Thomas Seidl moderiert ab 30. März wöchentliches Format zu Bundesliga und WM
Der ORF erweitert sein Audio-Angebot um einen Fußball-Podcast mit Thomas Seidl als Host und prominenten ORF-Experten als Gäste.
Der ORF erweitert sein digitales Audio-Angebot um eine neue Dimension: Ab 30. März 2026 geht der erste Fußball-Podcast des öffentlich-rechtlichen Rundfunks "Box oder Strafraum" an den Start. Das Format soll wöchentlich über das aktuelle heimische Fußballgeschehen informieren und dabei sowohl die österreichische Bundesliga als auch das Nationalteam im Fokus haben.
Als Gastgeber konnte der ORF Thomas Seidl gewinnen, der bereits umfangreiche Erfahrungen im Fußball-Audio-Bereich mitbringt. Der 35-jährige Steirer ist nicht nur als ORF-Moderator tätig, sondern war auch Stadionsprecher von Sturm Graz und ist einer der Hosts des etablierten Fußball-Podcasts "dbldw" ("Die beste Liga der Welt"). Diese Kombination aus Medienpraxis und authentischer Fußball-Leidenschaft macht Seidl zu einer idealen Besetzung für das neue Format.
"Ich bin extrem stolz, den ersten Fußball-Podcast des ORF hosten zu dürfen", erklärt Seidl. "Mit Hilfe der Landesstudios und Audionachrichten aus ganz Österreich soll, wie es sich für einen Podcast gehört, letztlich auch eine nachhaltige Community aufgebaut werden."
Jede Folge von "Box oder Strafraum" wird rund 55 Minuten dauern und gemeinsam mit einem ORF-Fußballexperten oder einer ORF-Fußballexpertin produziert. In der ersten Ausgabe wird Viktoria Schnaderbeck zu Gast sein, die nicht nur als ORF-Expertin geschätzt wird, sondern auch Seidls ehemalige Klassenkollegin ist. Diese persönliche Verbindung könnte für eine besonders authentische Gesprächsatmosphäre sorgen.
Das Podcast-Format entsteht als Kooperation zwischen ORF Sport und Radio Steiermark, was die regionale Verankerung des Formats unterstreicht. Hörerinnen und Hörern wird dabei nicht nur passiver Konsum geboten: Unter dem Hashtag #ORFBost können über Social Media Fragen gestellt werden, die dann möglicherweise in die Sendung einfließen.
"Box oder Strafraum" wird auf allen gängigen Podcast-Plattformen sowie auf der ORF-eigenen Audio-Plattform sound.ORF.at verfügbar sein. Zusätzlich plant Radio Steiermark, das neue Format jeweils dienstags nach der Veröffentlichung der aktuellen Podcast-Folge auch linear auszustrahlen. Diese Doppelstrategie ermöglicht es, sowohl die wachsende Podcast-Hörerschaft als auch das traditionelle Radio-Publikum zu erreichen.
Ein besonderes Highlight wird "Box oder Strafraum" während der Fußball-Weltmeisterschaft bieten. Mit dem Anpfiff in Mexiko City wird der Podcast vorübergehend zum täglichen WM-Begleiter mit zusätzlichem "Gaststar" ausgeweitet. Diese intensivierte Berichterstattung soll dem gesteigerten Informationsbedarf während des Turniers Rechnung tragen.
Auf dem WM-Programm stehen ausführliche Analysen der WM-Teilnehmer, taktische Trends und sogar logistische Herausforderungen der jeweiligen Gastgeberländer. Diese thematische Vielfalt zeigt den Anspruch, über reine Spielberichte hinauszugehen und Fußball in seinem größeren Kontext zu betrachten.
Für die interimistischen ORF-Sportchefs Veronika Dragon-Berger und Martin Szerencsi markiert der neue Podcast einen wichtigen strategischen Schritt: "Es ist allerhöchste Zeit, dass der ORF mit einem Fußball-Podcast startet. In Kooperation mit dem Landesstudio Steiermark und im Sog der Fußball-WM sind wir sehr optimistisch, künftig DIE Podcast-Base für alle Fußball-Interessierten bieten zu können."
Diese Aussage verdeutlicht den Anspruch, sich im wachsenden Markt der Fußball-Podcasts zu etablieren. Der ORF reagiert damit auf veränderte Mediennutzungsgewohnheiten, insbesondere bei jüngeren Zielgruppen, die zunehmend Audio-on-Demand-Formate bevorzugen.
ORF-Steiermark-Landesdirektor Gerhard Koch hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Landesstudios und Zentrale hervor: "Die Kooperation mit ORF SPORT zeigt erneut, wie wertvoll das Zusammenspiel von Landesstudios und Zentrale ist. Die fundierte Fußball-Berichterstattung gehört seit Anbeginn zu unseren Kernkompetenzen; wir freuen uns, als Partner in der Steiermark maßgeblich an diesem Projekt mitzuwirken."
Diese regionale Verankerung könnte sich als wichtiger Erfolgsfaktor erweisen, da sie authentische lokale Perspektiven und Expertise einbringt, die in anderen Fußball-Podcasts möglicherweise fehlen.
Der österreichische Podcast-Markt im Fußballbereich ist bereits gut besetzt. Formate wie "dbldw", an dem Seidl selbst beteiligt ist, haben sich etabliert und eine treue Hörerschaft aufgebaut. Der ORF-Podcast wird sich in diesem Umfeld behaupten müssen, kann aber auf die Ressourcen und die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks setzen.
Besonders der Zugang zu ORF-Experten und möglicherweise auch zu Spielern und Funktionären könnte "Box oder Strafraum" einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die professionelle Produktion und die Verbreitung über etablierte ORF-Kanäle sind weitere Pluspunkte.
Mit dem Start von "Box oder Strafraum" betritt der ORF ein für ihn neues Terrain im Audio-Bereich. Der Erfolg wird davon abhängen, ob es gelingt, eine eigene Identität zu entwickeln und sich von der Konkurrenz abzuheben. Die Kombination aus professioneller ORF-Expertise, regionalem Bezug und interaktiven Elementen bietet dafür gute Voraussetzungen.
Besonders spannend wird die Phase der Fußball-WM, in der das Format seine Flexibilität und Aktualität unter Beweis stellen kann. Gelingt es, während des Turniers eine größere Hörerschaft zu gewinnen und zu binden, könnte "Box oder Strafraum" sich als feste Größe im österreichischen Podcast-Markt etablieren.
Der 30. März 2026 markiert somit einen wichtigen Termin für alle Fußball-Interessierten in Österreich. Mit Thomas Seidl als erfahrenem Host und der Unterstützung des ORF-Netzwerks könnte "Box oder Strafraum" zu einer neuen Stimme im österreichischen Fußball-Diskurs werden.