Zurück
OTS-MeldungLH-Stellvertreter Udo Landbauer/Verkehrsinfo/Bau/Sicherheit

Gefährliche Unfallstelle in Wiener Neustadt entschärft

Neuer Vollanschluss der Nordspange sorgt für mehr Verkehrssicherheit

13. April 2026 um 13:51
Teilen:

Nach jahrelangen Problemen wurde die unfallträchtige Kreuzung B21/L151 in Wiener Neustadt umgebaut. 1,24 Millionen Euro investierte das Land in die Sicherheit.

Eine der gefährlichsten Verkehrsstellen in Wiener Neustadt gehört der Vergangenheit an. Die Landesregierung Niederösterreich hat die problematische Kreuzung der Gutensteiner Straße B 21 mit der Badener Straße L 151 "Nordspange Wiener Neustadt" zu einem sicheren Vollanschluss umgebaut. Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) gab die neue Verkehrsführung offiziell frei.

Von der Unfallhäufungsstelle zum sicheren Knotenpunkt

"Mit dem Vollanschluss haben wir eine sichere Verkehrsführung geschaffen und die Gefahrenstelle beseitigt. Das ist ein konkreter Sicherheitsgewinn für die Bevölkerung und für tausende Autofahrer, die diesen Abschnitt täglich nutzen", betonte Verkehrslandesrat Landbauer bei der Eröffnung.

Die bisherige Halbanschlusslösung hatte über Jahre hinweg zu gefährlichen Verkehrssituationen geführt. Besonders das Linksabbiegen auf der stark befahrenen B 21 sorgte immer wieder für brenzlige Situationen und Unfälle. Täglich nutzen rund 14.000 Fahrzeuge diesen neuralgischen Punkt im Verkehrsnetz von Wiener Neustadt.

Moderne Lösung mit 160-Meter-Rampe

Das Kernstück der neuen Verkehrslösung ist eine rund 160 Meter lange Rampe südlich der B 21, die eine sichere Anbindung an die L 151 gewährleistet. Das bisher unfallträchtige Linksabbiegen auf der B 21 entfällt vollständig. Künftig ist in beiden Fahrtrichtungen ausschließlich Rechtsabbiegen möglich, was die Konfliktpunkte erheblich reduziert.

"Durch die starke Verkehrszunahme erreichen wir mit dem Umbau zur Vollanschlussstelle eine Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die bisher unfallträchtigen Konfliktsituationen gehören damit der Vergangenheit an – ein wesentlicher Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrslösung in diesem stark frequentierten Bereich", erklärte NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker.

Umfangreiche Baumaßnahmen für mehr Sicherheit

Die Umbauarbeiten gingen weit über den Bau der neuen Rampe hinaus. Im Zuge der Maßnahmen wurde die B 21 verbreitert und auf der L 151 ein neuer Linksabbiegestreifen errichtet. Die gesamte Fahrbahn erhielt zudem eine neue Deckschichte für bessere Fahrbahnqualität.

Für zusätzliche Stabilität und Sicherheit wurden im Böschungsbereich beidseitig Steinmauern ausgeführt. Besonders wichtig für die Verkehrssicherheit: Alle Konfliktpunkte wurden mit moderner LED-Beleuchtung ausgestattet, um auch bei Dunkelheit optimale Sichtverhältnisse zu gewährleisten.

Beeindruckende Zahlen des Bauprojekts

Die Dimensionen des Projekts verdeutlichen den Umfang der Arbeiten:

  • Rund 11.000 Quadratmeter neue Asphaltfläche
  • Etwa 900 Quadratmeter Schwerlastmauern und Steinschlichtungen
  • Rund 14.000 Kubikmeter Erdbewegungen
  • Acht neue Leuchtkörper an neuralgischen Punkten

"Diese Zahlen zeigen, dass wir hier nicht nur oberflächlich repariert, sondern eine grundlegend neue und sichere Verkehrslösung geschaffen haben", betonte Landbauer.

Zügige Umsetzung trotz Verkehrsbelastung

Trotz der umfangreichen Arbeiten an einer der meistbefahrenen Straßen der Region konnte das Projekt zügig abgewickelt werden. Die Asphaltierungsarbeiten waren bereits Ende März abgeschlossen, sodass die Rampen dem Verkehr freigegeben werden konnten. Die abschließenden Markierungs- und Ergänzungsarbeiten erfolgten bis zum 3. April.

Diese schnelle Umsetzung war auch dringend notwendig, da die alte Verkehrsführung zunehmend an ihre Grenzen gestoßen war. Die stetig steigende Verkehrsbelastung in der Region Wiener Neustadt hatte die Probleme an der Kreuzung in den letzten Jahren verschärft.

Investition in die Verkehrssicherheit

Die Gesamtkosten für den Neubau der Vollanschlussstelle belaufen sich auf rund 1,24 Millionen Euro. Das Land Niederösterreich trägt diese Investition zur Gänze, was die Priorität unterstreicht, die der Verkehrssicherheit beigemessen wird.

"Diese Investition zahlt sich nicht nur in Euro und Cent aus, sondern vor allem in der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Jeder verhinderte Unfall rechtfertigt diese Ausgabe", erklärte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Dank an Verkehrsteilnehmer

Der niederösterreichische Straßendienst bedankte sich ausdrücklich bei allen Verkehrsteilnehmern für die Geduld und das Verständnis während der mehrmonatigen Bauarbeiten. Die temporären Behinderungen und Umleitungen wurden von der Bevölkerung größtenteils mit Verständnis aufgenommen.

Positive Auswirkungen auf die Region

Die neue Verkehrslösung bringt nicht nur Sicherheitsvorteile, sondern auch wirtschaftliche Verbesserungen für die Region. Ein flüssigerer Verkehrsablauf bedeutet weniger Staus, geringere Abgasbelastung und bessere Erreichbarkeit für Unternehmen und Einrichtungen in der Umgebung.

Besonders die Anbindung wichtiger Wirtschaftsstandorte und Wohngebiete über die Nordspange profitiert von der neuen Lösung. Die verbesserte Verkehrsführung stärkt Wiener Neustadt als Wirtschafts- und Wohnstandort in der südlichen Region Niederösterreichs.

Mit diesem Projekt setzt das Land Niederösterreich ein deutliches Zeichen für seine Verkehrsstrategie: Sicherheit und Effizienz haben oberste Priorität, auch wenn dies mit erheblichen Investitionen verbunden ist. Die Entschärfung der Unfallhäufungsstelle in Wiener Neustadt ist ein Beispiel dafür, wie durch gezielten Infrastrukturausbau konkrete Verbesserungen für die Bevölkerung erreicht werden können.

Schlagworte

#Verkehrssicherheit#Wiener Neustadt#Niederösterreich#Straßenbau#Udo Landbauer

Weitere Meldungen

OTS
LH-Stellvertreter Udo Landbauer

Wiener Neustadt: Gefährliche Unfallstelle endlich entschärft

13. Apr. 2026
Lesen
OTS
UNOS

UNOS verzichten auf Vizepräsidentschaft: Reformsignal an WK Wien

13. Apr. 2026
Lesen
OTS
Trading-Kurs

Trading lernen: Kostenloses Schulungsprogramm für Börseneinsteiger

13. Apr. 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen