Kultserie kehrt nach 14 Jahren mit starken Quoten zurück
David Schalkos "Braunschlag 1986" lockt bis zu 447.000 Zuschauer vor die Bildschirme. Das Comeback der Kultserie erreicht 18 Prozent Marktanteil.
Nach 14 Jahren Pause ist die österreichische Kultserie "Braunschlag" mit einem zweiteiligen Special zurückgekehrt - und das mit beachtlichem Erfolg. Der erste Teil von "Braunschlag 1986" erreichte am Freitagabend im ORF 1 bis zu 447.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 18 Prozent.
Im Durchschnitt verfolgten 415.000 Zuschauer die Rückkehr in die fiktive Gemeinde Braunschlag, die diesmal per Verordnung kurzerhand zu "Braunschlag 1986" erklärt wurde. Besonders erfreulich für den ORF: Auch die jungen Zielgruppen zeigten großes Interesse an dem Comeback. In der Altersgruppe 12-29 Jahre erreichte die Serie einen Marktanteil von 22 Prozent, bei den 12- bis 49-Jährigen waren es 19 Prozent.
Diese Zahlen unterstreichen, dass "Braunschlag" auch 14 Jahre nach der ursprünglichen Ausstrahlung nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat. Die Serie, die zwischen 2012 und 2014 ausgestrahlt wurde, entwickelte sich damals schnell zu einem Publikumsliebling und Kritikererfolg.
Für das Special kehrten nahezu alle Hauptdarsteller der ursprünglichen Serie zurück. Robert Palfrader, Maria Hofstätter, Nicholas Ofczarek, Nina Proll, Manuel Rubey, Sabrina Reiter, Christopher Schärf, Simon Schwarz, Raimund Wallisch, Branko Samarovski, Thomas Stipsits, Stefanie Reinsperger, Erol Nowak, Inge Maux und David Wurawa schlüpften wieder in ihre bekannten Rollen.
Als Neuzugang konnte Nora Waldstätten gewonnen werden, die das bereits starke Ensemble ergänzt. Die Chemie zwischen den Darstellern, die bereits in der ursprünglichen Serie für deren Erfolg mitverantwortlich war, scheint auch nach der langen Pause noch zu funktionieren.
Verantwortlich für das Comeback zeichnet wieder David Schalko, der bereits die ursprüngliche Serie als Regisseur und Drehbuchautor prägte. Schalko, der sich in den vergangenen Jahren mit Produktionen wie "Parfum" oder "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" auch international einen Namen gemacht hat, kehrte für dieses Special zu seinen österreichischen Wurzeln zurück.
Die Handlung des Specials versetzt die Zuschauer ins Jahr 1986 und spielt geschickt mit nostalgischen Elementen, während der typische "Braunschlag"-Humor erhalten bleibt. Die Serie war schon damals bekannt für ihren schwarzen Humor und ihre satirische Darstellung österreichischer Eigenarten.
ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz zeigte sich erfreut über den Erfolg des Comebacks: "Der 'Braunschlag'-Kult hält an! 14 Jahre nach dem Original begeistert die legendäre TV-Ortschaft noch immer. Unsere Freude über die Rückkehr der kuriosen Charaktere und ihres einzigartigen Schmähs ist umso größer, weil wir sehen, dass die Zuschauer:innen sich auf dieser Zeitreise ins Jahr 1986 köstlich unterhalten."
Diese Begeisterung spiegelt sich auch in den Quotenzahlen wider, die zeigen, dass österreichische Produktionen beim heimischen Publikum nach wie vor sehr gut ankommen, wenn sie mit der entsprechenden Qualität und Liebe zum Detail umgesetzt werden.
Der zweite Teil des "Braunschlag 1986"-Specials wird bereits heute, Samstag, den 21. März, um 20:15 Uhr im ORF 1 ausgestrahlt. Dieser Teil kommt in Spielfilmlänge daher und verspricht, die Geschichte zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen.
Fans der Serie müssen sich also nicht lange gedulden, um zu erfahren, wie die Zeitreise ins Jahr 1986 weitergeht und welche Wendungen die Geschichte noch bereithält.
Für alle, die die Ausstrahlung verpasst haben oder die Serie nochmals sehen möchten, bietet der ORF verschiedene Optionen. Auf der Streaming-Plattform ORF ON sind bereits beide Teile von "Braunschlag 1986" verfügbar. Dort steht auch die komplette erste Staffel der ursprünglichen Serie zum Streamen bereit.
Sammler und Fans physischer Medien können die erste Staffel weiterhin als DVD-Box im ORF-Shop erwerben. Dies zeigt, dass die Serie auch abseits der linearen Ausstrahlung weiterhin Interesse weckt.
"Braunschlag 1986" ist eine Produktion von Superfilm in Koproduktion mit dem ORF. Das Projekt wurde vom Fernsehfonds Austria, FISA+ und dem Land Niederösterreich gefördert, was die Bedeutung österreichischer Filmförderung für qualitativ hochwertige heimische Produktionen unterstreicht.
Diese Förderstruktur ermöglicht es österreichischen Produzenten, Projekte zu realisieren, die sowohl künstlerisch wertvoll als auch beim Publikum erfolgreich sind.
Der Erfolg von "Braunschlag 1986" zeigt einmal mehr, wie wichtig österreichische Eigenproduktionen für die heimische Fernsehlandschaft sind. In Zeiten internationaler Streaming-Giganten beweist der ORF, dass lokale Inhalte mit authentischem österreichischem Humor und bekannten Gesichtern beim Publikum sehr gut ankommen.
Die Serie hatte bereits in ihrer ursprünglichen Form Maßstäbe gesetzt und gezeigt, dass österreichische Fernsehproduktionen durchaus mit internationalen Standards mithalten können. Das erfolgreiche Comeback bestätigt diese Einschätzung und könnte Mut für weitere ähnliche Projekte machen.
Mit dem zweiten Teil heute Abend wird sich zeigen, ob "Braunschlag 1986" seine starken Einschaltquoten halten kann und das Comeback zu einem vollen Erfolg wird.