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BAUER investiert zweistellige Millionensumme in Werk Aresing

Millionen-Investment in neue Produktions- und Logistikhalle soll Wettbewerbsfähigkeit stärken

18. März 2026 um 12:21
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Die BAUER Maschinen GmbH baut ihr Werk in Aresing massiv aus. Eine 22.000 m² große Halle und weitere Infrastruktur sollen 2027 fertig sein.

In Aresing bei Schrobenhausen entsteht derzeit eines der größten Investitionsprojekte der BAUER Maschinen GmbH der vergangenen Jahre. Mit einem Investitionsvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich erweitert das Unternehmen seinen bayerischen Standort um eine moderne Produktions- und Logistikhalle samt umfangreicher Infrastruktur. Das Projekt soll die Wettbewerbsfähigkeit des Maschinenbauers nachhaltig stärken.

22.000 Quadratmeter für Produktion und Logistik

Das Herzstück der Werkserweiterung bildet eine rund 22.000 Quadratmeter große Produktions- und Logistikhalle mit beeindruckenden Dimensionen: 240 Meter maximale Länge und 100 Meter maximale Breite. Diese Halle wird verschiedene spezialisierte Bereiche beherbergen, die optimal auf die Bedürfnisse des modernen Maschinenbaus abgestimmt sind.

Der größte Bereich wird der Materialwirtschaft gewidmet, die mit modernster Technik ausgestattet wird. Ein automatisches Kleinteilelager, Palettenlager und Lager für sperrige Teile werden ebenso eingerichtet wie Bereiche für Warenannahme und Kommissionierung für die Produktion. Diese zentrale Logistik soll die Effizienz der gesamten Produktionskette erheblich steigern.

Die Produktionsbereiche werden für die Vormontage von Stahl- und Hydraulikkomponenten sowie für die Elektronik-Montage genutzt. Besonders erwähnenswert ist, dass auch spezielle Ausbildungsflächen für Elektroniker geschaffen werden – ein klares Signal für die Nachwuchsförderung im Unternehmen.

Qualitätssicherung und Versand unter einem Dach

Die neue Halle wird auch umfassende Bereiche für Qualitätssicherung beherbergen, darunter Prüfräume, Sperrlager und Büros für Wareneingang und Reklamationsbearbeitung. Ergänzt wird dies durch moderne Versand- und Verpackungsbereiche für Komponenten, die eine reibungslose Abwicklung der Kundenaufträge gewährleisten sollen.

Neben der Haupthalle entstehen weitere wichtige Infrastruktureinrichtungen: Östlich des Neubaus wird eine zusätzliche Außenlager- und Versandfläche mit Portalkran errichtet. Im Südwesten entsteht ein modernes Trainings- und Kundencenter, das die Serviceleistungen des Unternehmens erweitern wird.

Umfassende Infrastrukturmaßnahmen geplant

Die Werkserweiterung umfasst weit mehr als nur den Hallenbau. Da der bisherige Mitarbeiterparkplatz dem Neubau weichen muss, entsteht im Süden des Geländes ein neuer, moderner Parkplatz für die Beschäftigten. Südöstlich der bestehenden Finish-Halle wird eine zusätzliche Freifläche zum Lagern, Verladen und Versenden von Großgeräten geschaffen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das neue Pförtnerhaus mit großzügigen Wartebereichen für Lkw und Schwertransporte. Diese Einrichtung soll für eine deutlich verbesserte Verkehrssteuerung am Standort sorgen und die logistischen Abläufe optimieren. Als wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz plant BAUER außerdem den Ausbau des Regenrückhaltebeckens nördlich der Kreisstraße Richtung Gerolsbach.

Bauarbeiten laufen planmäßig

Seit dem offiziellen Baubeginn Ende Januar 2026 verlaufen die Arbeiten nach Unternehmensangaben voll im Zeitplan. Derzeit konzentrieren sich die Aktivitäten auf die Fertigstellung der neuen Freilagerfläche und des Mitarbeiterparkplatzes, um Ersatz für die künftig überbaute Fläche zu schaffen.

Die erforderlichen Erdarbeiten hat das Unternehmen an den eigenen Geschäftsbereich Bauer Umwelt der BAUER Resources GmbH vergeben. Dabei handelt es sich um umfangreiche Maßnahmen: Der Abtrag der an das bestehende Werksgelände angrenzenden Ackerflächen südlich der Finish-Halle und östlich des Geländes, wo der Hallenneubau entstehen soll.

Massive Erdarbeiten bis Sommer

Die Dimensionen der Erdarbeiten sind beachtlich: Zwischen Februar und Juni 2026 werden rund 200.000 Kubikmeter Bodenmaterial abgetragen und abtransportiert. Das entspricht einer täglichen Abfuhrmenge von etwa 2.000 bis 2.500 Kubikmetern – an Spitzentagen bis zu 180 Lkw-Fuhren. Das abgetragene Material wird jedoch nicht verschwendet, sondern für örtliche Baumaßnahmen sowie zur Verfüllung von Kiesgruben verwendet.

Umweltbewusst wurde bereits zuvor der Oberboden abgetragen und auf angrenzenden Ackerflächen wieder aufgebracht. In der zwölften Kalenderwoche startete der Rückbau der bestehenden Befestigungen im Bereich des heutigen Freilagers, einschließlich Beton- und Asphaltflächen, Kranschienen und Fundamenten.

Zentrale Bündelung steigert Effizienz

Voraussichtlich im Sommer 2026 beginnt der Hochbau der Halle. In den betroffenen Abteilungen der BAUER Maschinen GmbH – Lager, Produktion, Qualität und Versand – laufen bereits die Detailplanungen für den Innenausbau. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für das zweite Halbjahr 2027 geplant, exakt 25 Jahre nachdem BAUER die Hallen und das Freigelände in Aresing erworben hatte.

Mit der Erweiterung verfolgt das Unternehmen eine klare Strategie der Strukturoptimierung: Verschiedene Abteilungen aus den Standorten Schrobenhausen und Edelshausen werden nach Aresing umziehen. Durch das zentrale Lager direkt vor Ort lassen sich Prozesse deutlich effizienter gestalten.

Die Vorteile dieser Zentralisierung liegen auf der Hand: Materialflüsse verkürzen sich erheblich, Abstimmungen werden vereinfacht, und Schnittstellen werden reduziert. So kann das geplante Wachstum des Unternehmens nachhaltig und strukturiert abgebildet werden – ein wichtiger Baustein für die künftige Wettbewerbsfähigkeit.

Nachhaltigkeit im Fokus

Auch ökologische Aspekte spielen bei der Umsetzung des Großprojekts eine wichtige Rolle. Ein besonderes Beispiel für verantwortungsvolles Bauen ist die Umsiedlung der auf dem Areal lebenden Zauneidechsen in ein eigens geschaffenes Ersatzhabitat. Diese Maßnahme zeigt, dass Industrieentwicklung und Naturschutz durchaus miteinander vereinbar sind.

Darüber hinaus sind umfangreiche Maßnahmen für mehr Energieeffizienz geplant: Photovoltaikanlagen auf Teilen der Dachflächen sollen regenerative Energie liefern. Ein Stromspeicher ist vorgesehen, um Verbrauchsspitzen abzufangen und die Energieversorgung zu optimieren. Des Weiteren plant BAUER eine umweltfreundliche Beheizung mittels Wärmepumpe und Geothermie.

Klares Bekenntnis zum bayerischen Standort

Mit der Werkserweiterung setzt die BAUER Maschinen GmbH ein deutliches Signal für den Standort Aresing und für langfristige Investitionen in moderne Infrastruktur. "Mit der Erweiterung unseres Werks in Aresing investieren wir gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens", betont Geschäftsführer Wulf Flos.

"Wir schaffen effizientere Prozesse, bündeln Kompetenzen an einem Standort und stärken damit unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig. Dieses Projekt ist ein klares Bekenntnis zu Aresing und zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", führt Flos weiter aus.

Strategische Bedeutung für die Zukunft

Die Investition in den bayerischen Standort unterstreicht die strategische Bedeutung von Aresing für die BAUER Gruppe. In Zeiten globaler Unsicherheiten und sich wandelnder Lieferketten setzt das Unternehmen auf die Stärkung seiner deutschen Produktionskapazitäten. Die moderne Infrastruktur soll nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch Raum für künftiges Wachstum schaffen.

Für die Region bedeutet das Projekt nicht nur den Erhalt, sondern auch die Stärkung von Arbeitsplätzen im Maschinenbau. Die geplanten Ausbildungsflächen für Elektroniker zeigen zudem, dass BAUER auch in die Qualifizierung der nächsten Generation investiert.

Mit der für 2027 geplanten Fertigstellung wird BAUER Maschinen einen wichtigen Meilenstein in seiner Unternehmensgeschichte erreichen. Das Projekt in Aresing steht exemplarisch für die Bereitschaft deutscher Mittelständler, auch in unsicheren Zeiten in die Zukunft zu investieren und dabei sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Aspekte zu berücksichtigen.

Schlagworte

#BAUER Maschinen#Werkserweiterung#Investition#Maschinenbau#Bayern

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