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CDG startet mit neuem Senat in die Zukunft

Exzellenz in Forschung: Christian Doppler Forschungsgesellschaft stellt Weichen für kommende Jahre

25. März 2026 um 08:51
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Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft beginnt neue Funktionsperiode mit zehn neuen Senatsmitgliedern und bewährter Führung.

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) hat ihre Weichen für die Zukunft gestellt: Mit zehn neuen hochqualifizierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft startet der Senat der renommierten Forschungsorganisation in eine neue Funktionsperiode. Unter der Führung des frisch wiederbestellten Präsidenten Martin Gerzabek soll die Exzellenz österreichischer Forschung weiter gestärkt werden.

Senat als wissenschaftliches Herzstück der CDG

Der Senat bildet neben dem Kuratorium das zweite wesentliche Entscheidungsgremium der CDG und fungiert als deren "wissenschaftliches Herz". Über 50 hochqualifizierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft entscheiden hier über die Einrichtung neuer Christian Doppler Labors und Josef Ressel Zentren. Sie bewerten den Forschungsfortschritt im Rahmen von Zwischenevaluierungen und stimmen über Änderungsanträge für bestehende Forschungseinheiten ab.

Diese Aufgaben erfordern nicht nur wissenschaftliche Expertise, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Wirtschaft. Denn die CDG verfolgt das Ziel, exzellente Grundlagenforschung mit praktischen Anwendungen zu verbinden und so den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken.

Bewährte Führung im Gesamtsenat

Der Vorsitz des Gesamtsenats bleibt in bewährten Händen: Hans Irschik von der Universität Linz wird weiterhin die Geschicke des Gremiums leiten. Der emeritierte Universitätsprofessor ist bekannt für seinen strengen Blick auf die wissenschaftliche Qualität bei gleichzeitig verbindlichem und ausgleichendem Führungsverhalten.

Unterstützt wird Irschik von seinen langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Eva Maria Binder von der Biomin Holding GmbH und Andrea Barta von der Medizinischen Universität Wien. Diese Kontinuität in der Führung soll Stabilität und Verlässlichkeit für die kommenden Jahre gewährleisten.

"Für Wissenschafter*innen ist es eine Auszeichnung, ein CD-Labor oder ein JR-Zentrum leiten zu dürfen. Zu Recht sind sie stolz darauf, unserem strengen Evaluierungsverfahren standzuhalten", betont Irschik die Bedeutung der CDG-Forschungseinheiten. Er hebt besonders das internationale Renommee der Wissenschaftler, ihre hochrangigen Publikationen und den Nutzen für den Wirtschaftsstandort Österreich hervor.

Neue Führung im Josef Ressel Senat

Einen wichtigen Wechsel gibt es beim Josef Ressel Senat: Anita Zehrer vom MCI Innsbruck übernimmt als neue Vorsitzende die Führung des Gremiums, das sich auf die Forschung an Fachhochschulen konzentriert. Die studierte Betriebswirtin bringt umfangreiche internationale Erfahrung mit: Sie habilitierte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, war Fulbright-Professorin am College of Charleston in den USA und forschte als Visiting Research Fellow an der University of Queensland in Australien.

Seit 2008 ist Zehrer Fachhochschulprofessorin am MCI und leitet seit einem Jahrzehnt das MCI Zentrum Familienunternehmen. Ihre Erfahrung in der Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften macht sie zur idealen Kandidatin für diese Position.

Für Kontinuität im neuen Vorsitzteam sorgt Josef Fugger von Infineon Technologies Austria AG als erster stellvertretender Vorsitzender. Als Director R&D bringt er wertvolle Industrieerfahrung in das Gremium ein. Neu hinzu kommt Martin Horauer von der Fachhochschule Technikum Wien als zweiter stellvertretender Vorsitzender, der bis 2018 selbst ein Josef Ressel Zentrum für Verifikation von eingebetteten Computersystemen geleitet hat.

Verstärkung durch zehn neue Senatsmitglieder

Die personelle Erneuerung des Senats spiegelt die Vielfalt der österreichischen Forschungslandschaft wider. Zu den neuen Mitgliedern zählen Experten verschiedener Disziplinen von renommierten Universitäten und Fachhochschulen sowie aus der Wirtschaft.

Aus dem universitären Bereich kommen Helmut Antrekowitsch von der Montanuniversität Leoben, Kathrin Eller von der Medizinischen Universität Graz, Paul Grünbacher von der Universität Linz und Barbara Kaltenbacher von der Universität Klagenfurt. Sie verstärken den CD-Senat, der sich mit den Christian Doppler Labors an Universitäten befasst.

Der Josef Ressel Senat erhält Verstärkung durch sechs neue Mitglieder von Fachhochschulen: Johannes Jäger von der FH des BFI Wien, Karin Nachbagauer von der FH Oberösterreich, Susanne Perkhofer vom FH-Gesundheitszentrum Tirol, Markus Preißinger von der FH Vorarlberg und Ines Swoboda von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien.

Aus der Wirtschaft kommt Nina Neufeld von Agromed Austria, die mit ihrer Industrieerfahrung zur Brückenbildung zwischen Wissenschaft und praktischer Anwendung beitragen wird.

Erfolgsmodell CDG

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft hat sich in den vergangenen 30 Jahren als unverzichtbarer Baustein des österreichischen Innovationssystems etabliert. Das besondere Modell der CDG liegt in der engen Kooperation zwischen hervorragenden Wissenschaftlern und innovativen Unternehmen, die in Christian Doppler Labors und Josef Ressel Zentren zusammenarbeiten.

Diese Forschungseinheiten werden gemeinsam von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen finanziert. Als wichtigster öffentlicher Fördergeber fungiert das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET). Diese Mischfinanzierung gewährleistet sowohl wissenschaftliche Exzellenz als auch praxisrelevante Ergebnisse.

Präsident Martin Gerzabek, der vom Wirtschaftsministerium für eine weitere Amtszeit bestellt wurde, unterstreicht die strategische Bedeutung der CDG für Österreich. Unter seiner Führung soll das bewährte Modell der anwendungsorientierten Grundlagenforschung weiterentwickelt und an neue Herausforderungen angepasst werden.

Blick in die Zukunft

Mit der neuen Senatszusammensetzung ist die CDG gut gerüstet für die kommenden Herausforderungen. Die Mischung aus bewährten Kräften und neuen Gesichtern verspricht sowohl Kontinuität als auch frische Impulse. Besonders die Verstärkung im Fachhochschulbereich spiegelt die wachsende Bedeutung der angewandten Forschung wider.

Die CDG dankt allen bisherigen und neuen Senatsmitgliedern für ihren Einsatz und ihr Engagement. In der kommenden Funktionsperiode werden sie darüber entscheiden, welche Forschungsprojekte gefördert werden und wie sich die österreichische Forschungslandschaft weiterentwickelt.

Das strenge Evaluierungsverfahren der CDG gilt als Gütesiegel für wissenschaftliche Exzellenz. Für Forscher ist es eine besondere Auszeichnung, ein CD-Labor oder JR-Zentrum leiten zu dürfen. Diese hohen Standards haben dazu beigetragen, dass die CDG heute als unverzichtbarer Teil des österreichischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts gilt.

Die neue Funktionsperiode verspricht spannende Entwicklungen und exzellente Forschungsprojekte, die Österreichs Position im internationalen Innovationswettbewerb weiter stärken werden.

Schlagworte

#Christian Doppler Forschungsgesellschaft#Forschung#Wissenschaft#Österreich#Innovation

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