Bernhard Datzberger führt Mostviertel-Initiative – Moderne Erlebnispfade ab April zugänglich
Das Mostviertel erhält neue Führung bei den Mostbaronen und fünf innovative Streuobstlehrpfade mit digitalen Inhalten für Naturerlebnis.
Das niederösterreichische Mostviertel bekommt neue Impulse für die Förderung seiner traditionellen Mostkultur. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßte kürzlich im Landhaus St. Pölten Bernhard Datzberger von der Destillerie und Mostkellerei Seppelbauer als neuen Primus der Mostbarone. Gleichzeitig wurden fünf moderne Streuobstwiesenlehrpfade präsentiert, die ab 10. April der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Mit Bernhard Datzberger vom Seppelbauer in Amstetten steht nun ein erfahrener und innovativer Unternehmer an der Spitze der Mostbarone-Gemeinschaft. Die Organisation vereint 15 engagierte Betriebe aus dem Mostviertel, darunter Produzenten, Heurige, Wirte, Hoteliers und Ab-Hof-Verkäufer. "Die Mostbirne als kulinarisches Aushängeschild der Region zu stärken, die Kulturlandschaft zu bewahren und die Qualität der regionalen Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln" – so definiert Mikl-Leitner die zentralen Ziele der Initiative.
Die Mostbarone fungieren als wichtige Botschafter des Mostviertels und tragen durch ihr Engagement maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung bei. Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, die jahrhundertealte Tradition der Mostherstellung zu bewahren und gleichzeitig moderne Ansätze zu integrieren.
"Unsere Streuobstwiesen sind Herzstück und Zukunft des Mostviertels und die Mostbaroninnen und Mostbarone sind Hüterinnen und Hüter der Mostbirne und ihrer Kulturlandschaft", betonte die Landeshauptfrau bei der Präsentation. Diese Worte unterstreichen die zentrale Bedeutung der traditionellen Bewirtschaftungsform für die regionale Identität.
Primus Datzberger verdeutlichte die existenzielle Wichtigkeit dieser Wiesen für die gesamte Mostkultur: "Ohne gesunde Streuobstwiesen gibt es langfristig keine authentische Mostkultur, keine prägenden Mostheurigen und kein Mostviertel, wie man es kennt und schätzt." Diese Aussage macht die enge Verbindung zwischen Landschaftspflege und kulinarischer Tradition deutlich.
Die fünf neuen Streuobstwiesenlehrpfade stellen ein innovatives Konzept dar, das traditionelles Wissen mit modernen digitalen Elementen verknüpft. Entwickelt wurden sie in einem gemeinsamen Projekt der LEADER-Regionen Moststraße und Eisenstraße. Das besondere an diesen Lehrpfaden ist ihre zeitgemäße Aufbereitung: Schautafeln vor Ort werden durch QR-Codes ergänzt, die Besuchern Zugang zu Videos, Quizfragen, Spielen und weiteren digitalen Inhalten bieten.
Diese moderne Herangehensweise macht die Streuobstwiesen sowohl für Erwachsene als auch für Kinder auf lebendige Weise erlebbar. Die zentrale Botschaft der Lehrpfade lautet: Die Streuobstwiese ist nicht nur eine schöne Landschaft, sondern ein wertvoller Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen.
Die Kombination aus physischen Schautafeln und digitalen Inhalten ermöglicht es den Besuchern, tief in die Welt der Streuobstwiesen einzutauchen. Videos zeigen beispielsweise die verschiedenen Phasen der Mostherstellung oder erklären die ökologische Bedeutung der Wiesen. Quizfragen und Spiele sorgen dafür, dass auch jüngere Besucher spielerisch lernen können.
Diese interaktive Gestaltung macht Wissen über Biodiversität, traditionelle Bewirtschaftungsmethoden und die Geschichte der Mostkultur auf unterhaltsame Weise zugänglich. Gleichzeitig werden Besucher für die Bedeutung des Erhalts dieser Kulturlandschaft sensibilisiert.
Die neuen Lehrpfade ergänzen das vielfältige Angebot im Rahmen der Landesausstellung 2026 in Mauer bei Amstetten. "Sie machen sichtbar, wie viel Wissen, Arbeit und Leidenschaft in dieser einzigartigen Kulturlandschaft stecken und laden ein, die Region bewusst zu erleben", erklärte Mikl-Leitner. Die Landesausstellung wird somit um ein nachhaltiges Element erweitert, das auch nach dem Ausstellungsjahr Bestand haben wird.
Besucher können durch die Lehrpfade Spaziergänge durch die Wiesen unternehmen, Mostheurige besuchen oder regionale Spezialitäten verkosten. Diese ganzheitliche Erfahrung verbindet Naturerlebnis, kulturelles Verständnis und kulinarischen Genuss.
"Mit diesen neuen Lehrpfaden leisten unsere Mostbarone einen wichtigen Beitrag, um das Mostviertel als Genuss- und Erlebnisregion weiter zu positionieren und gleichzeitig das Bewusstsein für den Wert der Streuobstwiesen nachhaltig zu stärken", so die Landeshauptfrau. Diese Positionierung zeigt, wie Tourismus und Naturschutz Hand in Hand gehen können.
Die Initiative der Mostbarone trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung traditioneller Kulturlandschaften zu schärfen. Besucher lernen nicht nur über die Mostproduktion, sondern auch über Biodiversität, nachhaltige Landwirtschaft und die Bedeutung regionaler Wertschöpfungsketten.
Die Lehrpfade generieren nicht nur touristisches Interesse, sondern stärken auch die lokale Wirtschaft. Besucher der Pfade werden ermutigt, regionale Produkte zu kaufen und lokale Gastronomiebetriebe zu besuchen. Diese Verknüpfung von Bildung, Naturerlebnis und Konsumerfahrung schafft nachhaltige wirtschaftliche Impulse.
Die 15 Betriebe der Mostbarone profitieren direkt von den zusätzlichen Besuchern, die durch die Lehrpfade angezogen werden. Gleichzeitig wird die gesamte Region als authentisches Reiseziel gestärkt, das sowohl Naturliebhaber als auch Genießer anspricht.
Die Kombination aus traditioneller Mostkultur und modernen Vermittlungsmethoden zeigt einen Weg auf, wie ländliche Regionen ihre Identität bewahren und gleichzeitig zukunftsfähig bleiben können. Die Mostbarone unter der Führung von Bernhard Datzberger setzen dabei auf Qualität, Authentizität und Innovation.
Die fünf Streuobstwiesenlehrpfade sind ab 10. April 2024 für Besucher zugänglich. Alle weiteren Informationen zu den Lehrpfaden, den Mostbaronen und ihren Produkten finden Interessierte auf der Website www.mostbarone.at. Dort sind auch die genauen Standorte der Lehrpfade und praktische Informationen für Besucher verfügbar.
Diese Initiative zeigt exemplarisch, wie regionale Identität, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung erfolgreich miteinander verbunden werden können. Das Mostviertel positioniert sich damit als Vorreiter für nachhaltigen Regionaltourismus in Österreich.