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450 Fahrlehrer trainieren am Red Bull Ring für die Zukunft

Österreichischer Fahrlehrertag 2026 setzt auf Elektromobilität und moderne Fahrtechnik

19. März 2026 um 13:11
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Größte Weiterbildungsveranstaltung für Fahrlehrer in Spielberg: Mit 100 Fahrzeugen und breitem Schulungsprogramm zur Verkehrszukunft.

Der Red Bull Ring in Spielberg wird zum Schauplatz des größten Weiterbildungsevents der österreichischen Fahrschulbranche. Beim österreichischen Fahrlehrertag 2026 kommen rund 450 Fahrlehrer:innen, Prüfer:innen und Instruktor:innen zusammen, um sich zwei Tage lang intensiv mit den Herausforderungen der modernen Mobilität auseinanderzusetzen.

Praxistraining mit 100 Fahrzeugen

Das Herzstück der Veranstaltung bildet ein umfangreicher Fuhrpark von rund 100 Fahrzeugen, der die gesamte Bandbreite moderner Mobilität abdeckt. Von kompakten Stadtflitzern über leistungsstarke Hybrid- und Elektroautos bis hin zu schweren Lkw und Bussen können die Teilnehmer praktische Erfahrungen sammeln.

"Mit dieser österreichweit und international einzigartigen Veranstaltung, die Theorie und Praxis kombiniert, bieten wir als Branchenvertretung zwei Tage lang eine attraktive Gelegenheit, bei der Akteure der Führerscheinausbildung ihre Weiterbildungsverpflichtungen erfüllen können", erklärt Joachim Steininger, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich.

Elektromobilität im Fokus

Besonders im Mittelpunkt stehen elektrische Fahrzeuge aller Kategorien. Für den Pkw- und Motorradbereich stehen 50 neue Bikes und Pkw mit Elektro-, Hybrid- und Verbrennungstechnologie zur Verfügung. Erstmals kommen dabei auch vollelektrische Fahrschul-Lkw zum Einsatz, mit denen Stromsparübungen sowohl teilbeladen als auch vollbeladen bis 40 Tonnen durchgeführt werden.

Die entsprechende Infrastruktur ist vor Ort sichergestellt: Rund 50 Ladepunkte für Schnell- und Normalladung ermöglichen einen reibungslosen Ablauf der praktischen Übungen. Die Teilnehmer können so hautnah erleben, wie sich die Elektromobilität in der Fahrschulausbildung integrieren lässt.

Breites Schulungsprogramm

Das Theorieschulungsprogramm deckt alle relevanten Zukunftsthemen ab. Neben der Elektromobilität stehen aktuelle gesetzliche Neuerungen im Straßenverkehr, Haftungsfragen und technologische Trends auf dem Programm. Die Bandbreite reicht vom Zweirad über Pkw bis hin zu Lkw und Bussen.

Ergänzt wird das Angebot durch praxisnahe Tipps für den Fahrschulunterricht und die Prüfertätigkeit. Thematische Schwerpunkte sind Klimaschutz, Nachhaltigkeit, assistiertes Fahren, Mikromobilität sowie neue Ausbildungsmodelle im Zuge der EU-Führerscheinrichtlinie.

Barrierefreie Mobilität im Blickpunkt

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung ist der Fokus auf die Führerscheinausbildung von Menschen mit körperlicher Behinderung. Spezialfahrzeuge mit barrierefreiem Einstieg über eine Rampe ermöglichen es Rollstuhlnutzern, direkt ins Fahrzeug einzufahren.

Die Teilnehmer können Fahrzeuge testen, die mittels Zweiwege- und Vier-Wege-Joystick, Mini-Lenkrad bis hin zum Gas-Bremsschieber gesteuert werden. Über Touch-Systeme oder Sprachsteuerung werden Blinker, Licht oder Hupe bedient. "Erstmals üben damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Fahrzeugen, die es selbst schwerstbehinderten Menschen ermöglichen, ein Auto eigenständig und sicher zu lenken", berichtet Stefan Ebner, Geschäftsführer des Fachverbandes.

Schwerverkehr und Busse

Auch der Schwerverkehrsbereich kommt nicht zu kurz. Für die Führerscheinklassen C und D können Teilnehmer selbst schwere Lkw, Fahrzeugkombinationen mit Anhängern sowie Busse lenken. Das Training findet sowohl auf dem Parkour als auch im öffentlichen Straßenverkehr statt, um realitätsnahe Erfahrungen zu sammeln.

Moderne Assistenzsysteme, energieeffizientes Fahren und die optimale Reifenwahl sind weitere praktische Schwerpunkte, die den Teilnehmern vermittelt werden. Das Training erfolgt in realitätsnahen Szenarien, die den Anforderungen des modernen Straßenverkehrs entsprechen.

Qualitätsstandards für die Zukunft

Mit dem österreichischen Fahrlehrertag verfolgt der Fachverband das Ziel, Fahrlehrer und Prüfer fit für die Zukunft zu machen. Hohe Qualitätsstandards bei der Führerscheinausbildung sollen etabliert und weiterentwickelt werden, um den sich wandelnden Anforderungen der Mobilität gerecht zu werden.

"Der österreichische Fahrlehrertag zeigt, wie Fahrschulbesitzer:innen, Lehrpersonal und Prüfer:innen gemeinsam an einem Strang ziehen, um höchste Ausbildungsqualität und ein modernes Kundenerlebnis zu gewährleisten. Damit ist diese Veranstaltung ein europaweites Vorzeigemodell", so Ebner.

Einzigartige Veranstaltung in Europa

Die Kombination aus theoretischer Weiterbildung und praktischem Training macht den österreichischen Fahrlehrertag zu einer einzigartigen Veranstaltung in Europa. Das Fahrsicherheitsgelände am Red Bull Ring bietet ideale Bedingungen für intensive Schulungen unter professionellen Bedingungen.

Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Weiterbildung in einer sich schnell wandelnden Mobilitätslandschaft. Von der Elektromobilität über neue Assistenzsysteme bis hin zu veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen Fahrlehrer und Prüfer stets am neuesten Stand bleiben, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung gewährleisten zu können.

Der Fahrlehrertag 2026 setzt damit wichtige Impulse für die Zukunft der Führerscheinausbildung in Österreich und darüber hinaus. Mit seinem umfassenden Ansatz wird er seinem Ruf als größter Führerscheinevent des Landes mehr als gerecht.

Schlagworte

#Fahrschule#Elektromobilität#Weiterbildung#Red Bull Ring#Führerschein#Verkehrssicherheit

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