hat Spielfilmlänge und verspricht den gewohnten Schalko'schen Humor gepaart mit gesellschaftlicher Satire. Bereits 24 Stunden vor der TV-Ausstrahlung können die Folgen auf ORF ON gestreamt werden.
Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2025 statt - genau wie beim Original im nördlichen Waldviertel, wo die authentische Kulisse der fiktiven Gemeinde entsteht. Diese Treue zum ursprünglichen Schauplatz unterstreicht die Kontinuität der Serie und ihre Verwurzelung in der österreichischen Landschaft.
Die gute Nachricht für alle Fans: Fast das komplette Originalensemble kehrt zurück. Robert Palfrader schlüpft wieder in die Rolle des Bürgermeisters Gerri Tschach, Nicholas Ofczarek übernimmt erneut den Part des Discobesitzers Richard Pfeisinger. Mit dabei sind auch Maria Hofstätter, Nina Proll, Manuel Rubey, Sabrina Reiter, Christopher Schärf, Simon Schwarz, Raimund Wallisch, Branko Samarovski, Thomas Stipsits, Stefanie Reinsperger, Erol Nowak, Inge Maux und David Wurawa.
Als Neuzugang verstärkt Nora Waldstätten das bereits beeindruckende Ensemble. Die Schauspielerin, bekannt aus zahlreichen österreichischen und deutschen Produktionen, wird sicherlich neue Akzente in die bewährte Gruppendynamik bringen.
Die Handlung knüpft dort an, wo die ursprüngliche Serie endete. Nach der angeblichen Marienerscheinung, die Tausende Touristen ins nördliche Waldviertel lockte, machte ein Atomunfall das Gebiet unzugänglich. Während alle anderen Bewohner flüchteten, blieben nur Bürgermeister Tschach und Discobesitzer Pfeisinger zurück.
Jetzt ist die Luft wieder rein, aber die Gemeinde steht vor dem Nichts. Da kommt Tschach eine seiner Marktgemeinde würdige Idee: Er erlässt kurzerhand eine Verordnung, nach der in Braunschlag ab sofort das Jahr 1986 herrscht. Diese geniale Mischung aus Nostalgie und Digital Detox soll die Gemeinde wieder zum Leben erwecken.
Doch die Rückkehr ins Jahr 1986 bringt nicht nur nostalgische Gefühle mit sich. Die Tatsache, dass 1986 gesellschaftlich viele Dinge anders waren als heute, sorgt für Aufruhr beim Wahlvolk. David Schalko nutzt dieses Setting geschickt, um aktuelle gesellschaftliche Diskussionen zu reflektieren und dabei seinen charakteristischen schwarzen Humor zu entfalten.
Der Erfolg bleibt nicht unbeobachtet: Ein jugendlicher Investor namens B.B., gespielt von Arthur Vischer, wittert seine Chance, und auch die Politik will ihren Fußabdruck hinterlassen. Gleichzeitig taucht die geheimnisvolle Ronda (Gabriela Garcia Vargas) in der Disco Lametta auf und bringt weitere Dynamik in die Geschichte.
Im zweiten Teil spitzen sich die persönlichen Konflikte zu. Elfie Pfeisinger (Nina Proll) fordert von Gerri und Richard, dass sie endlich ihre Vaterpflichten übernehmen - bei ihrem ängstlichen Sohn Winni ist es nämlich nicht mit nur einem Vater getan. Diese Konstellation verspricht sowohl komische als auch emotionale Momente.
Bürgermeister Tschach trauert seiner Ehe mit Herta (Maria Hofstätter) nach, die gekommen ist, um die Scheidung zu verlangen. Dr. Feist (Thomas Stipsits) gerät durch die Asche seines Vaters in eine Ehekrise, während Ronnie Zemann (Christopher Schärf) die Zeit nutzt, um aus allem Profit zu schlagen.
Besonders brisant wird es um den afrikanischen Pfarrer Riccardo (David Wurawa), der ums Überleben kämpft: Vor den Stadttoren wird sowohl für als auch gegen ihn demonstriert. Diese Storyline greift aktuelle gesellschaftliche Spannungen auf und zeigt, wie geschickt Schalko zeitgenössische Themen in seine Erzählung einwebt.
Investor B.B. will den ganzen Ort in einen Themenpark verwandeln - eine Kritik an der Kommerzialisierung und Touristifizierung ländlicher Räume. Der wieder aufgetauchte Dorfkauz Reinhard Matussek (Raimund Wallisch) verspricht ein besseres Leben auf dem fernen Planeten Blax und fügt der Geschichte eine weitere surreale Komponente hinzu.
"Braunschlag 1986" ist eine Produktion von Superfilm in Koproduktion mit dem ORF. Das Projekt wurde vom Fernsehfonds Austria, FISA+ und dem Land Niederösterreich gefördert - ein Zeichen für das Vertrauen in die Qualität österreichischer Serienproduktionen.
Diese Förderstruktur ermöglicht es, hochwertige heimische Inhalte zu produzieren, die sowohl unterhalten als auch gesellschaftliche Diskussionen anstoßen. David Schalko hat mit "Braunschlag" bereits bewiesen, dass österreichische Serien international konkurrenzfähig sind und dabei authentisch österreichisch bleiben können.
Für alle, die die Wartezeit bis zur Premiere verkürzen möchten: Die erste Staffel von "Braunschlag" steht bereits auf ORF ON zum Wiedersehen zur Verfügung. So können sich Fans perfekt auf die Fortsetzung einstimmen und vergessene Details der ursprünglichen Handlung auffrischen.
Die beiden neuen Teile werden jeweils 24 Stunden vor ihrer TV-Ausstrahlung auf ORF ON verfügbar sein. Diese Strategie entspricht dem modernen Sehverhalten und ermöglicht es dem Publikum, flexibel zu entscheiden, wann und wie sie die Serie konsumieren möchten.
Nostalgiker und Sammler können die erste Staffel auch weiterhin als DVD-Box im ORF-Shop erwerben - ein physisches Medium für eine Serie, die selbst mit Nostalgie und dem Wert der Vergangenheit spielt.
Die Rückkehr von "Braunschlag" kommt zu einem interessanten Zeitpunkt. Nach Jahren der Pandemie, gesellschaftlicher Spannungen und politischer Umbrüche sehnen sich viele Menschen nach Humor und Eskapismus. Gleichzeitig ist das Bedürfnis nach kritischer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen ungebrochen.
David Schalko hat mit der ursprünglichen Serie gezeigt, dass er diese Balance meisterhaft beherrscht. Die Erwartungen an "Braunschlag 1986" sind entsprechend hoch. Die Idee, eine fiktive Zeitreise ins Jahr 1986 als Ausgangspunkt zu nehmen, bietet unzählige Möglichkeiten für gesellschaftliche Kommentare und nostalgische Referenzen.
Ob die Fortsetzung an den Erfolg der ursprünglichen Serie anknüpfen kann, wird sich ab dem 20. März 2026 zeigen. Die Rückkehr des kompletten Ensembles und die bewährte kreative Vision von David Schalko lassen jedenfalls Großes erwarten. "Braunschlag 1986" verspricht nicht nur Unterhaltung, sondern auch einen kritischen Blick auf unsere Gegenwart - verpackt in den unverwechselbaren österreichischen Humor, der die Serie bereits beim ersten Mal so erfolgreich gemacht hat.