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Digitaler Humanismus-Awards: Wien KI und Alles Clara gewinnen

Auszeichnung für menschenzentrierte Digitalisierung in Wien vergeben

19. März 2026 um 10:41
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Die Stadt Wien, der Verein Alles Clara und Gymnasium-Direktor Horst Eichinger wurden für ethische Digitalisierungsprojekte ausgezeichnet.

Wien setzt Maßstäbe in der ethischen Digitalisierung: Bei der zweiten Verleihung der "Digitaler Humanismus in der Praxis"-Awards im ORF-Zentrum am Küniglberg wurden innovative Projekte und Persönlichkeiten gewürdigt, die den digitalen Wandel mit menschlichen Werten verbinden. Die Preisverleihung unterstrich eindrucksvoll, dass technologischer Fortschritt und ethische Verantwortung Hand in Hand gehen können.

Wien KI überzeugt als Vorzeigeprojekt der Stadtverwaltung

Den Hauptpreis in der Kategorie "Projekt" gewann Wien KI, eine Initiative der IT-Abteilung der Stadt Wien (MA 01 - Wien Digital). Die menschenzentrierte KI-Plattform revolutioniert die Arbeit der Wiener Stadtverwaltung und verbessert gleichzeitig den Service für Bürgerinnen und Bürger. Was das Projekt besonders auszeichnet: konsequenter Datenschutz und der Einsatz von Open-Source-Technologien sorgen für Verlässlichkeit und stärken die technologische Unabhängigkeit.

"Menschen stehen bei uns an erster Stelle", betont die Stadtverwaltung. Wien KI ist ein fester Bestandteil der Digitalen Agenda 2030 und folgt dabei einem klaren humanistischen Ansatz. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von der konsequenten Orientierung an den Prinzipien des Digitalen Humanismus sowie der bereits spürbaren positiven Wirkung in der Wiener Stadtverwaltung.

Alles Clara: Digitale Entlastung für pflegende Angehörige

In der Kategorie "Organisationen" erhielt der Verein Alles Clara die Auszeichnung. Seine innovative App bietet pflegenden Angehörigen dringend benötigte digitale Entlastung und professionelle Pflegeberatung. Das Projekt zeichnet sich durch einen einzigartigen Vernetzungsansatz aus: Pflege, Wissenschaft, öffentliche Hand und Privatwirtschaft arbeiten zusammen, um bestehendes Wissen und Angebote digital zugänglich zu machen.

Besonders hervorzuheben ist der konsequent personenzentrierte Ansatz von Alles Clara. Von Beginn an werden die Bedürfnisse aller Beteiligten – sowohl der Pflegenden als auch der zu Pflegenden – in die Entwicklung einbezogen. Dies macht die App zu einem wertvollen Instrument in einem gesellschaftlich hochrelevanten Bereich.

Horst Eichinger: Pionier für KI-Bildung an Schulen

Die Auszeichnung als "Digitaler Humanismus Persönlichkeit des Jahres" ging an Horst Eichinger, Direktor des Gymnasiums Stubenbastei. Eichinger gilt als einer der ersten Schulleiter Österreichs, der ein Wahlpflichtfach zu Künstlicher Intelligenz und Digitalem Humanismus in das Curriculum integrierte.

Mit seinem unermüdlichen Einsatz sensibilisiert er junge Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie. Seine Arbeit ist besonders bedeutsam, da sie die nächste Generation auf die Herausforderungen und Chancen der digitalen Zukunft vorbereitet und dabei ethische Grundsätze vermittelt.

Drei Sonder-Awards für innovative Bildungsprojekte

Neben den Hauptkategorien vergab die Jury drei Sonder-Awards für innovative Digitaler-Humanismus-Konzepte im Unterricht:

  • "Counter Speech - Young Citizens Against Online Hate" für den innovativen Einsatz von KI gegen Online-Hassrede
  • "NewsDeconstructed", ein KI-Tool zur Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern
  • "FIVE – Fitspiration Image Verification", das junge Menschen über Bildmanipulationen in sozialen Medien aufklärt

Diese Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Technologie gezielt eingesetzt werden kann, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig Bildung zu fördern.

Hochkarätige Jury bewertet 40 Einreichungen

Die Auswahl der Gewinner war keine leichte Aufgabe: Insgesamt 40 Einreichungen stellten die hochkarätig besetzte Jury aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft vor schwierige Entscheidungen. Die Beiträge wurden in den drei Kategorien Projekte, Organisationen und Personen eingereicht. Nach einer ersten Bewertungsrunde wählte die Jury in jeder Kategorie drei mögliche Gewinner für die Shortlist aus.

"Viele Projekte berühren das Thema KI und digitaler Humanismus in hoher Qualität und mit großer Kreativität", zeigte sich Erich Prem, wissenschaftlicher Leiter des Awards, von den Einreichungen beeindruckt.

Digitaler Humanismus als Leitprinzip der Wirtschaft

Dr. Georg Krause, Initiator des Awards und CEO der msg Plaut AG, betonte die Bedeutung der Auszeichnung: "Was wir heute Abend erleben durften, ist mehr als eine Preisverleihung. Es ist ein Bekenntnis, dass Digitalisierung im Dienst der Menschen stehen kann und muss. Die herausragenden Projekte und inspirierenden Persönlichkeiten zeigen, dass technologischer Fortschritt und ethische Verantwortung einander nicht widersprechen, sondern gemeinsam die Grundlage für eine zukunftsfähige Gesellschaft bilden."

Roland Ledinger, Präsident der Austrian Digital Value (ADV) und Geschäftsführer des Bundesrechenzentrums, sieht einen klaren Trend: "Digitaler Humanismus ist längst in der heimischen Wirtschaft angekommen und entwickelt sich zunehmend zu einem Leitprinzip für die Umsetzung in Unternehmen und in der Verwaltung. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen, wie sich Digitalisierung verantwortungsvoll umsetzen und gleichzeitig zukunftsweisend gestalten lässt."

Kooperation für eine menschenzentrierte Digitalisierung

Die Awards wurden gemeinsam von msg Plaut, Austrian Digital Value (ADV) und dem Verein zur Förderung des digitalen Humanismus vergeben. Diese Kooperation spiegelt das breite gesellschaftliche Engagement für eine ethische Gestaltung des digitalen Wandels wider.

Die msg Plaut Gruppe, einer der führenden IT-Dienstleister in Österreich sowie Südost- und Ost-Europa, zeichnet sich besonders durch ihren Beratungsansatz nach den Prinzipien des Digitalen Humanismus aus. Das Unternehmen stellt Menschen ins Zentrum aller IT-Projekte und gilt als Pionier in der Umsetzung humanistischer Werte in der digitalen Welt.

Ausblick auf die Zukunft

Die zweite Verleihung der "Digitaler Humanismus in der Praxis"-Awards zeigt deutlich: Die Verbindung von technologischem Fortschritt und ethischen Werten ist nicht nur möglich, sondern wird zunehmend zur Realität. Die ausgezeichneten Projekte und Persönlichkeiten dienen als Vorbilder und Inspiration für weitere Initiativen.

Die Preisverleihung macht deutlich, dass Österreich eine Vorreiterrolle in der ethischen Gestaltung der Digitalisierung einnimmt. Von der Stadtverwaltung über die Pflege bis hin zur Bildung – in allen gesellschaftlichen Bereichen entstehen innovative Lösungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Die Austrian Digital Value, eine unabhängige Vereinigung in der IKT-Branche mit rund 400 Expertinnen und Experten sowie 350 renommierten Unternehmen und öffentlichen Institutionen, unterstreicht mit ihrer Unterstützung die Bedeutung des digitalen Humanismus für die heimische Wirtschaft und Gesellschaft.

Schlagworte

#Digitaler Humanismus#KI#Wien#Awards#Technologie#Ethik#Digitalisierung

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