Österreichischer Agrarkonzern senkt Ausschüttung auf 0,35 Euro je Aktie
AGRANA will trotz schwieriger Marktlage die Dividende halbieren, zeigt sich aber für das kommende Geschäftsjahr deutlich optimistischer.
Die AGRANA Beteiligungs-AG hat eine Kürzung ihrer Dividendenausschüttung angekündigt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 soll die Dividende auf 0,35 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, nach 0,70 Euro im Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2025/26 (1. März 2025 bis 28. Februar 2026) betrug der operative Gewinn vor Sondereffekten 81,2 Millionen Euro (Vorjahr: 76,5 Mio. Euro). Sondereffekte beliefen sich auf -74,1 Millionen Euro (Vorjahr: -36,4 Mio. Euro) und beinhalteten nicht zahlungswirksame Wertminderungen im ACS – Sugar-Segment in Höhe von 46,0 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 3,2 Millionen Euro (Vorjahr: 40,5 Mio. Euro).
Die konsolidierten Erlöse beliefen sich auf 3.237,3 Millionen Euro (Vorjahr: 3.514,0 Mio. Euro).
Der ausgewiesene Verlust je Aktie beträgt -0,64 Euro (Vorjahr: -0,07 Euro).
Für das Geschäftsjahr 2026/27 (1. März 2026 bis 28. Februar 2027) prognostiziert AGRANA ein EBIT in einer Spanne von 70 bis 90 Millionen Euro, was mehr als 50% über dem Vorjahr liegen würde. Ein leichter Umsatzanstieg von 1% bis 5% wird erwartet. Für das erste Quartal 2026/27 wird ein EBIT erwartet, das sehr deutlich über dem Vorjahresquartal (Q1 2025/26: 5,7 Mio. Euro) liegen soll.
Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten Ende Februar 2026 sowie der andauernde Krieg in der Ukraine führen nach Unternehmensangaben zu einer weiteren Intensivierung der Volatilität in AGRANAs Ziel- und Beschaffungsmärkten und zu weiteren Preiserhöhungen in den Beschaffungsmärkten.
Der Vorstand hat entschieden, der Hauptversammlung eine Dividende von 0,35 Euro je Aktie vorzuschlagen. Dies entspricht nach Angaben des Unternehmens bei dem Schlusskurs am Ende des Geschäftsjahres einer Dividendenrendite von 3,0%. Der Aufsichtsrat ist für den 11. Mai 2026 geplant, die Hauptversammlung für den 3. Juli 2026.