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IGGÖ verkündet Ramadanfest mit Botschaft der Zuversicht

Fastenmonat endet mit dreitägigem Fest - Präsident Vural betont Bedeutung von Solidarität

19. März 2026 um 08:42
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Die Islamische Glaubensgemeinschaft lädt zum Ramadanfest ein. Nach vier Wochen Fasten stehen Gemeinschaft und Hoffnung im Mittelpunkt.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) lädt zum bevorstehenden Ramadanfest ein, das den Abschluss des diesjährigen Fastenmonats markiert. Das Eid al-Fitr wird heuer vom 20. bis 22. März 2026 gefeiert und bringt nach vier Wochen des Fastens, der Besinnung und der gelebten Solidarität Familien, Freunde und Gemeinden zusammen.

Ramadan unter dem Motto "Zeit für Zuversicht"

Der diesjährige Ramadan stand unter einem besonderen Motto: "Zeit für Zuversicht". Angesichts globaler Krisen und gesellschaftlicher Herausforderungen sollte der Fastenmonat ein Zeichen für Zusammenhalt, Mitgefühl und gegenseitigen Respekt setzen. Diese Botschaft zeigt sich besonders relevant in einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung und Hoffnung suchen.

IGGÖ-Präsident Ümit Vural unterstreicht die Bedeutung des Ramadans als Zeit der Verantwortung und Hoffnung: "Der Ramadan erinnert uns daran, Verantwortung füreinander zu übernehmen und Hoffnung zu bewahren. Die Geduld, Barmherzigkeit und Solidarität, um die wir uns in diesen Wochen bemüht haben, sollen uns auch im Alltag nach der Fastenzeit leiten."

Interreligiöser Dialog im Mittelpunkt

Österreichweit fanden während des Ramadans zahlreiche gemeinsame Iftare statt - jene Mahlzeiten, mit denen das tägliche Fasten gebrochen wird. Diese Veranstaltungen boten nicht nur Raum für Begegnung und Austausch innerhalb der muslimischen Gemeinschaft, sondern öffneten auch die Türen für den interreligiösen Dialog.

Ein besonderer Höhepunkt war der traditionelle interreligiöse Iftar der IGGÖ in Wien, an dem Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Ehrengast teilnahm. Diese Veranstaltung unterstrich eindrucksvoll die Bedeutung des Dialogs und des respektvollen Miteinanders der Religionen in Österreich.

Präsident Vural würdigte in seiner traditionellen Ramadan-Videoansprache das Engagement aller Beteiligten: "Die IGGÖ bedankt sich bei den Imamen, SeelsorgerInnen sowie bei den vielen Ehrenamtlichen, die mit großem Engagement durch den Ramadan begleitet haben. Ihr Einsatz hat den Ramadan für viele Menschen zu einer besonderen Zeit der Begegnung und der Hoffnung gemacht."

Bedeutung des Ramadanfests

Das Ramadanfest, auch Eid al-Fitr genannt, ist eines der wichtigsten Feste im islamischen Kalender. Es markiert das Ende des Fastenmonats Ramadan und ist geprägt von Freude, Dankbarkeit und Gemeinschaftsgefühl. Traditionell beginnt das Fest mit einem besonderen Gebet am Morgen, gefolgt von Familienbesuchen, festlichen Mahlzeiten und dem Austausch von Geschenken.

Für die muslimische Gemeinschaft in Österreich bietet das Fest die Gelegenheit, die Vielfalt und den Zusammenhalt der österreichischen Gesellschaft zu feiern. Es lädt dazu ein, Freude zu teilen, Brücken zwischen Menschen zu bauen und die im Ramadan gelebten Werte von Zuversicht, Solidarität und Mitmenschlichkeit auch über den Fastenmonat hinaus in den Alltag zu tragen.

Spirituelle und soziale Dimensionen

Der Ramadan ist nicht nur eine Zeit des körperlichen Fastens, sondern auch der spirituellen Reinigung und des sozialen Engagements. Während des Fastenmonats sind Muslime aufgerufen, sich verstärkt um Bedürftige zu kümmern und soziale Verantwortung zu übernehmen.

Diese soziale Dimension findet ihren Ausdruck auch in der Fitra-Abgabe, an die die IGGÖ zum Abschluss des Ramadans erinnert. Diese besondere Form der Spende für Bedürftige ist ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe und unterstreicht die soziale Verantwortung innerhalb der Gemeinschaft.

Gemeinschaft und Integration

Die Art und Weise, wie der Ramadan 2026 in Österreich begangen wurde, zeigt die erfolgreiche Integration der muslimischen Gemeinschaft in die österreichische Gesellschaft. Die zahlreichen interreligiösen Begegnungen und die Teilnahme hochrangiger politischer Vertreter an islamischen Veranstaltungen verdeutlichen den respektvollen Umgang zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften.

Präsident Vural betont die Verantwortung der Glaubensgemeinschaft: "Es ist unsere Verantwortung als Glaubensgemeinschaft, uns für Frieden, Dialog und humanitäre Unterstützung einzusetzen." Diese Worte spiegeln das Bestreben wider, als konstruktiver Teil der österreichischen Gesellschaft zu wirken.

Ehrenamtliches Engagement

Besonders hervorzuheben ist das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen, die durch ihren Einsatz den Ramadan zu einer besonderen Zeit gemacht haben. Imame, Seelsorger und freiwillige Helfer haben mit großer Hingabe dazu beigetragen, dass die Fastenzeit zu einer Zeit der Begegnung und Hoffnung wurde.

Diese Unterstützung zeigt sich nicht nur in den Moscheen und Gemeindezentren, sondern auch in der Organisation von Veranstaltungen, der Betreuung von Bedürftigen und der Pflege des interreligiösen Dialogs.

Ausblick und Wünsche

Mit dem Ende des Ramadans und dem bevorstehenden Fest blickt die IGGÖ optimistisch in die Zukunft. Die im Fastenmonat gelebten Werte sollen nicht nur während der Festtage, sondern auch im Alltag weitergetragen werden.

Die IGGÖ wünscht allen Muslimen in Österreich und weltweit ein gesegnetes Ramadanfest. Gleichzeitig lädt sie die gesamte österreichische Gesellschaft ein, die Botschaft der Zuversicht und des Zusammenhalts zu teilen, die den diesjährigen Ramadan geprägt hat.

Das Ramadanfest 2026 steht somit nicht nur für das Ende einer Zeit des Fastens, sondern auch für einen Neubeginn - einen Neubeginn, der von Hoffnung, Solidarität und dem gemeinsamen Streben nach einer besseren Gesellschaft geprägt ist.

Schlagworte

#Ramadanfest#IGGÖ#Islam#Österreich#Interreligiöser Dialog#Fastenmonat

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