Generali Studie: 85% sehen Familie als das Wichtigste, doch Mental Load belastet
Familie ist für Österreicher unverzichtbar, aber Zeitmangel und ungleiche Aufgabenverteilung setzen moderne Familien unter Druck.
Familie bedeutet für die große Mehrheit der Österreicher alles – doch der Alltag setzt sie zunehmend unter Druck. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Studie der Generali Versicherung, für die über 1.000 Menschen zwischen 16 und 70 Jahren befragt wurden. Die Ergebnisse offenbaren ein Spannungsfeld zwischen emotionaler Bedeutung und organisatorischen Herausforderungen.
Für 85 Prozent der Befragten ist Familie das Wichtigste im Leben überhaupt. Bei spontanen Assoziationen fallen zu 78 Prozent positive Begriffe wie Zusammenhalt, Liebe und Vertrauen. "Familie erfüllt zentrale psychologische Funktionen: emotionale Sicherheit, Zugehörigkeit und bedingungslose Unterstützung", erläutert Gregor Pilgram, CEO der Generali Versicherung.
Interessant ist dabei, dass Familie heute weniger über formale Strukturen definiert wird. Entscheidend ist vielmehr der gemeinsam gelebte Alltag – wer Zeit teilt und Verantwortung übernimmt, gehört zur Familie, unabhängig von der konkreten Konstellation.
Trotz der hohen emotionalen Wertschätzung zeigen sich erhebliche Belastungen im Familienalltag. Zeitmangel und Stress dominieren die Sorgen der Befragten, gefolgt von Weltpolitik, Gesundheit nahestehender Personen und finanziellen Sorgen.
Besonders problematisch ist die Verantwortung: Für 39 Prozent zählt sie zu den größten negativen Seiten des Zusammenlebens. Mehrfachbelastung und Verpflichtungen verstärken diesen Druck zusätzlich. "Die Menschen wünschen sich Sicherheit, Übersicht und Entlastung – genau hier sehen wir unsere Verantwortung", so Pilgram.
Ein zentrales Problem zeigt sich bei der Verteilung der mentalen Dauerverantwortung, dem sogenannten Mental Load. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Frauen geben an, 72 Prozent der dauerhaften Organisations-, Koordinations- und Mitdenkaufgaben zu übernehmen. Männer schätzen ihren eigenen Anteil hingegen auf nur 43 Prozent.
Diese ungleiche Verteilung der unsichtbaren Arbeit belastet Beziehungen und führt zu chronischem Stress bei den betroffenen Frauen. Zwar zeigen jüngere Paare tendenziell ausgewogenere Modelle, dennoch bleibt Mental Load ein zentrales Thema, besonders für Frauen mittleren Alters.
Kinder stehen emotional klar im Zentrum des Familienlebens. 78 Prozent der Eltern berichten, dass Kinder ihr Leben bereichern und vervollständigen. Weitere 80 Prozent geben an, sich durch die Auseinandersetzung mit ihren Kindern persönlich weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig bringt Elternschaft erhebliche Herausforderungen mit sich:
Eine wichtige Stütze im Alltag sind die Großeltern: 63 Prozent der Befragten erhalten von ihren Eltern Unterstützung bei Kinderbetreuung und Organisation. Für viele Familien sind sie eine entscheidende Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Das Thema Absicherung beschäftigt Familien intensiv, wird aber oft als zu komplex empfunden. In rund drei Viertel der Familien (62 Prozent) werden Entscheidungen über Versicherungen gemeinsam getroffen. Als wichtigste Absicherungsfelder nennen die Befragten:
Besonders auffällig ist der Nachholbedarf bei der finanziellen Vorsorge für Kinder: Nur 42 Prozent der Eltern sorgen aktuell finanziell für ihre Kinder vor. Dies deutet auf einen erheblichen Bedarf an verständlichen, transparenten Lösungen und frühzeitiger Aufklärung hin.
Die Studie zeigt einen ausgeprägten Wunsch nach einfacher, verständlicher Orientierung und nach finanzieller Bildung – insbesondere für Kinder. Versicherungsunternehmen sind gefordert, komplexe Produkte verständlicher zu kommunizieren und bereits Kindern den Umgang mit Geld näherzubringen.
Familie bleibt ein zentraler Sehnsuchtsort, ihre Formen verändern sich jedoch kontinuierlich. 64 Prozent der 16- bis 40-Jährigen wünschen sich weiterhin eine klassische Kernfamilie – ein Ideal, das rückblickend für 72 Prozent der 40- bis 70-Jährigen einst erstrebenswert war.
Der Blick in die Zukunft zeigt weitere Veränderungen: Für das Jahr 2046 erwarten die Österreicher:
"Die Ergebnisse zeigen klar, dass das Bedürfnis nach Nähe, Schutz und Verlässlichkeit bleibt. Was sich verändert, ist die Art, wie diese Bedürfnisse organisiert werden", erklärt CEO Pilgram die Konsequenzen für sein Unternehmen.
Die Generali nutzt die Studienergebnisse, um ihre Angebote, Services und Kommunikation an den realen Bedürfnissen moderner Familien auszurichten. Das Ziel ist es, Orientierung zu geben, Komplexität zu reduzieren und Sicherheit erlebbar zu machen.
Als Versicherung und verlässliche Partnerin will die Generali ihre Kunden in allen Lebensphasen begleiten – von der Jungfamilie über Patchwork-Familien bis hin zu Pflege- und Umbruchszeiten. Flexible Lösungen, Top-Beratung, exzellenter Service und moderne Technologien sollen dabei helfen, dass sich Familien auf das Wesentliche konzentrieren können.
Die Studie macht deutlich: Familie bleibt der emotionale Anker im Leben der Österreicher, auch wenn sich ihre Formen wandeln. Die Herausforderung besteht darin, die organisatorischen und finanziellen Belastungen zu reduzieren, damit Familien ihre wichtigste Funktion – emotionale Sicherheit zu bieten – optimal erfüllen können.