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Österreichs Eissalons starten offiziell in die Saison 2026

Cassata wird zum "Eis des Jahres" gekürt - 400 Betriebe bereiten sich auf warme Monate vor

25. März 2026 um 11:51
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Die handwerklichen Eismacher Österreichs haben die neue Saison eröffnet und die italienische Spezialität Cassata zum "Eis des Jahres" gekürt.

Nach einem besonders langen und grauen Winter ist es endlich soweit: Österreichs handwerkliche Eismacher haben heute offiziell die neue Saison eröffnet. Bei einer Pressekonferenz im Wiener Eissalon Mauß gaben Andrew Nussbaumer und Luca Alberti, die Branchensprecher im Fachverband Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den Startschuss für die warmen Monate.

400 Eissalons warten auf eisliebende Österreicher

Rund 400 Eissalons sowie zahlreiche Gastronomiebetriebe mit hausgemachtem Speiseeis laden ab sofort mit vielfältigen Kreationen zum Genuss ein. "Handwerklich hergestelltes Speiseeis ist weit mehr als nur eine süße Erfrischung. Es steht für sorgfältig ausgewählte Rohstoffe, transparente Herstellung und echtes Fachwissen", betonten die Branchensprecher.

Die österreichischen Eismacher punkten dabei besonders mit täglich frischer Produktion, kurzen Zutatenlisten und möglichst regionalen Produkten. Diese Qualitätsmerkmale unterscheiden die heimischen Betriebe deutlich von industriell hergestelltem Eis aus dem Supermarkt.

Cassata - Eine italienische Spezialität erobert Österreich

Bereits zum 15. Mal kürt die Branche das "Eis des Jahres". Für 2026 fiel die Wahl auf die Sorte Cassata - die Eis-Variante des berühmten süditalienischen Desserts Cassata siciliana. Diese ursprünglich als Torte bekannte Spezialität wird nun in österreichischen Eissalons als cremige Eisvariante interpretiert.

"Kandierte Früchte treffen auf verschiedene Eissorten und eröffnen vielfältige Interpretationsmöglichkeiten in den heimischen Betrieben", erklären die Eis-Experten Nussbaumer und Alberti. Die traditionelle sizilianische Cassata besteht klassischerweise aus Ricotta, kandierten Früchten, Pistazien und wird oft mit Maraschino oder Rum verfeinert.

Cassata-Eiswoche lädt zum Probieren ein

Vom 27. April bis 3. Mai 2026 findet die "Cassata-Eiswoche" statt, während der die Betriebe ihre individuellen Kreationen dieser italienischen Spezialität präsentieren können. Eisliebhaber können sich auf unterschiedliche Interpretationen freuen - von klassischen Varianten bis hin zu modernen österreichischen Abwandlungen.

Speziell für junge Gäste stehen von 29. Juni bis 12. Juli wieder die beliebten "Kinder-Eiswochen" auf dem Programm. Diese werden traditionell im Zeichen bunter und besonders fantasievoller Sorten stehen, die speziell auf den Geschmack der jüngsten Eisliebhaber abgestimmt sind.

Europäisches "Eis des Jahres": Melody aus Spanien

Auch auf europäischer Ebene wird mittlerweile jährlich eine Sorte zum "Eis des Jahres" gekürt. Für 2026 gewann die Sorte "Melody" des spanischen Eismachers Juanma Guerrero einen europaweiten Contest. Diese kreative Komposition besteht aus Milch-Ricotta-Eis mit Orangensauce und Pistazien.

"Musik verbindet Menschen über alle Grenzen hinweg. Genau dieses Gefühl spiegelt sich auch und ganz besonders in 'Melody' wider", kommentierten die österreichischen Branchensprecher die internationale Wahl. Die Sorte steht symbolisch für die verbindende Kraft des Genusses über kulturelle Grenzen hinweg.

Soziales Engagement: 25 Jahre für krebskranke Kinder

Neben dem kulinarischen Genuss steht in der österreichischen Eismacher-Branche auch das soziale Engagement im Mittelpunkt. Seit rund 25 Jahren unterstützen heimische Eissalons die St. Anna Kinderkrebsforschung - eine bemerkenswerte Tradition, die die Verbundenheit der Branche mit ihrer wichtigsten Kundschaft zeigt.

"Kinder zählen zu unserer wichtigsten Kundschaft. Umso wichtiger ist es, auch jenen zu helfen, denen es nicht gut geht", begründeten Nussbaumer und Alberti das langjährige Engagement. Insgesamt haben österreichische Eismacherinnen und Eismacher bereits rund 150.000 Euro für diesen guten Zweck gespendet.

Auch im vergangenen Jahr wurde die Initiative erfolgreich fortgeführt. Der Spendenbetrag belief sich auf etwa 6.300 Euro, die direkt der Kinderkrebsforschung zugutekamen. Diese kontinuierliche Unterstützung zeigt, wie sehr sich die Branche ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist.

Handwerk versus Industrie: Qualität hat ihren Preis

Die handwerkliche Eisproduktion unterscheidet sich grundlegend von industrieller Massenproduktion. Während Supermarkt-Eis oft mit Zusatzstoffen, Emulgatoren und künstlichen Aromen arbeitet, setzen österreichische Eismacher auf natürliche Zutaten und traditionelle Herstellungsverfahren.

Diese Qualität spiegelt sich nicht nur im Geschmack wider, sondern auch in der Transparenz der Herstellung. Kunden können oft direkt in die Produktionsstätten blicken und erleben, wie ihr Eis täglich frisch zubereitet wird. Viele Betriebe verwenden dabei bevorzugt regionale Zutaten wie österreichische Milch, heimische Früchte oder Nüsse aus der Region.

Trends in der Eisbranche

Die österreichische Eisbranche zeigt sich innovativ und aufgeschlossen für neue Trends. Neben klassischen Sorten wie Vanille, Schokolade oder Erdbeere erobern immer häufiger ausgefallene Kreationen die Eisvitrinen. Vegane Alternativen, zuckerreduzierte Varianten oder Eissorten mit ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen sprechen neue Zielgruppen an.

Besonders beliebt sind auch saisonale Spezialitäten, die mit frischen, regionalen Zutaten der jeweiligen Jahreszeit hergestellt werden. Im Frühling dominieren oft fruchtige Sorten mit den ersten heimischen Erdbeeren, während im Sommer exotischere Geschmacksrichtungen gefragt sind.

Wirtschaftliche Bedeutung der Eisbranche

Die 400 österreichischen Eissalons und die zahlreichen Gastronomiebetriebe mit hausgemachtem Speiseeis stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Sie bieten nicht nur Arbeitsplätze in der Gastronomie, sondern sind oft auch wichtige Frequenzbringer für lokale Geschäftsstraßen und Tourismusregionen.

Viele Eissalons sind Familienbetriebe, die über Generationen geführt werden und traditionelles Handwerk pflegen. Sie tragen wesentlich zur Lebensqualität in österreichischen Städten und Gemeinden bei und sind oft wichtige Treffpunkte für Jung und Alt.

Mit der offiziellen Eröffnung der Saison 2026 und der Kür der Cassata zum "Eis des Jahres" steht einer genussvollen warmen Jahreszeit nichts mehr im Weg. Die österreichischen Eismacher sind bereit, ihre Kunden mit handwerklicher Qualität und kreativen Interpretationen klassischer und neuer Eissorten zu begeistern.

Schlagworte

#Eissaison#Cassata#WKÖ#Handwerk#Gastronomie

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