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ORF präsentiert umfangreiches Osterprogramm 2026

Von Palmsonntag bis Ostermontag: Gottesdienste, Dokumentationen und spirituelle Inhalte

25. März 2026 um 14:21
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Der ORF begleitet Karwoche und Ostern 2026 mit Live-Übertragungen, Dokumentationen und einem vielfältigen religiösen Programm.

Der ORF-Hauptabteilung "Religion und Ethik multimedial" stellt für die Osterfeiertage 2026 ein umfassendes Programm zusammen, das von Palmsonntag bis Ostermontag reicht. Das vielfältige Angebot umfasst Live-Übertragungen von Gottesdiensten, dokumentarische Beiträge und spirituelle Formate über alle ORF-Kanäle hinweg.

Live-Übertragungen der Karwoche und Ostertage

Den Auftakt macht am Palmsonntag, dem 29. März, um 9:30 Uhr die Live-Übertragung des katholischen Palmsonntagsgottesdienstes aus der Pfarrkirche Berg im Drautal mit Pfarrer und Dechant Josef Allmaier. ORF 2 setzt die Übertragungen während der gesamten Karwoche fort.

Besonders hervorzuheben ist die Übertragung des evangelischen Karfreitagsgottesdienstes aus der evangelischen Kirche in Mödling am 3. April um 10:05 Uhr mit Pfarrerin Anne Tikkanen-Lippl. Der Karfreitag hat für evangelische Christen eine besondere Bedeutung, nachdem er 2019 als gesetzlicher Feiertag in Österreich abgeschafft wurde.

Am Karsamstag folgt um 13:15 Uhr eine "Österliche Segensfeier – Gemeinsam Osterspeisen segnen" mit dem steirischen Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl aus dem Kirchhof der Wallfahrtskirche Maria Straßengel in Gratwein.

Der Höhepunkt ist die Live-Übertragung des katholischen Ostergottesdienstes aus Rom am Ostersonntag, 5. April, ab 9:55 Uhr mit dem neuen Papst Leo XIV., gefolgt von seiner Osteransprache und dem päpstlichen Ostersegen "urbi et orbi" um 12:00 Uhr.

Triduum Sacrum in ORF III

ORF III überträgt das komplette Triduum Sacrum aus der Stadtpfarrkirche Bad Hall in Oberösterreich mit Pater Siegfried Eder. Dies umfasst die "Feier des letzten Abendmahls" am Gründonnerstag (2. April, 19:00 Uhr), die "Feier vom Leiden und Sterben Christi" am Karfreitag (3. April, 19:00 Uhr) sowie die "Feier der Osternacht" am Karsamstag (4. April, 21:05 Uhr).

Am Ostermontag komplettiert ein evangelischer Gottesdienst aus der Kreuzkirche in Graz mit Pfarrer Paul Nitsche und den Kirchenkabarettisten Oliver Hochkofler und Imo Trojan das Programm (6. April, 10:00 Uhr).

Dokumentarische Schwerpunkte

Das ORF-Osterprogramm zeichnet sich durch hochwertige dokumentarische Beiträge aus. Am Palmsonntag widmet sich Filmemacher Stefan Ludwig in "Wer erträgt das Kreuz?" (9:05 Uhr) einer persönlichen Suche nach zeitgemäßen Deutungen des Kreuzes. Die Dokumentation führt durch Gespräche mit Gläubigen, Kunstexperten und Kritikern.

Ein besonderer Fokus liegt auf der "kreuz & quer reportage: Das Kreuz mit dem Karfreitag" (29. März, 12:30 Uhr), in der Heidi Neuburger-Dumancic die religiöse Bedeutung des Karfreitags für evangelische Kirchen beleuchtet und die Geschichte des Protestantismus in Österreich nachzeichnet. Dabei wird auch die anhaltende Diskussion über das "Karfreitagsurteil" von 2019 thematisiert.

Eine weitere Produktion, "Das Grabtuch von Turin – ein Mysterium" (31. März, 22:35 Uhr), beschäftigt sich mit einem der umstrittensten Objekte religiöser Verehrung. Die Dokumentation erörtert die wissenschaftlichen Debatten um die Echtheit des Tuchs, das angeblich Jesus von Nazareth nach seiner Kreuzigung umhüllte.

Zeitgeschichtliche Bezüge

Bemerkenswert ist die Thematisierung aktueller Ereignisse: Das Programm bezieht sich auf das dramatische Ostern des Vorjahres, als Papst Franziskus in den Morgenstunden des Ostermontags verstarb, nachdem er sichtlich geschwächt noch den Ostersegen gespendet hatte. Heute wird er mehr verehrt denn je, wie Rom-Korrespondentin Cornelia Vospernik in "Das Franziskus-Osterdrama" berichtet.

Aktuelle gesellschaftliche Themen fließen ebenfalls ein: Die "FeierAbend"-Ausgabe "Von der Zerstörung zum Leben" zeigt Arbeiten des kärntnerisch-slowenischen Künstlers Valentin Oman, der von Ex-Jugoslawien bis zur Ukraine Krieg und Zerstörung thematisiert und dabei Hoffnung auf Erlösung ausdrückt.

Radiobegleitung auf Ö1 und Ö3

Das Radioprogramm ergänzt die TV-Angebote mit vertiefenden Beiträgen. Gabriele Eder-Cakl, Direktorin des österreichischen Pastoralinstituts, spricht am Palmsonntag im Ö1-"Zwischenruf" über die Kartage und Ostern. Während der Karwoche gestaltet Br. Thomas Hessler OSB täglich "Gedanken für den Tag" zum Thema "Zwischen Kreuz und neuem Morgen".

Besonders interessant ist der Beitrag "Glauben nach dem Krieg – Stimmen der Versöhnung in Kolumbien" in "Im Fokus – Religion und Ethik", der Glaube als Werkzeug der Heilung in einem politischen Kontext betrachtet.

Der evangelische Theologe Johannes Modeß befasst sich am Gründonnerstag mit der "Demokratisierung des Lichts" und spricht am Karfreitag in Ö3 über "Toxic Positivity und Karfreitag".

Interreligiöse Aspekte

Das Programm berücksichtigt auch interreligiöse Bezüge: Der Theologe und Judaist Gerhard Langer behandelt am Ostersonntag "Pessach, Ostern und Befreiung", während Lena Göbl am Ostermontag in Ö3 die Verbindungen zwischen Ostern und dem jüdischen Pessach-Fest erklärt.

Ein Porträt der Künstlerin Lea Kalisch, Ehefrau des Rabbiners der jüdischen Gemeinde "Or Chadasch", rundet am 8. April das interreligiöse Angebot ab.

Online-Angebote auf religion.ORF.at

Die ORF-Religionswebsite begleitet die Karwoche mit umfangreichen Online-Inhalten. Dazu gehören Buchtipps für alle Altersgruppen, Informationen über Ursprung und Symbolik von Osterbräuchen sowie eine Analyse der "sieben Todsünden im Hier und Jetzt".

Besonders hervorzuheben sind die Beiträge über die Stigmata des heiligen Franz von Assisi von Johanna Grillmayer sowie Nina Goldmanns Recherche über den historischen Jesus von Nazareth, die aktuelle Forschungsergebnisse einbezieht.

Barrierefreier Zugang

Alle Sendungen sind auch auf ORF Sound und ORF ON abrufbar, was einen barrierefreien Zugang zu den Inhalten ermöglicht. Zudem zeigt ORF 2 vom Palmsonntag bis Ostermontag täglich um 8:59 Uhr vor der "ZIB" das Format "Die gute Minute", in dem Persönlichkeiten von ihren "guten Momenten" am Tag erzählen.

Bedeutung für die österreichische Medienlandschaft

Das umfangreiche Osterprogramm des ORF unterstreicht die Bedeutung religiöser Inhalte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Österreichs. Mit der Mischung aus traditionellen Gottesdienst-Übertragungen, zeitgemäßen dokumentarischen Formaten und interaktiven Online-Angeboten spricht der ORF verschiedene Zielgruppen an und trägt zum gesellschaftlichen Dialog über Glauben und Spiritualität bei.

Die Programmvielfalt reicht von der live übertragenen Osteransprache des Papstes bis hin zu kritischen Auseinandersetzungen mit religiösen Themen, was dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag entspricht und gleichzeitig unterschiedliche Glaubensrichtungen und Weltanschauungen berücksichtigt.

Schlagworte

#ORF#Ostern#Religion#Gottesdienst#Karwoche#Fernsehen#Papst Leo XIV#Übertragung

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