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ÖVP kritisiert Wiener Gastpatienten-Debatte scharf

Korosec fordert strukturelle Reformen statt Bundesländerstreit

25. März 2026 um 17:31
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Die Wiener ÖVP wirft der SPÖ-Neos-Stadtregierung vor, mit der Gastpatienten-Diskussion von den wahren Problemen im Gesundheitssystem abzulenken.

Die Debatte um Gastpatienten in Wiener Spitälern sorgt für politischen Zündstoff. Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec von der Wiener ÖVP übt Kritik an der rot-pinken Stadtregierung und wirft ihr vor, ein falsches Feindbild zu schaffen.

"Feindbild Gastpatient" als Ablenkungsmanöver

"Die SPÖ-Neos-Stadtregierung hat ein neues Feindbild entdeckt: den Gastpatienten. Menschen aus Niederösterreich oder dem Burgenland werden plötzlich so dargestellt, als wären sie das Problem", kritisiert Korosec im Rahmen einer Dringlichen Anfrage im Wiener Gemeinderat. Korosec sagte, damit werde von den eigentlichen Missständen im Wiener Gesundheitssystem abgelenkt.

Wiener System um 40 Prozent teurer

Aus Sicht der Wiener Volkspartei liegen die Probleme nicht bei den Patienten, sondern in den Strukturen. Das Wiener System sei pro Behandlung um rund 40 Prozent teurer als der Rest Österreichs.

"Der entscheidende Unterschied liegt dabei nicht bei der medizinischen Versorgung, sondern bei Infrastruktur, Verwaltung, Gebühren und anderen nicht-medizinischen Leistungen", erklärte Korosec.

Versorgung nach Postleitzahl nicht vertretbar

Korosec betonte, dass öffentlich finanzierte Spitäler allen Menschen mit Wohnsitz in Österreich offenstehen müssen. Gerade in einer Stadt wie Wien, in die täglich tausende Pendlerinnen und Pendler kommen, sei eine Versorgung nach Postleitzahl weder sachlich noch vertretbar.

Patient im Mittelpunkt, nicht der Meldezettel

"Das Grundprinzip ist einfach: Die Versorgung muss dem Patienten folgen – nicht der Patient der Versorgung", sagte Korosec. Es dürfe keine Rolle spielen, ob jemand in Wien wohnt, in Niederösterreich arbeitet oder im Burgenland seinen Hauptwohnsitz hat. "Wer krank ist, hat ein Recht auf Behandlung."

Forderungen nach strukturellen Reformen

Statt eines Bundesländerstreits forderte Korosec mehr Transparenz, faire Finanzierung und strukturelle Reformen.

Finanzierung aus einer Hand

"Es braucht endlich eine Finanzierung aus einer Hand, ein System, das Leistung belohnt statt Verwaltung, und ein System, in dem Transparenz herrscht", so Korosec.

Recht auf funktionierende Gesundheitsversorgung

Abschließend betonte Korosec das grundsätzliche Recht aller Menschen auf eine adäquate Gesundheitsversorgung: "Die Wienerinnen und Wiener und alle Patientinnen und Patienten in Österreich haben ein Recht auf eine funktionierende, faire und effiziente Gesundheitsversorgung."

Schlagworte

#ÖVP#Wien#Gesundheitswesen#Gastpatienten#Politik

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