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Patrick Stelzl übernimmt Leitung der größten Geburtshilfe

Neuer Primarius am St. Josef Krankenhaus Wien bringt internationale Erfahrung mit

24. März 2026 um 10:51
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Der erfahrene Geburtshelfer und Perinatalmediziner folgt auf Andreas Brandstetter, der nach 42 Jahren in den Ruhestand trat.

Das St. Josef Krankenhaus Wien hat mit Priv.-Doz. DDr. Patrick Stelzl, MBA einen neuen Leiter für die Abteilung Gynäkologie & Geburtshilfe bestellt. Der 43-jährige Mediziner übernahm Anfang März 2026 die Verantwortung für Österreichs größte Geburtshilfe und folgt damit auf Primarius Dr. Andreas Brandstetter, der nach über vier Jahrzehnten im St. Josef Krankenhaus in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist.

Internationale Ausbildung und Forschungserfahrung

Patrick Stelzl bringt eine beeindruckende internationale Laufbahn in seine neue Position mit. Der gebürtige Tiroler absolvierte sein Medizinstudium an der Medizinischen Universität Innsbruck sowie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Seine berufliche Entwicklung führte ihn durch verschiedene renommierte Einrichtungen: vom Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol über das Katholische Marienkrankenhaus Hamburg bis hin zur Universitätsfrauenklinik Erlangen.

Besonders prägend waren seine Forschungsaufenthalte an der Yale University in den USA, wo er wertvolle Erfahrungen in der internationalen Medizinforschung sammelte. Zusätzlich zu seiner medizinischen Ausbildung erwarb Stelzl einen MBA im Bereich Gesundheitsmanagement, was ihm fundierte Kenntnisse in der Krankenhausführung vermittelte.

Führungserfahrung im Kepler Universitätsklinikum

Seine jüngste Position als leitender Oberarzt der Geburtshilfe am Kepler Universitätsklinikum Linz ab 2020 bereitete Stelzl optimal auf die neue Herausforderung vor. Dort konnte er bereits Führungsverantwortung in einem großen geburtshilflichen Zentrum übernehmen und seine Expertise in der Perinatalmedizin weiter ausbauen.

Neben seiner klinischen Tätigkeit ist Stelzl in der medizinischen Gemeinschaft bestens vernetzt. Als Mitglied zahlreicher gynäkologisch-geburtshilflicher Fachgesellschaften und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe bringt er wichtige Kontakte und Erfahrungen mit. Seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Gutachter sowie als Vortragender und Lehrender an Universitäten und Fachhochschulen unterstreicht seine Kompetenz in Forschung und Lehre.

Spezialisierung auf komplexe Geburten

"Spontangeburten aus Beckenendlage, Betreuung von Zwillings- und Risikoschwangerschaften: Das ist es, was ich besonders gut kann und wofür ich brenne", erklärt der neue Primarius seine fachlichen Schwerpunkte. Diese Spezialisierung auf komplexe geburtshilfliche Situationen macht ihn zu einem idealen Kandidaten für die Leitung der größten Geburtshilfe Österreichs.

Die Perinatalmedizin, also die Betreuung von Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt, steht dabei im Mittelpunkt seiner Arbeit. Gerade bei Risikoschwangerschaften und besonderen Geburtslagen ist diese Expertise von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit von Mutter und Kind.

Vision für die Zukunft der Abteilung

Für seine neue Aufgabe hat Stelzl klare Vorstellungen entwickelt. Die Abteilung für Gynäkologie & Geburtshilfe möchte er als modernes und leistungsstarkes Zentrum weiterentwickeln. Dabei setzt er auf mehrere Säulen: eine klare Qualitätsstruktur, eine verbesserte interprofessionelle Zusammenarbeit und einen verstärkten Fokus auf Digitalisierung und Weiterbildung.

"Aufbauend auf der bewährten Philosophie einer möglichst natürlichen Geburt und gemeinsam mit dem sehr erfahrenen Team", wie Stelzl betont, sollen diese Neuerungen implementiert werden. Damit respektiert er die Tradition des Hauses, während er gleichzeitig moderne Ansätze einbringt.

Besonderheiten des St. Josef Krankenhauses

"Was mich am St. Josef Krankenhaus Wien besonders beeindruckt, ist die Verbindung hoher medizinischer Kompetenz mit einem familiär anmutenden Umfeld", hebt der neue Primarius hervor. Diese Kombination unterscheidet das Krankenhaus von vielen anderen Einrichtungen und trägt zum besonderen Ruf bei.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit der hebammengeleiteten Geburt. "Viele Patientinnen schätzen die Möglichkeit der hebammengeleiteten Geburt: Gebärende können sich bei unkomplizierten Schwangerschaften von unserem Hebammenteam begleiten lassen oder eine Wahlhebamme mitbringen", erklärt Stelzl das Konzept.

Interdisziplinäre Betreuung rund um die Uhr

Die Sicherheit steht dabei immer an erster Stelle. "Wenn während der Geburt ärztliche Unterstützung notwendig wird, steht jederzeit rasch ein hervorragendes geburtshilfliches Ärzteteam bereit", versichert der Primarius. Zusätzlich sind rund um die Uhr spezialisierte Neonatologinnen und Neonatologen für die Versorgung von Neugeborenen verfügbar.

Das interdisziplinäre Team wird durch engagierte Pflegekräfte auf den beiden Wochenbettstationen sowie weitere Fachdisziplinen komplettiert. Diese umfassende Betreuung gewährleistet, dass sowohl normale als auch komplizierte Geburten sicher betreut werden können.

Nachfolge nach erfolgreicher Ära

Mit der Übernahme der Leitung tritt Stelzl in große Fußstapfen. Sein Vorgänger Dr. Andreas Brandstetter prägte über 42 Jahre hinweg die Entwicklung der Abteilung und baute sie zur größten Geburtshilfe Österreichs aus. Diese lange und erfolgreiche Amtszeit hinterließ eine gut funktionierende Struktur und ein erfahrenes Team.

Die Kontinuität bei gleichzeitiger Modernisierung steht daher im Fokus der neuen Führung. Stelzl plant, bewährte Strukturen zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse zu setzen, um die Abteilung für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.

Bedeutung für Wien und Österreich

Die Neubesetzung an der Spitze der größten Geburtshilfe Österreichs ist von überregionaler Bedeutung. Das St. Josef Krankenhaus Wien versorgt nicht nur Patientinnen aus der Hauptstadt, sondern fungiert auch als Referenzzentrum für komplexe Fälle aus ganz Österreich.

Mit Patrick Stelzl übernimmt ein Mediziner die Leitung, der sowohl die fachliche Expertise als auch die Managementkompetenz mitbringt, um diese wichtige Rolle zu erfüllen. Seine internationale Erfahrung und sein Netzwerk in der medizinischen Gemeinschaft werden dabei wichtige Faktoren für die weitere Entwicklung der Abteilung sein.

Schlagworte

#St. Josef Krankenhaus#Geburtshilfe#Gynäkologie#Wien#Medizin

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