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NÖ fördert betreutes Wohnen für Jugendliche in Eggenburg

Landesregierung stellt Finanzierung für 2026 sicher

24. März 2026 um 09:12
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Land Niederösterreich unterstützt soziales Projekt der Lehrlingsstiftung Eggenburg für junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Das Land Niederösterreich setzt auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein klares Signal für soziale Inklusion: Die Landesregierung hat die Förderung für das Projekt "Betreutes Wohnen" der Lehrlingsstiftung Eggenburg für das Jahr 2026 genehmigt. Damit wird ein wichtiger Baustein zur Integration von Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen in den Arbeitsmarkt gesichert.

Investition in Chancengleichheit

"Mit der Förderung an die Lehrlingsstiftung Eggenburg für das Projekt 'Betreutes Wohnen' ermöglichen wir jungen Erwachsenen mit besonderen Bedürfnissen ein selbstständigeres Leben", erklärt Landesrätin Susanne Rosenkranz die Entscheidung der Landesregierung. Die Förderung stelle sicher, dass neben einer qualifizierten Ausbildung auch das betreute Wohnen als wichtiger Baustein für echte Teilhabe und Chancengleichheit zur Verfügung stehe.

Besonders betont Rosenkranz, dass erfolgreiche soziale Projekte auch in Zeiten von Sparzwängen weitergeführt werden müssen: "Damit stellen wir sicher, dass selbst in Zeiten von Sparzwängen erfolgreiche soziale Projekte weitergeführt werden können."

Bewährtes Konzept der Lehrlingsstiftung

Die Lehrlingsstiftung Eggenburg bietet bereits seit Jahren im Rahmen des Projekts "Integration von Jugendlichen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt" ein begleitendes Wohnangebot an. Dieses spezielle Angebot richtet sich ausschließlich an Teilnehmer einer Überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) oder des Projekts AusbildungsFit.

Das Konzept basiert auf einer umfassenden sozialarbeiterischen Begleitung, die den Jugendlichen beim Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten sowie sozialer Kompetenzen zur Seite steht. Diese Unterstützung erweist sich als entscheidend für die Entwicklung und den Aufbau der Arbeitsfähigkeit und erleichtert den späteren Eintritt in das Berufsleben erheblich.

Ganzheitlicher Ansatz

Das betreute Wohnen in Eggenburg verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der verschiedene Lebensbereiche der Jugendlichen umfasst:

  • Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten im Alltag
  • Entwicklung sozialer Kompetenzen
  • Aufbau der Arbeitsfähigkeit
  • Vorbereitung auf den Berufseinstieg
  • Förderung der Selbstständigkeit

Durch diese umfassende Betreuung werden die jungen Menschen schrittweise an ein eigenständiges Leben herangeführt, während sie gleichzeitig ihre beruflichen Qualifikationen ausbauen können.

Gesellschaftlicher Nutzen der Inklusion

Landesrätin Rosenkranz unterstreicht die weitreichende gesellschaftliche Bedeutung des Projekts: "Eigenständigkeit fängt mit Wohnen an. Wir investieren hier gezielt in die Zukunft junger Menschen durch Stärkung sozialer Fähigkeiten, Hilfe bei Problembewältigung sowie Förderung ihrer Selbständigkeit."

Die Landesrätin sieht in jedem Schritt hin zu mehr Inklusion einen Gewinn für die gesamte Gesellschaft. Diese Sichtweise spiegelt einen Paradigmenwechsel wider, bei dem Menschen mit besonderen Bedürfnissen nicht als Belastung, sondern als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft betrachtet werden, die mit der richtigen Unterstützung ihr volles Potenzial entfalten können.

Überbetriebliche Lehrausbildung als Sprungbrett

Die Überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA) stellt für viele Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen eine wichtige Alternative zur klassischen Lehrlingsausbildung dar. In Kombination mit dem betreuten Wohnen erhalten die Teilnehmer eine umfassende Unterstützung, die ihre Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt erheblich verbessert.

Das Projekt AusbildungsFit ergänzt dieses Angebot und richtet sich an Jugendliche, die vor Beginn einer Lehrausbildung oder weiterführenden Ausbildung zusätzliche Unterstützung benötigen. Auch diese Teilnehmer profitieren vom Angebot des betreuten Wohnens.

Nachhaltige Wirkung

Die Investition in das betreute Wohnen zeigt langfristig positive Effekte, die über die unmittelbare Unterstützung der Jugendlichen hinausgehen:

  • Reduzierung der langfristigen Abhängigkeit von sozialen Unterstützungsleistungen
  • Steigerung der Erwerbsquote von Menschen mit besonderen Bedürfnissen
  • Positive Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl der Betroffenen
  • Bereicherung der Arbeitswelt durch Vielfalt
  • Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Herausforderungen in Sparzeiten

Die Entscheidung der niederösterreichischen Landesregierung, die Förderung auch für 2026 zu genehmigen, sendet ein wichtiges Signal aus. In Zeiten, in denen öffentliche Haushalte unter Druck stehen und Sparmaßnahmen diskutiert werden, wird deutlich, dass soziale Projekte nicht als Luxus, sondern als gesellschaftliche Notwendigkeit betrachtet werden.

Diese Haltung zeigt, dass Niederösterreich auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten an seiner Verantwortung für benachteiligte Gruppen festhält und langfristig in deren Zukunft investiert.

Beispiel für andere Regionen

Das Projekt in Eggenburg könnte als Modell für andere Regionen in Österreich dienen. Die Kombination aus beruflicher Ausbildung und betreutem Wohnen bietet einen erprobten Weg, um junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen erfolgreich in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die kontinuierliche Finanzierung durch das Land Niederösterreich unterstreicht die Nachhaltigkeit und den Erfolg dieses Ansatzes. Für andere Bundesländer und Gemeinden könnte dies Anreiz sein, ähnliche Programme zu entwickeln oder bestehende Initiativen auszubauen.

Ausblick auf 2026

Mit der gesicherten Finanzierung für 2026 kann die Lehrlingsstiftung Eggenburg ihre wichtige Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln. Die Planungssicherheit ermöglicht es, langfristige Betreuungskonzepte zu entwickeln und den Jugendlichen die Kontinuität zu bieten, die für ihren Entwicklungsprozess so wichtig ist.

Die Entscheidung der Landesregierung zeigt, dass Niederösterreich bereit ist, in die Zukunft seiner jungen Bürger zu investieren und dabei niemanden zurückzulassen. Das betreute Wohnen in Eggenburg bleibt somit ein wichtiger Baustein für eine inklusive Gesellschaft, in der jeder Mensch die Chance auf Teilhabe und Selbstverwirklichung erhält.

Schlagworte

#Betreutes Wohnen#Niederösterreich#Inklusion#Jugendförderung#Soziales

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