Wissenschaft hautnah erleben: Kostenlose Einblicke in Forschung und Innovation am 24. April
Am 24. April 2026 öffnen über 300 Standorte österreichweit ihre Türen für die Lange Nacht der Forschung. Bei freiem Eintritt erwarten Besucher Experimente, Shows und Führungen.
Die Lange Nacht der Forschung 2026 verspricht wieder ein Highlight für alle wissenschaftsbegeisterten Österreicher zu werden. Am 24. April verwandelt sich das ganze Land zwischen 17:00 und 23:00 Uhr in eine riesige Forschungslandschaft, in der Wissenschaft zum Anfassen präsentiert wird.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (Frauen, Wissenschaft und Forschung), Bundesminister Peter Hanke (Innovation, Mobilität und Infrastruktur) und Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer (Wirtschaft, Energie und Tourismus) das diesjährige Programm vor. Unter dem Motto "Mitmachen. Staunen. Entdecken." erwarten die Besucher über 3.000 Programmpunkte an mehr als 300 Standorten in ganz Österreich.
"Die Lange Nacht der Forschung bringt Wissenschaft und Forschung dorthin, wo sie hingehören: in die Mitte der Gesellschaft", betonte Ministerin Holzleitner. Das Ziel sei es, wissenschaftliche Arbeit sichtbar und für die Besucher unmittelbar erlebbar zu machen. Dabei gehe es auch darum, Neugier zu wecken, Dialog zu fördern und das Vertrauen der Menschen in die Wissenschaft nachhaltig zu stärken.
Das Programm deckt neun verschiedene Themenwelten ab, die einen umfassenden Einblick in die moderne Forschungslandschaft bieten:
Die Besucher können sich auf Mitmachstationen, Experimente, Quizformate, Science Shows, Ausstellungen, Führungen und Gesprächsrunden mit Experten freuen. Renommierte Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie forschende Unternehmen öffnen ihre Türen und gewähren Einblicke in normalerweise verschlossene Labore und Arbeitsräume.
Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucher am Standort "Forschung im Zentrum" am Maria-Theresien-Platz in Wien. Hier präsentieren sich die drei Ministerien BMFWF, BMIMI und BMWET gemeinsam mit einem abwechslungsreichen Programm. Auch das Naturhistorische Museum Wien beteiligt sich mit speziellen Angeboten.
Als besonderes Highlight wird die Verleihung des "Heinz Oberhummer Awards für hervorragende Wissenschaftskommunikation" durch die Science Busters stattfinden. Der Preis geht heuer an die britische Schriftstellerin, Komikerin und Radio- und Fernsehmoderatorin Sandi Toksvig.
Innovationsminister Peter Hanke hob die wirtschaftliche Bedeutung von Forschung und Innovation hervor: "Forschung und Innovation leisten nicht nur einen Beitrag, um unser Leben besser zu machen, sie sind auch die Triebfedern für den Wirtschaftsstandort Österreich und die Schaffung neuer Arbeitsplätze."
In der österreichischen Industriestrategie wurden bewusst neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder definiert, in denen Österreich bereits zur Weltspitze zählt oder das Potenzial dazu hat. Die Lange Nacht der Forschung bietet die Gelegenheit, viele davon hautnah kennenzulernen und zu erleben, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Anwendungen entstehen.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer unterstrich Österreichs Spitzenposition in der Forschung: "Österreich gehört zu den Top 3 in Europa bei den Forschungsausgaben." Mehr als die Hälfte der Forschungsausgaben werden von Unternehmen getragen, die damit maßgeblich zur Wertschöpfung im Land beitragen.
Gleichzeitig müsse Österreich besser darin werden, diese Stärke auch in marktfähige Innovationen und wirtschaftlichen Erfolg zu übersetzen. Genau hier setze die Industriestrategie 2035 an: mit gezielten Investitionen in Schlüsseltechnologien, der Stärkung des Technologietransfers und der konsequenten Überführung von Forschung in die Wirtschaft.
Ein besonderer Vorzug der Langen Nacht der Forschung ist der freie Eintritt zu allen Veranstaltungen. Dies ermöglicht es Menschen jeden Alters und jeder sozialen Schicht, einen Einblick in die Welt der Wissenschaft zu erhalten. Familien, Studenten, Senioren und alle Interessierten können ohne finanzielle Barrieren an diesem besonderen Event teilnehmen.
Die Veranstaltung richtet sich explizit an alle Altersgruppen. Von kindgerechten Experimenten bis hin zu hochspezialisierten Forschungspräsentationen ist für jeden Bildungsstand und jedes Interesse etwas dabei. Dies macht die Lange Nacht der Forschung zu einem echten Familienevent, das Bildung und Unterhaltung perfekt miteinander verbindet.
Die Lange Nacht der Forschung hat sich über die Jahre als erfolgreiches Format etabliert, das Wissenschaft aus dem Elfenbeinturm holt und für die breite Öffentlichkeit zugänglich macht. Sie trägt dazu bei, das oft abstrakte Thema Forschung greifbar zu machen und zeigt auf, wie wissenschaftliche Erkenntnisse das tägliche Leben beeinflussen.
Besonders in Zeiten, in denen wissenschaftliche Fakten zunehmend hinterfragt werden, leistet die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaftskommunikation. Sie schafft direkte Begegnungen zwischen Forschern und der Öffentlichkeit und fördert das Verständnis für wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse.
Die Lange Nacht der Forschung 2026 verspricht nicht nur einen spannenden Abend, sondern auch wichtige Impulse für die Zukunft. Junge Menschen können Interesse an wissenschaftlichen Karrieren entwickeln, Unternehmen können potenzielle Kooperationspartner finden, und die breite Öffentlichkeit erhält Einblicke in die Forschungsfelder, die unsere Zukunft prägen werden.
Das detaillierte Programm mit allen teilnehmenden Standorten und Veranstaltungen ist unter www.langenachtderforschung.at verfügbar. Dort können sich Interessierte über die verschiedenen Angebote informieren und ihre persönliche Route für den Abend planen.