Zurück
OTS-MeldungNiederösterreich/Sicherheitsumbau/AST Wöllersdorf/Stau-Hotspot/Landbauer/Verkehrsinfo

Millionen-Umbau für AST Wöllersdorf startet 2026

Intelligente Ampeln und Bypässe sollen Stau-Hotspot entschärfen

17. März 2026 um 13:50
Teilen:

Niederösterreich investiert 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung der gefährlichen Anschlussstelle Wöllersdorf an der Südautobahn.

Die Anschlussstelle Wöllersdorf an der Südautobahn A2 gehört seit Jahren zu den problematischsten Verkehrsknotenpunkten in Niederösterreich. Regelmäßige Rückstauungen gefährden nicht nur Pendler, sondern belasten auch Anrainergemeinden erheblich. Nach langen Planungsarbeiten steht nun fest: Ab Mai 2026 wird das Nadelöhr grundlegend modernisiert.

5,5 Millionen Euro für mehr Verkehrssicherheit

Verkehrslandesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer gab den offiziellen Startschuss für das umfassende Modernisierungsprojekt bekannt. "Die Anschlussstelle Wöllersdorf ist seit langem ein Nadelöhr, das vor allem im Berufsverkehr regelmäßig zu gefährlichen Rückstauungen auf die Südautobahn sowie an den Zufahrten der Kreisverkehre führt", erklärte Landbauer bei der Ankündigung des Projekts.

Gemeinsam mit der Asfinag investiert das Land Niederösterreich insgesamt 5,5 Millionen Euro in die Verkehrssicherheit und die Zukunftsfähigkeit der Straßeninfrastruktur an diesem neuralgischen Punkt. Die Investition soll nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Lebensqualität für Pendler und Anrainer spürbar verbessern.

Innovative Ampeltechnologie als Novum in Niederösterreich

Das Herzstück der Modernisierung bildet eine innovative Verkehrssteuerung, die in Niederösterreich erstmals zum Einsatz kommt. Rund 100 Meter vor den bestehenden Kreisverkehren wird eine sogenannte "Unvollständige Verkehrslichtsignal-Anlage" (UVLSA) auf der Bundesstraße B 21 installiert.

Diese intelligente Ampelanlage funktioniert vollautomatisch und wird über Stauschleifen in den Abfahrtsrampen der A2 aktiviert. Sobald sich Stau auf den Rampen bildet, unterbricht das System kurzzeitig den zuströmenden Verkehr der B 21, um einen geregelten Verkehrsfluss zu ermöglichen und gefährliche Rückstauungen zu verhindern.

"Mit Bypässen und einem innovativen, intelligenten Ampelsystem – einem Novum in Niederösterreich – sorgen wir für einen flüssigeren Verkehr und entschärfen so eine bekannte Gefahrenstelle", betonte Landbauer die Bedeutung der technologischen Innovation.

Bauphase wird verkehrsschonend geplant

Die Bauarbeiten sind strategisch geplant, um Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer minimal zu halten. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten im April 2026 startet der eigentliche Bau im Mai 2026. Verkehrsintensive Maßnahmen werden bewusst in die Ferienzeit gelegt, wenn das Verkehrsaufkommen geringer ist.

Während der gesamten Bauphase bleibt die Anschlussstelle grundsätzlich befahrbar. Lediglich vier notwendige Wochenendsperren auf den A2-Rampen sind eingeplant. Die Verkehrsfreigabe wird zum Ende der Sommerferien 2026 erwartet, sodass zum Schulbeginn die neue Infrastruktur bereits zur Verfügung steht.

Umfassende Bürgerinformation geplant

Um Anrainer und Verkehrsteilnehmer optimal über die bevorstehenden Baumaßnahmen zu informieren, wird in den kommenden Tagen eine detaillierte Bürgerinformation an alle Haushalte der Anrainergemeinden sowie des erweiterten Einzugsgebiets versandt.

Diese Information wird alle Bauphasen detailliert erläutern und Alternativen für Verkehrsteilnehmer aufzeigen. Zusätzlich werden regelmäßige Updates über den Baufortschritt und eventuelle Verkehrsbeeinträchtigungen erfolgen.

Langfristige Entlastung für die Region

Das Modernisierungsprojekt der Anschlussstelle Wöllersdorf ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Niederösterreich. Die Region um Wöllersdorf hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Zuwachs an Pendlern erlebt, was die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen brachte.

Mit den geplanten Maßnahmen soll nicht nur die akute Stausituation entschärft werden, sondern auch eine zukunftsfähige Lösung für das wachsende Verkehrsaufkommen geschaffen werden. Die intelligente Verkehrssteuerung kann flexibel auf unterschiedliche Verkehrssituationen reagieren und somit auch bei steigendem Verkehrsaufkommen einen flüssigen Verkehrsfluss gewährleisten.

Positive Auswirkungen auf Wirtschaft und Umwelt

Die Modernisierung der Anschlussstelle wird nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben. Kürzere Fahrzeiten und weniger Staus bedeuten für Unternehmen in der Region bessere Erreichbarkeit und zuverlässigere Lieferzeiten.

Gleichzeitig trägt die Reduzierung von Stop-and-Go-Verkehr zur Verringerung von Schadstoffemissionen bei. Ein flüssiger Verkehrsfluss ist nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher als ständiges Anfahren und Bremsen in Stausituationen.

Die Umsetzung des Projekts zeigt, wie durch innovative Technologie und strategische Planung Verkehrsprobleme nachhaltig gelöst werden können. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Anschlussstelle Wöllersdorf als Modellprojekt für ähnliche Modernisierungen in ganz Österreich dienen können.

Schlagworte

#Verkehr#Niederösterreich#Wöllersdorf#Infrastruktur#Landbauer

Weitere Meldungen

OTS
Niederösterreich

Niederösterreichs Museen starten in die neue Saison

17. März 2026
Lesen
OTS
SPÖ

SPÖ-Laimer unterstützt Kärntner Hausordnung für Integration

17. März 2026
Lesen
OTS
SPÖ

SPÖ NÖ unterstützt Kärntner Hausordnung für Integration

17. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen