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tiini macht YouTube und Internet für Grundschulen sicher

Hamburger Startup startet Pilotphase für kontrollierte digitale Inhalte im Unterricht

15. April 2026 um 07:22
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Die Bildungsplattform tiini.app ermöglicht erstmals den sicheren Einsatz von YouTube und Webinhalten in Grundschulen durch kuratierte Kartensets.

Die Bildungsplattform tiini.app startet eine Pilotphase, die es Lehrkräften ermöglicht, digitale Inhalte kontrolliert und strukturiert im Unterricht einzusetzen. Statt pauschaler Verbote setzt das Unternehmen auf einen begleiteten, sicheren Zugang zu digitalen Medien.

Kuratierte Kartensets statt freier Internetnutzung

Das Herzstück der tiini-Lösung sind sogenannte "Kartensets" - thematisch gebündelte Sammlungen digitaler Inhalte, die von Lehrkräften und Schuladministrationen zusammengestellt werden. Diese Sets kombinieren ausgewählte YouTube-Videos, kindgerechte Webseiten und interaktive Inhalte zu spezifischen Unterrichtsthemen wie "Weltraum" oder "Schriftliche Addition".

Die Inhalte werden vorab ausgewählt und thematisch gebündelt, sodass Kinder sich innerhalb dieses klar definierten Rahmens eigenständig mit den Inhalten beschäftigen können - ohne Werbung, algorithmische Empfehlungen oder ungeeignete Inhalte.

Sicherheit und Struktur im digitalen Klassenzimmer

Eine Schuladministratorin wird mit Blick auf den Einsatz von tiini zitiert: "Auch der Browser wird durch tiini endlich schultauglich. Statt unkontrollierter Internetnutzung arbeiten die Kinder in klaren Lernräumen mit geprüften Inhalten."

Die Plattform verfolgt das Prinzip, dass die Schule bestimmt, welche Inhalte genutzt werden, statt dass Plattformen dies über algorithmische Vorschläge tun.

Antwort auf gesellschaftliche Debatte um Kinderschutz

Die Einführung der Bildungsplattform erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden gesellschaftlichen Diskussion über Altersbeschränkungen und Verbote digitaler Plattformen für Kinder. Jan Kollmorgen, Gründer von tiini.app, sagt dazu: "Die aktuelle Debatte zeigt vor allem eines: Wir brauchen bessere Lösungen als Verbote. Zugang zu digitalen Inhalten ist auch vor 14 sinnvoll - wenn wir wieder selbst bestimmen, was Kinder sehen, und nicht die Plattformen. Genau dafür bauen wir tiini."

Von der digitalen Hörspielbox zur Bildungsplattform

tiini wurde ursprünglich für Familien als einfach kontrollierbare, digitale Hörspielbox entwickelt, um Kindern einen sicheren Zugang zu Streaming-Inhalten zu ermöglichen. Die Plattform verzichtet auf algorithmische Vorschläge und setzt stattdessen auf kuratierte Inhalte, die Schritt für Schritt freigeschaltet werden.

Mit der Pilotphase an Grundschulen überträgt das Hamburger Startup dieses Prinzip nun auf den Bildungsbereich und legt den Fokus auf die Integration bestehender Plattformen wie YouTube.

Pilotphase und Ausblick

Die Pilotphase läuft über mehrere Monate und wird eng mit den teilnehmenden Schulen begleitet. Ziel ist es, tiini gezielt für den schulischen Einsatz weiterzuentwickeln und Lehrkräften den Einstieg in den digitalen Unterricht zu erleichtern.

Nach Abschluss der Pilotphase wird tiini.app für weitere Schulen geöffnet. Interessierte Bildungseinrichtungen können sich über die Website tiini.app registrieren und die Plattform eigenständig im Unterricht einsetzen.

Bedeutung für die digitale Bildung

tiini verwandelt Smartphones und Tablets in sichere, kindgerechte Lern- und Entdeckungsräume. Über kuratierte Kartensets greifen Kinder auf ausgewählte Inhalte aus verschiedenen Plattformen wie YouTube, Webseiten oder Audio-Angeboten zu - ohne Ablenkung durch Algorithmen oder Werbung. So ermöglicht tiini eine fokussierte, strukturierte und altersgerechte Nutzung digitaler Medien.

Schlagworte

#Bildung#Digitalisierung#Grundschule#YouTube#Kinderschutz#EdTech#tiini#Unterricht

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