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DPU und NÖ Gesundheitsagentur kooperieren bei Ausbildung

Neue Partnerschaft stärkt Psychologie- und Psychotherapie-Studium

18. März 2026 um 10:00
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Studierende der Danube Private University erhalten künftig strukturierte Praktikumsplätze in niederösterreichischen Kliniken.

Eine wegweisende Kooperation soll die Ausbildung künftiger Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen in Niederösterreich auf ein neues Niveau heben. Die Danube Private University (DPU) und die NÖ Landesgesundheitsagentur (NÖ LGA) haben eine umfassende Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, die Studierenden strukturierte Praktikumsplätze in führenden Gesundheitseinrichtungen des Landes ermöglicht.

Theorie und Praxis optimal verzahnt

Im Zentrum der neuen Kooperation steht die systematische Einbindung von Studierenden in den klinischen Alltag. Von der Diagnostik über die Befunderstellung bis hin zur therapeutischen Mitwirkung unter fachlicher Anleitung – die angehenden Fachkräfte sollen frühzeitig fundierte Berufserfahrung sammeln können. Diese praxisnahe Ausbildung soll den oft kritisierten Theorie-Praxis-Transfer deutlich verbessern.

"Die Kooperation zwischen der Danube Private University und der NÖ Landesgesundheitsagentur ist ein zentraler Baustein unseres Konzepts 'Ausbildung, Lehre und Forschung NEU'", erklärt Prim. Ass. Prof. Dr. Christian Wunsch, Lehrstuhl für Psychiatrie an der DPU und Vorstand der Klinischen Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin am Universitätsklinikum Neunkirchen. "Die enge Verzahnung von Universität und Klinik sorgt dafür, dass Wissen nicht nur gelehrt, sondern unmittelbar in der Praxis angewendet und vertieft wird."

Breites Netzwerk an Praktikumsplätzen

Die Vereinbarung umfasst sowohl die sich in Akkreditierung befindlichen Bachelorstudiengänge Psychologie (MSc) und Psychotherapie (MSc) der DPU als auch die später anschließenden Masterstudiengänge. Studierende können ihre Pflichtpraktika künftig in verschiedenen Einrichtungen der NÖ LGA absolvieren.

Dazu zählen die Universitätskliniken Wiener Neustadt, Neunkirchen und Hochegg sowie das Landesklinikum Baden-Mödling, das bereits als akademisches Lehrkrankenhaus der DPU fungiert. Diese Vielfalt an Standorten ermöglicht es den Studierenden, Einblicke in unterschiedliche klinische Bereiche und Behandlungsansätze zu gewinnen. Die fachliche Betreuung erfolgt durch qualifizierte Mitarbeiter*innen der jeweiligen Einrichtungen.

Politische Unterstützung auf Landesebene

Die niederösterreichische Landesregierung begrüßt die neue Kooperation ausdrücklich. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht darin einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Bildungs- und Gesundheitsstandorts: "Diese Kooperation ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Niederösterreich als starken Bildungs- und Gesundheitsstandort weiter auszubauen. Wenn Universität und klinische Praxis so eng zusammenarbeiten, profitieren am Ende alle: die Studierenden, die Einrichtungen und vor allem die Menschen in unserem Land."

Wissenschaftslandesrat LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont die wissenschaftlichen Aspekte der Partnerschaft: "Mit dieser Kooperation verbinden wir akademische Ausbildung, Forschung und klinische Praxis noch enger miteinander. Die Studierenden profitieren von einem Umfeld, in dem Forschung, Lehre und Praxis ineinandergreifen. Das stärkt die Qualität der Ausbildung und eröffnet neue wissenschaftliche Impulse."

Gesundheitslandesrat Anton Kasser unterstreicht die Bedeutung für die Gesundheitsversorgung: "Für eine moderne Gesundheitsversorgung brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, die den klinischen Alltag von Beginn an kennenlernen. Die neuen Praktikumsmöglichkeiten in unseren Kliniken schaffen genau das: praxisnahe Ausbildung, strukturierte Betreuung und einen wertvollen Beitrag zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich."

Strukturierte Rahmenbedingungen

Die Kooperationsvereinbarung regelt detailliert die Bereitstellung von Praktikumsplätzen und definiert klare Evaluationsprozesse. Damit soll eine hochwertige und strukturierte Praktikumsbetreuung sichergestellt werden. Die Qualitätssicherung steht dabei im Vordergrund, um sowohl den Ausbildungsstandards zu entsprechen als auch den hohen Ansprüchen der Gesundheitseinrichtungen gerecht zu werden.

Wissenstransfer in beide Richtungen

Ein besonders innovativer Aspekt der Kooperation ist der bidirektionale Wissenstransfer. Die Vereinbarung eröffnet auch Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen der NÖ Gesundheitseinrichtungen die Möglichkeit, in Lehre und Betreuung an der DPU mitzuwirken. Dieser Austausch zwischen universitärer Ausbildung und klinischer Praxis schafft einen Mehrwert für alle Beteiligten – Studierende, Lehrende und letztendlich auch Patient*innen.

Durch diese wechselseitige Zusammenarbeit können aktuelle Entwicklungen aus der Praxis unmittelbar in die universitäre Lehre einfließen, während neueste wissenschaftliche Erkenntnisse den Weg in die klinische Anwendung finden.

Antwort auf den Fachkräftemangel

Die Kooperation kommt zu einem Zeitpunkt, da der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Bereich der psychischen Gesundheit kontinuierlich steigt. Psychische Erkrankungen nehmen in der Bevölkerung zu, gleichzeitig gehen viele erfahrene Fachkräfte in den Ruhestand. Die strukturierte Einbindung von Studierenden in den klinischen Alltag soll nicht nur deren Kompetenzentwicklung fördern, sondern auch langfristig zur Sicherung der psychischen Gesundheitsversorgung in Niederösterreich beitragen.

DPU-Direktor Robert Wagner, MA, sieht in der Partnerschaft einen wichtigen Baustein für die Zukunft: "Eine exzellente Ausbildung in Psychologie und Psychotherapie braucht den engen Schulterschluss mit der klinischen Praxis. Mit der NÖ Landesgesundheitsagentur haben wir einen starken Partner gewonnen, der unseren Studierenden hochwertige Praktikumsplätze in einem professionellen und vielfältigen Versorgungsumfeld eröffnet."

Qualitätsvolle Betreuung durch Expert*innen

Mag. jur. Dr. med. Elisabeth Bräutigam, MBA, von der NÖ Landesgesundheitsagentur betont die Qualität der Betreuung: "Wir freuen uns, dass wir mit unseren Kliniken einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung der angehenden Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen und damit zur Sicherstellung einer qualitätsvollen Versorgung leisten können. Die Studierenden werden von unseren engagierten Expert*innen bestens betreut und profitieren von deren Wissen und Erfahrung."

Ausblick auf die Zukunft

Die neue Kooperation zwischen DPU und NÖ LGA setzt Maßstäbe für die Ausbildung im Gesundheitswesen. Sie zeigt, wie durch die enge Verzahnung von universitärer Bildung und klinischer Praxis sowohl die Qualität der Ausbildung als auch die Versorgung der Bevölkerung nachhaltig verbessert werden kann.

Mit diesem Modell könnte Niederösterreich eine Vorreiterrolle bei der Innovation in der Gesundheitsausbildung übernehmen und damit nicht nur den eigenen Standort stärken, sondern auch als Beispiel für andere Bundesländer dienen. Die systematische Herangehensweise und die politische Unterstützung schaffen optimale Voraussetzungen für den Erfolg dieser zukunftsweisenden Partnerschaft.

Schlagworte

#Danube Private University#NÖ Landesgesundheitsagentur#Psychologie#Psychotherapie#Ausbildung#Niederösterreich#Praktikum#Gesundheitswesen

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