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NÖ gründet Beobachtungsstelle gegen radikalen Islam

Wissenschaftliche Kooperation mit FH Wiener Neustadt soll Radikalisierung früh erkennen

17. März 2026 um 12:12
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Niederösterreich startet neue Sicherheitsinitiative: Eine Beobachtungsstelle soll islamistische Tendenzen analysieren und Handlungsempfehlungen liefern.

Niederösterreich verstärkt seine Anstrengungen im Kampf gegen islamistische Radikalisierung: Die Landesregierung hat heute die Einrichtung einer "Beobachtungsstelle Radikaler Islam" in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt beschlossen. Die neue Initiative soll Radikalisierungstendenzen frühzeitig erkennen und wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen für die Sicherheitsarbeit entwickeln.

Wissenschaftliche Basis für Sicherheitsarbeit

Die Beobachtungsstelle wird vom Institut für Sicherheitsforschung der FH Wiener Neustadt wissenschaftlich begleitet. Damit soll eine fundierte Analysekompetenz gewährleistet werden, um Erscheinungsformen, Strukturen und Entwicklungen islamistischer Radikalisierung systematisch zu untersuchen. Mit dem heutigen Beschluss nehmen Beobachtungsstelle und Beirat unmittelbar ihre Arbeit auf.

"Als Hochschule nehmen wir neben Forschung und Lehre auch unsere ‚dritte Mission‘ wahr: gesellschaftliche Verantwortung", sagt FHWN-Geschäftsführer Axel Schneeberger. "Durch unabhängige, wissenschaftlich basierte Arbeit leisten wir einen säkularen Beitrag zur Stärkung gesellschaftlicher Resilienz – auch im Umgang mit sicherheitsrelevanten Entwicklungen."

Klare Botschaft der Landesregierung

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte: "Die Beobachtungsstelle Radikaler Islam ist unsere Botschaft an alle Dschihadisten, denen es gerade zu Hause ungemütlich wird: In Niederösterreich ist kein Platz für Islamisten." Sie betonte, dass beim Thema Sicherheit keine Kompromisse gemacht werden.

Das erklärte Ziel sei es, "Radikalisierung früh erkennen, Entwicklungen analysieren und konsequent handeln – damit Niederösterreich ein Land der Freiheit und der Sicherheit bleibt", so Mikl-Leitner weiter. Die wissenschaftliche Kooperation solle sicherstellen, dass diese Arbeit auf einer starken fachlichen Basis erfolgt.

Aufgaben der Beobachtungsstelle

Die neue Einrichtung hat mehrere zentrale Aufgabenbereiche:

  • Analyse von Erscheinungsformen islamistischer Radikalisierung
  • Untersuchung von Strukturen und Entwicklungen
  • Erstellung regelmäßiger Berichte mit Handlungsempfehlungen
  • Bündelung von Hinweisen durch eine eigene Geschäftsstelle
  • Weiterleitung relevanter Informationen an zuständige Stellen

Wissenschaftlicher Beirat

Ein wissenschaftlicher Beirat begleitet die Arbeit der Beobachtungsstelle und gibt Empfehlungen sowie Stellungnahmen zur Ausgestaltung und Durchführung von Schulungen und Beratungen auf außeruniversitärer Ebene. Der Beirat setzt sich aus der Leitung der für die Geschäftsstelle zuständigen Abteilung des Amtes der NÖ Landesregierung sowie vier externen Fachpersonen zusammen: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Bildungsdirektor Mag. Karl Fritthum, Eleonore Witt-Dörring (Direktorin des "Zentrums für das Studium des Politischen Islam") sowie OSR Christian Klar BEd., Direktor der Mittelschule Jedlesee.

Schlagworte

#Niederösterreich#Sicherheit#Islamismus#FH Wiener Neustadt#Radikalisierung

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