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Willendorferin holt Funkleistungsabzeichen in Gold

Marlies Kanzler erreicht Punktemaximum bei Rekordteilnahme

25. März 2026 um 12:52
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550 Feuerwehrmitglieder stellten sich der anspruchsvollen Prüfung. Eine Willendorferin stach mit perfekter Leistung hervor.

Bei dem diesjährigen Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Gold des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes sorgte eine Teilnehmerin für Aufsehen: Marlies Kanzler aus Willendorf erreichte das Punktemaximum von 300 Punkten und holte sich damit unangefochten den Landessieg. Mit einer Rekordbeteiligung von 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Niederösterreich war der diesjährige Bewerb so stark frequentiert wie nie zuvor.

Perfekte Leistung als Vorbild

"Ich gratuliere Marlies Kanzler zum Funkleistungsabzeichen in Gold. Sie zeigt mit ihrer Leistung eindrucksvoll, dass Engagement, Fachwissen und Einsatzbereitschaft keine Frage des Geschlechts sind", lobte Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister die außergewöhnliche Leistung. Gleichzeitig betonte sie die Vorbildfunktion: "Sie ist ein wichtiges Vorbild für viele junge Mädchen, die sich für die Feuerwehr interessieren und vielleicht selbst einmal diesen Weg einschlagen möchten."

Kanzlers Erfolg ist umso bemerkenswerter, als sie nicht nur die volle Punktzahl erreichte, sondern auch eine Zeitgutschrift erhielt – ein Zeichen für besonders effizientes und sicheres Arbeiten unter Zeitdruck.

Anspruchsvolle Prüfung mit hohen Standards

Das Funkleistungsabzeichen in Gold gilt als eine der anspruchsvollsten Leistungsprüfungen im Bereich des Feuerwehrfunkwesens. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen sich in sechs praxisnahen Disziplinen beweisen, die alle wesentlichen Aspekte der Kommunikation und Koordination bei Feuerwehreinsätzen abdecken.

Die sechs Prüfungsdisziplinen im Detail

Zu den Herausforderungen des Bewerbs zählen:

  • Sicherer Umgang mit dem Digitalfunkgerät
  • Korrektes Absetzen von Funkgesprächen
  • Durchführung des Lotsendienstes
  • Verschiedene Aufgaben in der Einsatzleitung
  • Agieren als Melder im Einsatz
  • Theoretisches Wissen aus dem Feuerwehrfunkwesen

Um das begehrte Abzeichen zu erhalten, sind mindestens 200 von 300 möglichen Punkten erforderlich. Zusätzlich muss in jeder einzelnen Disziplin ein Minimum von 30 Punkten erreicht werden – eine Regelung, die sicherstellt, dass keine Schwächen in kritischen Bereichen bestehen.

Intensive Vorbereitung als Schlüssel zum Erfolg

Der Erfolg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer basiert auf wochenlanger, intensiver Vorbereitung. Bereits Wochen vor dem eigentlichen Bewerb beginnen in den einzelnen Bezirken umfangreiche Vorbereitungen. In zahlreichen Übungen werden die verschiedenen Disziplinen systematisch durchgearbeitet und trainiert.

Diese gründliche Vorbereitung erfüllt dabei einen doppelten Zweck: Einerseits ist sie Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Bewerb, andererseits sorgt sie dafür, dass das erlernte Wissen nachhaltig gefestigt wird. Im Ernstfall können die Feuerwehrmitglieder so ihr Können rasch und sicher abrufen – ein entscheidender Faktor für den Erfolg bei Einsätzen.

Teilnahmevoraussetzungen und Qualifikation

Nicht jedes Feuerwehrmitglied kann am Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Gold teilnehmen. Die Teilnahmeberechtigung ist an spezifische Voraussetzungen geknüpft: Kandidatinnen und Kandidaten müssen aktive Feuerwehrmitglieder mit gültigem Feuerwehrpass sein und das Modul "Arbeiten in der Einsatzleitung" erfolgreich absolviert haben.

Diese Qualifikationsanforderungen unterstreichen den hohen Stellenwert des Abzeichens innerhalb der Feuerwehrausbildung. Das Funkleistungsabzeichen in Gold bescheinigt nicht nur theoretisches Wissen, sondern bestätigt die praktische Fähigkeit, in kritischen Situationen die Kommunikation und Koordination sicherzustellen.

Bedeutung für die Einsatzpraxis

Die hohe fachliche Qualifikation, die durch das Funkleistungsabzeichen in Gold dokumentiert wird, hat direkten Einfluss auf die Qualität der Feuerwehrarbeit. Eine reibungslose Kommunikation und präzise Koordination sind bei Einsätzen oft entscheidend für deren Erfolg und die Sicherheit aller Beteiligten.

Die Rekordbeteiligung von 550 Feuerwehrmitgliedern zeigt das große Interesse an dieser Weiterbildung und das hohe Engagement der niederösterreichischen Feuerwehren für fachliche Exzellenz. Diese Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung ist ein wichtiger Baustein für die hohe Qualität des Feuerwehrwesens in Niederösterreich.

Frauen in der Feuerwehr stärken

Marlies Kanzlers herausragende Leistung rückt auch die Rolle der Frauen in der Feuerwehr ins Rampenlicht. Ihr Erfolg demonstriert eindrucksvoll, dass Geschlecht kein limitierender Faktor für Erfolg in technischen und einsatzrelevanten Bereichen ist.

Landesrätin Teschl-Hofmeister sieht in Kanzlers Leistung einen wichtigen Impuls für die Nachwuchsgewinnung: Erfolgreiche Frauen in der Feuerwehr können junge Mädchen motivieren, sich ebenfalls für diesen wichtigen Freiwilligendienst zu entscheiden.

Ausblick und Bedeutung für die Zukunft

Der diesjährige Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Gold hat gezeigt, dass die niederösterreichischen Feuerwehren auf einem sehr hohen fachlichen Niveau arbeiten. Die Rekordteilnahme und die hervorragenden Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind ein deutliches Zeichen für die Professionalität und das Engagement der Freiwilligen.

Mit Marlies Kanzler als Landessiegerin wurde nicht nur eine außergewöhnliche Einzelleistung gewürdigt, sondern auch ein wichtiges Signal für Chancengleichheit und Vielfalt in der Feuerwehr gesetzt. Ihre perfekte Leistung wird sicherlich viele weitere Feuerwehrmitglieder motivieren, sich den Herausforderungen anspruchsvoller Weiterbildungen zu stellen.

Schlagworte

#Feuerwehr#Niederösterreich#Auszeichnung#Frauen#Weiterbildung#Funkwesen

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