Museum Moderner Kunst Wien bietet abwechslungsreiches Ferienprogramm mit Künstler-Workshops und Oster-Rallye
Das mumok Wien startet am Palmsamstag ein vielfältiges Osterferienprogramm für Kinder und Familien mit Workshops von Tobias Pils.
Das Museum Moderner Kunst (mumok) in Wien läutet die Osterferien mit einem umfangreichen Programm für junge Kunstbegeisterte ein. Bereits am Palmsamstag, dem 28. März, startet das vielfältige Angebot mit einem besonderen Highlight: einem Zeichenworkshop mit dem renommierten Künstler Tobias Pils.
Den Auftakt des Osterferienprogramms bildet der Workshop "Mit geschlossenen Augen", den die Künstler Tobias Pils und Gerlind Zeilner gemeinsam leiten. Am Samstag, 28. März, von 14 bis 16.30 Uhr können Kinder zusammen mit einer erwachsenen Begleitperson die faszinierende Technik des Blindzeichnens entdecken. Ausgehend von Tobias Pils' Kunstwerk "Blindensturz" erleben die Teilnehmer ein gemeinsames bildnerisches Abenteuer, das neue Perspektiven auf das Zeichnen eröffnet.
Diese innovative Herangehensweise ermöglicht es den jungen Teilnehmern, sich von gewohnten Sehmustern zu lösen und intuitive Zeichentechniken zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an Kinder in Begleitung von Erwachsenen und bietet eine einzigartige Gelegenheit, mit einem etablierten Künstler zu arbeiten.
Parallel dazu startet bereits am Samstagvormittag der Workshop "KlangFarben", der die Grenzen zwischen verschiedenen Kunstformen aufhebt. Von 10.15 bis 12.15 Uhr sowie am Sonntag, 29. März, zu denselben Zeiten und zusätzlich von 14 bis 16 Uhr, können Kinder die spannende Verbindung zwischen Musik und Malerei erkunden.
Die zentrale Fragestellung des Workshops lautet: "Wie klingt ein Bild? Welche Farbe hat ein Ton?" Mit Hilfe von Boomwhackers werden Kunstwerke im mumok zum Klingen gebracht, während mit Gouache Sticks expressive Bildmelodien entstehen. Diese synästhetische Erfahrung ermöglicht es Kindern, Kunst mit mehreren Sinnen zu erfassen und selbst kreativ zu werden.
Am Donnerstag, 2. April, steht das Modellieren im Mittelpunkt des Programms. Der Workshop "Trockenton-Zauber" findet sowohl von 10.30 bis 12.30 Uhr als auch von 14.30 bis 16.30 Uhr statt. Junge Besucher tauchen dabei in die Welt des dreidimensionalen Gestaltens ein und erschaffen ihre eigenen fantasievollen Skulpturen aus Trockenton.
Am darauffolgenden Freitag, 3. April, zu denselben Zeiten, öffnet die "Druckwerkstatt" ihre Türen. Mit einer echten Druckerpresse, verschiedenen Stempeln und einer umfangreichen Auswahl an Materialien und Farben können Kinder unterschiedliche Drucktechniken ausprobieren und eigene Drucke gestalten. Diese Workshops vermitteln traditionelle handwerkliche Fertigkeiten und zeigen die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen.
Ein besonderes Highlight des Osterferienprogramms ist die speziell konzipierte Oster-Rallye, die an mehreren Tagen stattfindet: am Samstag, 28. März, und Sonntag, 29. März, jeweils von 10 bis 18 Uhr sowie am Samstag, 4. April, und Sonntag, 5. April, von 10 bis 14 Uhr.
Bei diesem "Detektivspaß zwischen den Kunstwerken" sind junge Spürnasen aufgefordert, in der Ausstellung "Nie endgültig! Das Museum im Wandel" versteckte Ostereier-Bilder zu finden und knifflige Rätselfragen zu lösen. Jede Rätselfrage führt zu einer Mitmachstation, an der kreative Aufgaben warten, wie das Malen von Selbstporträts oder das Falten von Osterhasen.
Wer das richtige Lösungswort findet und die gesuchte Anzahl an Ostereiern aufspürt, wird mit einem kleinen Preis belohnt – solange der Vorrat reicht. Diese spielerische Herangehensweise macht Kunst für Kinder zugänglich und fördert gleichzeitig ihre Beobachtungsgabe.
Für alle, die spontan kreativ werden möchten, öffnet das Osteratelier am Samstag, 28. März, und Sonntag, 29. März, jeweils von 10 bis 18 Uhr seine Türen. Im Kunstvermittlungsatelier können Besucher ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Ostereier oder Osterei-Anhänger können nach Lust und Laune mit einer großen Auswahl bunter Farben individuell gestaltet werden.
Diese offene Workshopform ermöglicht es Familien, flexibel und ohne Zeitdruck zu partizipieren und dabei traditionelle Osterbräuche mit zeitgenössischer Kunstpädagogik zu verbinden.
Ein besonders familienfreundliches Element des Osterferienprogramms ist die mumok Freispielstation, die während der gesamten Osterferien täglich während der Öffnungszeiten zugänglich ist. Diese Station kann jederzeit individuell besucht und bespielt werden, ohne Anmeldung oder feste Zeiten.
Das Angebot umfasst großflächige Collage-Magnetwände, Legosteine, Stapelsteine, Spielzeuge aus den 80er Jahren und vieles mehr. Zusätzlich gibt es Retro-Gaming-Möglichkeiten, die sowohl kleine als auch große Kinder ansprechen. Diese Vielfalt ermöglicht es Familien mit unterschiedlichen Interessen und Altersgruppen, gemeinsam aktiv zu werden.
Das Osterferienprogramm des mumok zeichnet sich durch seinen ganzheitlichen kunstpädagogischen Ansatz aus. Die verschiedenen Workshops sprechen unterschiedliche Sinne an und fördern verschiedene Fähigkeiten: von der Feinmotorik beim Zeichnen und Modellieren über die Kreativität beim freien Gestalten bis hin zum logischen Denken bei der Rallye.
Besonders hervorzuheben ist die Einbindung etablierter Künstler wie Tobias Pils, die den Kindern authentische Einblicke in professionelle Kunstpraxis ermöglichen. Diese direkte Begegnung mit praktizierenden Künstlern ist in der Museumspädagogik von besonderem Wert, da sie Kunst als lebendigen Prozess vermittelt.
Das mumok, gelegen im Wiener Museumsquartier, bietet mit seinem Osterferienprogramm eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Ferienaktivitäten. Die verschiedenen Workshops richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und Interessenslagen, wodurch für jede Familie passende Angebote vorhanden sind.
Für die Teilnahme an den meisten Workshops ist eine Anmeldung erforderlich, während die Freispielstation und das Osteratelier ohne Voranmeldung besucht werden können. Detaillierte Informationen zu allen Workshops, einschließlich Teilnahmebedingungen, Preisen, Altersangaben und Anmeldemöglichkeiten, sind auf der Website des Museums verfügbar.
Das vielfältige Programm macht deutlich, dass das mumok moderne Kunst nicht nur ausstellt, sondern auch aktiv vermittelt und für junge Menschen zugänglich macht. Die Kombination aus professioneller Kunstpädagogik, attraktiven Mitmachaktivitäten und flexiblen Angeboten schafft ideale Voraussetzungen für eine bereichernde Ferienerfahrung im Museum.