Zurück
OTS-MeldungTourismuswirtschaft/Tourismus und Freizeit

Wien verzeichnet starkes Tourismuswachstum im Februar

Bundeshauptstadt erreicht 1,2 Millionen Nächtigungen mit 5% Plus

18. März 2026 um 09:11
Teilen:

Wien zeigt sich im Februar 2026 touristisch stark: 1,2 Mio. Nächtigungen bedeuten 5% Wachstum, Jänner-Umsatz kletterte um 9% auf 75,5 Mio. Euro.

Wien kann eine erfreuliche Tourismusbilanz für den Februar 2026 vorweisen: Mit rund 1,2 Millionen Nächtigungen erreichte die österreichische Bundeshauptstadt ein Plus von 5% gegenüber dem Vorjahr. Diese positive Entwicklung setzt den Wachstumskurs fort, der bereits im Jänner mit einem beachtlichen Umsatzplus von 9% auf 75,5 Millionen Euro seinen Anfang nahm.

Kontinuierliches Wachstum seit Jahresbeginn

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit Jahresbeginn wurden in Wien bereits rund 2,4 Millionen Gästenächtigungen gezählt. Konkret schloss der Februar mit 1.162.000 Nächtigungen ab, was einem soliden Wachstum von 5% gegenüber dem Februar 2025 entspricht. Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnete Wien 2.353.000 Übernachtungen – ebenfalls ein Zuwachs von 5% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Besonders bemerkenswert ist der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Beherbergungsbetriebe im Jänner: Mit 75.497.000 Euro wurde ein Plus von 9% gegenüber dem Vergleichsmonat 2025 erreicht. Dies zeigt nicht nur die gestiegene Anzahl der Gäste, sondern auch eine positive Entwicklung bei den Übernachtungspreisen und der Wertschöpfung pro Gast.

Österreich führt internationale Gästeliste an

Bei der Analyse der Herkunftsmärkte zeigt sich ein interessantes Bild: Österreich selbst führt mit 236.000 Übernachtungen im Februar die Liste der Top-10-Märkte an. Dies entspricht einem Wachstum von 5% und unterstreicht die Bedeutung des Inlandstourismus für Wien. Der heimische Tourismus bleibt somit ein wichtiger Pfeiler der Wiener Tourismusbranche.

Deutschland folgt auf Platz zwei mit 181.000 Übernachtungen und verzeichnet dabei ein beachtliches Plus von 16%. Diese starke Entwicklung beim wichtigsten internationalen Quellmarkt ist ein ermutigendes Zeichen für die Tourismusbranche. Italien komplettiert mit 69.000 Übernachtungen (+6%) das Spitzentrio der wichtigsten Herkunftsländer.

Positive Entwicklung bei Fernmärkten

Auch die Fernmärkte zeigen erfreuliche Tendenzen: Die USA verzeichneten mit 44.000 Übernachtungen ein Plus von 10%, was die Attraktivität Wiens als transatlantisches Reiseziel unterstreicht. Großbritannien folgt mit 47.000 Übernachtungen und einem moderaten Wachstum von 2%. Spanien (+4%), Frankreich (±0%) und die Türkei (+8%) runden die positive Entwicklung ab.

Herausforderungen zeigen sich hingegen bei einzelnen Märkten: Polen verzeichnete mit 29.000 Übernachtungen einen deutlichen Rückgang von 22%. Die Ukraine blieb mit 26.000 Übernachtungen auf Vorjahresniveau (±0%), was angesichts der anhaltenden Kriegssituation als stabiles Ergebnis gewertet werden kann.

Hotelkapazitäten und Auslastung steigen

Die Auslastungszahlen zeigen eine gesunde Entwicklung der Wiener Hotellerie: Die durchschnittliche Zimmerauslastung betrug im Februar rund 53% (Februar 2025: 52%), während die Bettenauslastung bei 40,8% lag (Februar 2025: 40,1%). Diese Steigerungen sind umso bemerkenswerter, als gleichzeitig die Kapazitäten ausgebaut wurden.

Im bisherigen Jahresverlauf von Jänner bis Februar lag die Zimmerauslastung bei rund 51% (Vorjahr: 50%), die Bettenauslastung erreichte 39,3% (Vorjahr: 38,7%). Diese kontinuierliche Verbesserung zeigt, dass Wien sowohl mehr Gäste anzieht als auch die bestehende Infrastruktur effizienter nutzt.

Kapazitätserweiterung geht weiter

Ein wichtiger Indikator für das Vertrauen der Branche in die Zukunft ist die Erweiterung der Hotelkapazitäten: Im Februar standen rund 82.800 Hotelbetten in Wien zur Verfügung – das waren etwa 2.100 Betten (+2,6%) mehr als im Februar 2025. Diese Kapazitätserweiterung erfolgt parallel zum Gästewachstum und zeigt die positive Erwartungshaltung der Hotellerie.

Wirtschaftliche Bedeutung für Wien

Die positiven Tourismusahlen haben erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Wien und ganz Österreich. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes und trägt maßgeblich zur Wertschöpfung bei. Die 75,5 Millionen Euro Netto-Nächtigungsumsatz im Jänner fließen direkt in die Wiener Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze in Hotels, Restaurants, Einzelhandel und bei Dienstleistern.

Darüber hinaus profitieren zahlreiche weitere Branchen vom Tourismus: Von Taxiunternehmen über Museen bis hin zu Souvenirgeschäften – die Wertschöpfungskette des Tourismus ist breit gefächert und trägt zur Lebendigkeit der Stadt bei.

Ausblick und Herausforderungen

Die Februar-Zahlen zeigen, dass Wien weiterhin ein attraktives Reiseziel ist und seine Position als eine der führenden Städtedestinationen Europas behaupten kann. Die ausgewogene Mischung aus kulturellen Angeboten, historischen Sehenswürdigkeiten und modernen Attraktionen scheint bei internationalen Gästen weiterhin gut anzukommen.

Gleichzeitig stehen der Wiener Tourismus und die gesamte Branche vor verschiedenen Herausforderungen: Nachhaltigkeit, Overtourism in bestimmten Bereichen der Stadt und die Balance zwischen touristischer Nutzung und Lebensqualität der Einwohner sind Themen, die kontinuierlich mitgedacht werden müssen.

Die aktuellen Zahlen bieten eine solide Basis für optimistische Prognosen, wobei externe Faktoren wie geopolitische Entwicklungen, Wirtschaftslage in den Quellmärkten und klimatische Veränderungen weiterhin Einfluss auf die Tourismusentwicklung haben werden.

Digitale Transformation im Fokus

Ein wichtiger Aspekt für die Zukunft ist die fortschreitende Digitalisierung der Tourismusbranche. Von Online-Buchungsplattformen bis hin zu digitalen Gästeerlebnissen – die Technologie verändert die Art, wie Touristen reisen und wie Unternehmen ihre Dienstleistungen anbieten. Wien muss sich auch in diesem Bereich weiter positionieren, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Die February-Bilanz 2026 zeigt jedenfalls, dass Wien auf einem guten Weg ist und sowohl bei heimischen als auch bei internationalen Gästen punkten kann. Mit einer durchdachten Strategie und kontinuierlicher Qualitätsverbesserung kann die österreichische Hauptstadt ihre Position als Top-Destination weiter ausbauen.

Schlagworte

#Wien#Tourismus#Nächtigungen#Hotellerie#Wirtschaft

Weitere Meldungen

OTS
Tourismuswirtschaft

Wintertourismus 2025/26: Fernmärkte treiben Umsätze hoch

16. März 2026
Lesen
OTS
Wien

Österreichs Städtetourismus: 29,1 Mio. Nächtigungen treiben Wirtschaft an

13. März 2026
Lesen
OTS
Tourismuswirtschaft

Wien lockt Touristen mit Vampir-Marketing: 40 Millionen Views

6. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen